Adidas Adizero Prime X im Test

Adidas Adizero Prime X im Test

Der adidas Prime X ist das aktuelle Flaggschiff aus dem Hause adidas. Seine voluminöse Mittelsohle ist vollgepackt mit antreibenden Technologien. Wie sich der Laufschuh aus der Adizero Kollektion auf der Straße schlägt, das erfährst du hier im Artikel.

Über den adidas Adizero Prime X

Das adidas Adizero Line-Up hat in den letzten Monaten einige Updates erhalten. Angefangen beim Adios Pro 2 über den Boston 10 bis hin zum leichten Racer Takumi Sen 8. Im Prime X hat adidas alle Technologien verbaut, zumindest wenn es um das Thema Performance geht. Besonders markant gestaltet sich die Mittelsohle mit einer Höhe von 50 mm. Dadurch ist der Schuh nicht regulär für Wettkämpfe zugelassen.

Adidas Adizero Prime X

Komfort und Passform

Beim Aufbau des Uppers orientiert sich adidas stark an den weiteren Adizero Modellen, besonders am Adios Pro 2. Das verwendete dünne Mesh passt sich sehr gut an den Fuß an. Trotz fehlender Polsterungen sitzt der Laufschuh sehr angenehm am Fuß. Durch die Konstruktion der Fersenkappe und Schnürung sitzt man sehr sicher im Laufschuh. Das ist in Anbetracht der voluminösen Mittelsohle auch nötig. Bei der Passform bleibt sich adidas treu und der Prime X fällt eher schmal aus.

Adidas Adizero Prime X

Dämpfung und Grip

Die Mittelsohle besteht aus zwei Lagen des Lightsrike Pro Foams, eines der schnellsten Schäume auf dem Markt. Darin stecken die Energierods aus Carbon sowie im Vorfuß die Energyblades. Damit besitzt der Prime X eine doppelte Schicht an Carbonelementen. Das Dämpfungsgefühl ist durch die Sohlenhöhe von 50 mm natürlich besonders weich. Sobald man beim Laufen über den Mitteloder Vorfuß aufkommt, sorgen die Carbonelemente für einen sicheren Abdruck. Die Außensohle besteht komplett aus einer Continental Gummimischung, somit ist der Grip ausgezeichnet.

Adidas Adizero Prime X

Auf der Straße

Das Laufgefühl war ab dem ersten Schritt sehr besonders und noch einmal komplett anders als bei Carbon Laufschuhen mit einer Mittelsohlenhöhe von 40 mm. Kommt man beim Laufen primär über die Ferse auf, dann lässt sich der Prime X nicht wirklich gut laufen. Zum einen sinkt man sehr in den Laufschuh ein und zum anderen kann man nur bedingt von dem doppelten Carbon Push profitieren. Zusätzlich leidet die Stabilität durch die weiche Mittelsohle. Sobald man jedoch mit dem Prime X über den Mittel- oder Vorfuß abrollt, dann funktioniert der Laufschuh genau so wie man es von ihm erwartet. Das bedeutet: Antrieb bei jedem Schritt und dazu ein sehr großes Maß an Dämpfung. Über diesen Laufstil wird auch die Stabilität um einiges besser, aber nur so lange es auf der Strecke geradeaus geht. Bei Kurven muss man schon einen großzügigen Bogen nehmen, um nicht den Halt zu verlieren. Das sollte man bei der Streckenwahl auf jeden Fall berücksichtigen, aber auch das ist Gewöhnungssache beim Laufen mit dem Prime X.

Dazu stellt sich natürlich noch die Frage nach dem Einsatz des adidas adizero Prime X. Sicherlich würden Veranstalter keinen Amateurläufer mit dem Laufschuh am Fuß vom Wettkampf ausschließen. Ich würde den Laufschuh dennoch bei keinem Marathon tragen. Der Gedanke an die gewisse „illegale“ Note bei einer möglichen PB würde mir stets im Kopf bleiben. Viel mehr sehe ich den Prime X im Training bei intensiven Tempo- und langen Läufen — Da wo man sich den Antrieb nach vorn und eine hohes Dämpfungslevel wünscht. 

Adidas Adizero Prime X

 

adidas Adizero Prime X - KEYFACTS

Gewicht: ca. 262 g – Unisex

Sprengung: 10 mm

Kategorie: Neutral & HIT, Wettkampf

Preis: 250€

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Fazit zum Adidas Adizero Prime X

Für mich ist der adidas Prime X ein genialer Laufschuh, welcher den aktuellen Technikstand von Wettkampfschuhen verkörpert wie kein Zweiter. Er treibt einen bei jedem Schritt unermüdlich an und besitzt dennoch ein sehr hohes Komfortlevel. Um das genießen zu können, sollte man schon einen entsprechenden Laufstil mitbringen. Bei Läufen unter einer Pace von 4:20 kann ich mir den Schuh ebenfalls nur schwer vorstellen.


Den Adidas Adizero Prime X haben wir uns selber gekauft, ja sowas kommt auch mal vor.

Bilder: Carsten Beier

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