Running Talk mit Macy Pacy

Running Talk mit Macy Pacy

Vor ein paar Wochen hatten wir das Glück, mit Marcel Höche alias Macy Pacy, der seit ein paar Jahren eine feste Größe im Ultrasport ist, über Schuhe zu quatschen. Bereits 2015 machte er unter anderem durch die U23 Weltbestleistung im 12h-Lauf auf sich aufmerksam. 2016 konnte er den 3ten Gesamtplatz sowie den 1ten Platz in seiner Altersklasse beim Vietnam 100km Mountain Marathon erringen. Nebenbei, quasi zum Spaß und Training, ging es dann nicht weniger zügig in 8Tagen von Garmisch an den Gardasee (280km und 22.000HM).

Letztes Jahr war ja mit mehr als mit nur einem Highlight gespickt. G2G und der Vietnam Ultra, um hier wenigstens 2 zu nennen. Ist dir dabei ein Laufschuh besonders ans Herz gewachsen?

Ganz klar der Agravic Speed. Obwohl er echt sehr viel Stabilität mit sich bringt, ist er leicht und flexibel, was einem durchweg ein natürliches Laufgefühl gibt. Außerdem merkt man so auch, welcher Untergrund gerade unter den Füßen ist, was maximale Kontrolle verschafft. Den Speed bin ich beim Vietnam Ultra und beim Zugspitz Ultra gelaufen. Beim G2G war es dann aber doch der normale Agravic, da ich für die 310km an 8 Tagen einfach mehr Stabilität und Komfort benötigte.

Was macht den Laufschuh für dich so besonders?

Wie schon gesagt, geht es mir persönlich eher darum, natürlich zu laufen. Also auch im Gelände laufe ich gerne mit wenig Sprengung und somit nur auf dem Vorderfuß. Der Agravic Speed bringt eben genau diese Mischung mit sich. Stabil genug, um auch im hochalpinen Gelände sicher zu laufen aber trotzdem leicht und flexibel genug, um einen reaktionsfreudigen Schuh unterm Fuß zu haben. Obwohl der Schuh viel Grip mit sich bringt, lässt er sich doch auf der ein oder anderen Asphalt Passage ohne Probleme laufen.

 

Auch wenn der Winter jetzt vorbei ist, hört man ja immer wieder von Alternativtrainingsmöglichkeiten. Womit legst du deine Grundlage für ein erfolgreiches Laufjahr 2017?

Ob Winter oder nicht spielt für mich eigentlich keine Rolle. Gelaufen wird 24/7 und wenn es eben schneit, wird ein Kniehebelauf im Tiefschnee eingeschoben. Spaß bei Seite, Hauptsache es geht laufen. Ansonsten natürlich Stabitraining, was ich aber ganzjährig mache und somit keine direkte Winteralternative ist. Ab und zu war ich mit den Skiern zum Skitouring unterwegs, um die Höhenmeter in die Beine zu bekommen. Was natürlich immer geht ist Rad fahren, Crosstraining oder eben die nächste Boulderhalle.

 

Wie motivierst du dich, um auch bei widrigen Bedingungen vor die Tür zu kommen?

Muss ich nicht. Ich hab einfach Bock auf das Laufen und das durchgängig. Sollte es sonst doch mal an der Motivation mangeln, höre ich mir 1-2 Podcasts an und werde so wieder vom Laufen angesteckt. Sich seine Ziele immer wieder vor Augen zu halten wirkt da genauso.

 

Was macht für dich den optimalen Laufschuh aus?

Flexibilität und ein natürliches Laufgefühl ist mir am wichtigsten. Ist der Schuh dann noch leicht und es lässt sich damit ordentlich ballern, taugt mir der Schuh umso mehr. Nichts desto trotz muss der Schuh einfach passen. Gerade wenn im Ultra die 6-7h Marke fällt, will ich nicht durch Blasen ausgebremst werden.

 

Du läufst ja nicht nur im Gebirge sondern auch auf der Straße, Gelände und der Bahn. Gibt es da für jede Begebenheit einen eigenen Schuh, hast du eine Universalwaffe welche immer geht oder wird für jedes Tempo, Gefühl und jeden Untergrund ein anderer Schuh gelaufen?

Lieblingsschuh hin oder her, jedes Terrain und Training erfordert einen anderen Schuh. Ich laufe daher eher spezielle Schuhe, die für die Beschaffenheiten meiner Einheit auch passen. Auf längeren Einheiten auf der Straße ist es eher der adidas adios adizero, auf kürzeren und schnellen Einheiten der adidas feather light. Im Gelände hingegen hauptsächlich der adidas terrex Agravic Speed.

 

 

Und nach dem Training? Adiletten, Barfuß, Sneaker oder doch etwas ganz anderes?

Kommt drauf an was ansteht. Zuhause geht’s entweder in Adiletten oder Barfuß durch die Wohnung. Hauptsache der Fuß wird entlastet und die Regeneration setzt optimal ein. Wenn es dann mal vor die Tür gehen soll bleib ich meistens bei Outdoorschuhen. Aber nicht solche mit denen ich auch laufe. Der adidas terrex Solo zum Beispiel ist im Alltag einer meiner Favoriten.

 

Wie viele Laufschuhe, die du benutzt, nennst du im Moment dein eigen und welche sind das?

Puh, gezählt habe ich nie aber es sind echt einige. Ich finde, man sollte sich nie auf eine Sache festlegen sondern offen für neues sein. Ich teste für adidas immer mal wieder Schuhe, was mir auch ein weiteres Spektrum ermöglicht. Um es runter zu brechen habe ich eigentlich 4 Schuhe mit denen ich hauptsächlich laufe. Diese beinhalten einen super schnellen, also mit wenig Dämpfung und sehr leicht, der adidas feather light. Demnach eignet er sich eher für die Bahn und kurze schnelle Wettkämpfe. Einen schnellen, welcher etwas mehr Komfort bietet und auf der Straße gelaufen wird adidas adizero adios. Außerdem noch einen, der auch leicht ist und somit zum ballern einlädt, was der adidas terrex agravic speed wäre. Und  der adidas terrex agravic, ein Trailschuh für tougheres Gelände, was dann für längere Einheiten mehr Komfort gibt aber eher weniger für Wettkämpfe passt.

 

Egal ob Freizeit oder Sport, welches ist dein absoluter Lieblingsschuh?

Der Agravic Speed. Einfach weil er eine absolute Rakete ist. Schnell, reaktionsfreudig und an meinem Fuß sitzt er einfach wie eine 2te Haut. Meines Erachtens hat er auch die beste Balance zwischen dicker Sohle und Barfußlaufen. Er lässt sich durch das gute Feedback sehr kontrolliert laufen ohne dass man dabei Angst haben muss, dass etwas durchstößt und es sich anfühlt als würde man Barfuß auf Lego treten.

 

Wir können nur sagen, krasser Typ und auf ein erfolgreiches Jahr 2017!

 

Bilder: Marcel Höche

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