LOWA Amplux 2 im Test – Trail-Daily mit Grip und Direktheit

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LOWA positioniert den Amplux 2 als vielseitigen Trail-Allrounder. Im Vergleich zum Vorgänger wurde vor allem die Zwischensohle überarbeitet: ein Duo aus softer und festerer EVA-Schicht arbeitet jetzt mit einer Carbon-Rebound-Platte zusammen, um Dämpfung und Effizienz besser auszubalancieren. Wie sich das auf den Trails schlägt, liest du hier im Artikel.

Über den LOWA Amplux 2

Der LOWA Amplux kommt in der zweiten Generation mit einer überarbeiteten Fersenpartie und einem neuen Aufbau der Mittelsohle. Positioniert ist auch die zweite Version im mittleren Segment. Er ist weniger dynamisch als Citux und Madrix, aber agiler als der stark gedämpfte Fortux. Damit ist er ein guter Begleiter im täglichen Training und auf mittleren Distanzen, besonders im technischen Gelände.

LOWA DYNAEVA Mittelsohle mit Rebound-Platte – Schutz und direkter Bodenkontakt vereint

Upper und Passform

Das nahtarme Mesh-Upper sitzt angenehm anliegend, ohne zu beengen. Der untere Bereich ist analog zum Vorgänger mit einem umlaufenden Mudguard versehen. Die Zunge ist gepolstert und wird durch flexibles Gewbebe links und rechts vom Mittelfuß in Position gehalten, während die ausgeprägte Fersenkappe den Fuß gerade in steilen Quersituation stabil hält und auch bei längeren Läufen durch die Polsterung sehr angenehm sitzt. Ohne dass der Schuh besonders breit ist, haben meine Zehen angenehm viel Platz und ich habe mir im Zeitraum des Tests keine einzige Blase gerieben.

Nahtloses Mesh-Upper und breiter Zehenbereich – angenehmer Sitz des LOWA Amplux 2

Dämpfung und Grip

Hier gibt es die meisten Veränderungen zum Vorgängern. Die LOWA DYNAEVA-Zwischensohle besteht aus zwei unterschiedlichen EVA-Härtegraden mit einer Carbon-verstärkten Rebound-Platte. Auf meinen Läufen hat die Platte nicht unbedingt für einen dynamischen Vortrieb gesorgt, aber trotz einer relativ geringen Stapelhöhe habe ich nie Steine oder Spitzen im Untergrund unangenehm in der Fußsohle gespürt. Hier gibt mir die Mittelsohle einen schönen Kompromiss aus Kontakt zum Untergrund und Schutz vor unangenehmen Tritten. Die Außensohle (LOWA TRAC OUTSOLE) macht ihren Job sehr gut, ob über grobes Gestein oder nasse Wurzeln, ich hatte nie ein Problem mit fehlendem Grip. Auch ein paar Kilometer Asphalt bis zum Trail-Einstieg habe ich nicht als unangenehm wahrgenommen.

LOWA TRAC Außensohle des Amplux 2 – starker Grip auf nassen, felsigen Trails

Laufgefühl

Der Amplix 2 ist keine Couch. Die Dämpfung ist präsent, aber eher fest – das nehme ich als sehr angenehm wahr, besonders im Gegensatz zu vielen stark gepolsterten Laufschuhen in meiner Rotation in der Ultra-Vorbereitung. Bergauf greift die Sohle zuverlässig, bergab sorgt die stabile Ferse für ein ruhiges Fahrwerk. Für Ultralangstrecken würde ich weiterhin auf einen weicheren Schuh setzen, doch für 10-25 Kilometer auf technischem Terrain bietet der Amplux 2 genau das direkte Feedback, das es manchmal braucht, um richtig Spaß zu haben. Neben einem Trailrun kann ich mir den Amplux 2 auch gut als Trecking-Schuh vorstellen und sollte ich nur einen einzigen Schuh für einen Kurzurlaub in den Bergen mitnehmen dürfen, wäre es wohl dieser.

LOWA Amplux 2 als vielseitiger Trail- und Reiseschuh – ein Modell für Kurztrips und Mehrtagestouren

LOWA Amplux 2 - KEYFACTS

Gewicht: 255 g – Damen | 295 g – Herren (Mustergröße)

Sprengung: 6 mm (24,5 – 28,5 mm)

Kategorie: Trailrunning

Marke: Lowa

Preis: 150 €

Fazit zum LOWA Amplux 2

Der LOWA Amplux 2 ist ein Trail-Trainer für Läufer*innen, die festen Halt, kompromisslosen Grip und ein direktes Laufgefühl dem Megadämpfungs-Trend vorziehen oder einfach ihre Rotation erweitern wollen. Wer hauptsächlich auf felsigen, wurzeligen Pfaden unterwegs ist – sei es im Mittelgebirge oder im alpinen Vorland – bekommt hier einen zuverlässigen Daily-Driver. Damit macht der Amplux 2 genau das, was er soll. Ein solider Begleiter, ohne durch zu viel Vortrieb die Lockerheit rauszunehmen oder als Couch den Kontakt zum Boden zu unterbinden. Ich bin mit dem Schuh sehr zufrieden und werde ihn auch weiterhin regelmäßig tragen.

Weitere Nike Laufschuhe

Nike Structure Plus Laufschuh Seitenansicht mit ZoomX und ReactX Mittelsohle
Der Nike Vomero Premium ist das neue Komfortmodell für die Straße von Nike. Mit einer Bauhöhe von rund 55 Millimetern richtet sich der Schuh an Läuferinnen und Läufer, die für ihre Alltagseinheiten sehr viel Dämpfung suchen. Im Vergleich zu klassischen Daily-Trainern verfügt der Vomero Premium über mehr Volumen in der Mittelsohle und sorgt für einen spürbar weicheren Auftritt. Er ist vor allem für umfangreiche Trainingswochen, lange Dauerläufe und Einheiten, bei denen Entlastung im Vordergrund steht, gedacht. Nachdem Nike in diesem Jahr bereits den Vomero 18 und den Vomero Plus vorgestellt hat, ergänzt der Vomero Premium die Reihe nach oben in Richtung maximaler Dämpfung. Optisch sorgt vor allem die üppige Bauhöhe für Diskussionen, da der Schuh deutlich höher aufgebaut ist als die klassischen Vomero-Modelle. Der Vomero Premium lässt sich als Supertrainer mit Fokus auf Komfort einordnen, nicht als Tempomodell. In der Mittelsohle kommt eine durchgehende ZoomX-Mischung zum Einsatz, die um zwei Air-Zoom-Elemente unter Ferse und Vorfuß ergänzt wird. Diese Air-Zoom-Kissen stammen nicht aus den bekannten Straßenracern wie dem Alphafly, sondern orientieren sich eher an der Konstruktion des Spikes Nike Maxfly 2 mit flacherem Aufbau. Das Obermaterial setzt auf leichtes Mesh mit deutlich sichtbarer Polsterung im Fersen- und Zungenbereich. Das Gewicht liegt bei rund 350 Gramm in der Mustergröße, der offizielle Preis bei 230 Euro. Upper und Passform Die Basis des Uppers bildet ein Engineered Mesh, das in mehrere Lagen unterteilt ist. Ein dünner Innenschuh zieht sich über den Zehenbereich und geht in die Zunge über. Darüber liegt eine zweite, ebenfalls dünne Schicht mit punktuell eingesetzten Verstärkungen. So bleibt der Vorfußbereich flexibel, schmiegt sich gut an den Fuß an und wirkt trotz der zusätzlichen Lagen nicht steif. Zunge und Ferse sind deutlich gepolstert und sorgen für einen hohen Tragekomfort. Das Material in der Fersenpartie ist weich genug, um auch bei längeren Einheiten nicht zu reiben, und gleichzeitig stabil genug, um den Fuß in der hohen Mittelsohle zu führen. Die Schnürung funktioniert unauffällig gut und der Schuh lässt sich gleichmäßig an den Fuß anpassen. Ich würde die Passform als mittelbreit einstufen, vergleichbar mit dem Nike Vomero Plus. Im Vorfußbereich steht für die meisten Fußformen ausreichend Platz zur Verfügung, ohne dass der Schuh sehr weit ausfällt. Im Mittelfuß vermittelt das Obermaterial einen soliden Halt, was bei der Bauhöhe wichtig ist, um nicht im Schuh zu „kippen“. Insgesamt bietet der Vomero Premium eine komfortable, aber kontrollierte Passform für normal breite Füße. Mittelsohle und Außensohle Die Mittelsohle ist das zentrale Element des Vomero Premium. Nike setzt hier auf eine ZoomX-Mischung, die sich von den sehr leichten, reinen PEBA-Schaumvarianten der Performance-Modelle unterscheidet. Der Schaum wirkt auf den ersten Blick etwas dichter und alltagstauglicher, bietet aber weiterhin ein spürbar federndes Verhalten. Das Ziel ist eine Kombination aus weichem Auftritt und längerer Haltbarkeit. Unter der Ferse und im Vorfuß sitzt jeweils ein Air-Zoom-Kissen. Diese sind flacher aufgebaut als bei Modellen wie dem Alphafly, bieten aber messbar mehr Rückfederung. Sie unterstützen die Dämpfung und sorgen für ein definiertes Trampolin-Gefühl beim Abdruck, ohne den Schuh in Richtung reiner Racer zu verändern. Von unten sind zwei Bereiche der Mittelsohle offen gelegt. Das spart Gewicht und setzt einen optischen Akzent. Laut Nike sind die Air-Zoom-Kissen ausreichend robust, um auch den Kontakt mit spitzen Steinen auszuhalten. Mit einer Fersenhöhe von rund 55,5 Millimetern ist der Vomero Premium aktuell der höchste Straßenschuh im Nike-Sortiment, die Sprengung liegt mit etwa 10 Millimetern im typischen Bereich. Die Basis ist im Vorfuß und in der Ferse klar verbreitert, was die Stabilität unterstützt. Eine externe Fersenkappe am unteren Fersenrand hilft zusätzlich, den Fuß zentriert zu halten. Die Außensohle kommt im bekannten Waffeldesign von Nike. Der Grip ist im Alltag zuverlässig, die Gummimischung wirkt haltbar und ist somit ideal für den Einsatz als Trainingsschuh. Laufgefühl Bei Schuhen dieser Bauhöhe ist die Erwartung beim ersten Laufen oft ein sehr schwammiges, unpräzises Laufgefühl. Im Fall des Vomero Premium fällt jedoch die für einen derart hohen Schuh bemerkenswert gute Stabilität positiv auf. Die Kombination aus breiter Basis, Air-Zoom-Kissen und strukturierender Fersenkappe sorgt für eine überraschend ruhige Position des Fußes. Man sinkt spürbar, aber nicht unkontrolliert ein, und das Obermaterial trägt zu einem sicheren Sitz bei. Der Komfort ist deutlich ausgeprägt. Die Polsterung im Obermaterial, die ZoomX-Mischung und die Air-Zoom-Elemente sorgen zusammen für einen weichen, aber nicht völlig entkoppelten Auftritt. Durch den ausgeprägten Rocker in der Mittelsohle rollt der Schuh sehr geschmeidig ab. Egal, ob man eher auf der Ferse, im Mittelfuß oder etwas weiter vorne landet, der Übergang in den Abdruck bleibt gleichmäßig. Das Gewicht ist auf dem Papier hoch, fällt beim Laufen aber weniger stark auf als erwartet. Der Vomero Premium gehört zwar nicht zu den leichten Trainern, wirkt im Lauf aber nicht träge. Es gibt Modelle, die nominell leichter sind, sich aber weniger stimmig anfühlen. Sobald das Tempo jedoch deutlich über den moderaten Bereich hinausgeht, stößt der Schuh an seine Grenzen. Aufgrund seiner hohen Bauweise, seines Gewichts und seiner eher komfortorientierten Abstimmung ist er nicht für Tempoeinheiten geeignet. Er ist ideal für ruhige Dauerläufe, längere Einheiten in umfangreichen Trainingswochen und Läufe, bei denen es in erster Linie um Entlastung geht. In diesen Szenarien läuft es sich mit dem Vomero Premium sehr angenehm und der Bewegungsapparat wird spürbar entlastet. Fazit: Der Nike Vomero Premium ist ein Spezialschuh für Läuferinnen und Läufer, die im Alltagstraining viel Dämpfung und hohen Komfort suchen. Er eignet sich insbesondere für lange, ruhige Einheiten, Regenerationsläufe und Trainingsphasen mit hohem Wochenumfang, in denen der Fokus eher auf Schonung als auf Geschwindigkeit liegt. Seine Stärken liegen im weichen und gleichzeitig erstaunlich stabilen Laufgefühl, dem hohen Tragekomfort im Obermaterial und der spürbar federnden Kombination aus ZoomX und Air Zoom. Schwächen zeigt der Schuh bei höherem Tempo. Wer häufig Intervalle, Tempodauerläufe oder Wettkämpfe auf der Straße absolviert, für den sind andere Modelle wie der Megablast oder der Superblast von Asics besser geeignet. Die hohe Bauhöhe und das Gewicht sind zudem Faktoren, die nicht für jede Läuferin und jeden Läufer intuitiv funktionieren. Mit einem Preis von 230 Euro ist der Vomero Premium eher ein Zusatzschuh im Sortiment als die einzige Trainingsoption. Wer bereit ist, diesen Betrag für ein sehr komfortorientiertes Modell zu investieren und bewusst nach einem stark gedämpften Supertrainer sucht, erhält mit dem Vomero Premium einen interessanten Schuh für entspannte und lange Distanzen. Wer ein kleineres Budget hat oder eine etwas konventionellere Abstimmung bevorzugt, ist mit dem Vomero Plus in vielen Fällen gut bedient.
Nike Structure 26 von der Seite – ReactX-Mittelsohle und neues Mesh-Upper
Nike Vomero Plus Seitenansicht – voluminöse ZoomX-Mittelsohle für maximale Dämpfung

Der Amplux 2 wurde uns von Lowa kostenfrei zur Verfügung gestellt, dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt des Artikels.

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