Nike Pegasus 42 im Test: Air Zoom macht den Unterschied

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Nike Pegasus 42 ist einer der bekanntesten Laufschuhe der Welt. 42 Auflagen sprechen für sich, und der Schuh hat sich über Jahrzehnte als verlässlicher Daily Trainer etabliert, der Einsteiger und erfahrene Läufer gleichermaßen anspricht. Mit der 42. Version bringt Nike ein gezieltes Update, das vor allem durch das neu eingeführte durchgehende Air Zoom Kissen im Vorfuß auffällt. Kein revolutionärer Schritt, aber ein spürbares Update gegenüber dem Vorgänger.

Nike Pegasus 42: Einordnung im Nike-Line-up

Im Nike Line-up ist der Pegasus 42 das Einstiegsmodell in der Kategorie reaktives, tägliches Laufen. Darüber positionieren sich der Pegasus Plus und der Pegasus Premium mit mehr Ausstattung und höherer Reaktivität. Für maximale Dämpfung gibt es den Vomero 18, für mehr Stabilität den Structure. Der Pegasus 42 bleibt dabei der zugänglichste und vielseitigste Vertreter der Reihe, für Grundlagenläufe, gelegentliche Tempoeinheiten und den täglichen Einsatz.

Preislich liegt er bei 140 Euro, was für einen Nike Daily Trainer attraktiv ist und ihn im Einstiegssegment gut positioniert. Ferse 37mm, Vorfuß 27mm, Sprengung 10mm. Das Gewicht liegt bei rund 300 Gramm in EU 44, was im Vergleich zu ähnlichen Modellen auf dem Markt etwas schwerer ausfällt.

Nike Pegasus 42 Air-Zoom-Kissen S-Form Mittelsohle Detail

Double-Layer-Mesh & Passform: Komfortabel mit cleveren Details

Double Layer Mesh zieht sich über den gesamten Schuh und findet einen guten Mix aus Komfort und Struktur. Angenehm bequem, sehr flexibel und atmungsaktiv, besonders im Zehenbereich. Zunge und Fersenpartie sind gut gepolstert, was den Tragekomfort auf längeren Einheiten merklich verbessert. Ein Platzelement in der mittleren Schnürung ermöglicht eine sehr individuelle Anpassung auf dem Spann, was den Lockdown spürbar verbessert. Dort wo die Zunge auf den Schaft trifft, hat Nike eine kleine Wellenform eingebaut, die bei engerem Schnüren keine drückenden Falten entstehen lässt. Ein kleines Detail, das sich im Alltag aber positiv bemerkbar macht.

Der Vorfuß ist gegenüber dem Vorgänger minimal breiter geworden, was eine größere Zielgruppe anspricht. Mit schmalem und flachem Fuß war etwas mehr Platz im Vorfuß spürbar, was aber keine Probleme mit Stabilität oder Lockdown verursacht hat. Wer sehr schmale und flache Füße hat, sollte den Schuh vor dem Kauf anprobieren.

Nike Pegasus 42 Double-Layer-Mesh-Upper Zehenbereich atmungsaktiv

React-X trifft Air-Zoom: Das entscheidende Update erklärt

React X bleibt das Basisschaumstoffmaterial, wie bereits beim Vorgänger. Das große Update ist das erstmals durchgehende und geschwungene Air Zoom Kissen. S-förmig eingebaut, passend zur Mittelsohlengeometrie, und tatsächlich spürbar reaktiver als der Vorgänger. Der Vorfuß fühlt sich nicht mehr so fest an, man bekommt mehr Rückmeldung und etwas mehr Dynamik beim Abdruck. Kein Schuh der extrem bouncy oder reaktiv ist, aber ein klarer Schritt in die richtige Richtung gegenüber dem Pegasus 41.

Das React X allein ist kein Super Critical Material und bringt nicht die Reaktivität moderner Schäume mit. In Kombination mit dem Air Zoom Kissen funktioniert das Setup aber gut für das, wofür der Schuh gebaut ist. Gute Dämpfung, stabile Basis, ausreichend Dynamik für moderate bis zügige Grundlagenläufe. Für maximale Reaktivität und Spritzigkeit gibt es bessere Optionen auf dem Markt.

Außensohle: Neues Waffelpad und mehr Flex

Die Außensohle wurde neu gedacht. Ein großes Waffelpad im Vorfußbereich, seitliche Gummielemente die sich von vorn bis nach hinten durchziehen, und größere Aussparungen von der Ferse bis zum Mittelfuß für weniger Gewicht. Grip funktioniert auf Asphalt sehr gut, gelegentliche Waldwegpassagen sind kein Problem. Sehr hoher Flex im Übergangsbereich zwischen Vorfußpad und Mittelfuß, was dem Schuh eine angenehme Bewegungsfreiheit gibt. Abriebfestigkeit macht einen soliden Eindruck.

Nike Pegasus 42 Waffelpad-Außensohle Flex-Bereiche Detailansicht

Laufgefühl: Zuverlässiger Allrounder

Auf gemibschten Stadtuntergründen bis 20 Kilometer macht der Pegasus 42 seinen Job zuverlässig. Grundlagenläufe, lockere Einheiten und gelegentliche schnellere Passagen liegen klar in seinem Revier. Das Air Zoom Kissen bringt spürbar mehr Leben in den Vorfuß, was gegenüber dem Vorgänger ein echtes Upgrade ist. Bei flotterem Schritt gibt der Schuh gut zurück, für wirkliche Intervalleinheiten oder Tempodauerläufe gibt es aber reaktivere und leichtere Optionen.

Für sehr lange Distanzen über 20 Kilometer würde ich auf Modelle mit mehr Mittelsohlenvolumen zurückgreifen, wie den Vomero 18 oder Vomero Plus. Bis zu dieser Marke erfüllt der Pegasus 42 aber sehr gut seinen Zweck. Trotz des etwas höheren Gewichts fühlt sich der Schuh beim Laufen nicht träge an, was für die Verarbeitung spricht. Laufeinsteiger finden hier einen sehr zugänglichen, komfortablen Einstieg in die Nike Laufwelt.

Nike Pegasus 42

Nike Pegasus 42 vs. Pegasus 41, Novablast 5 & Supernova Rise

Gegenüber dem Pegasus 41 ist das Update klar spürbar. Mehr Reaktivität im Vorfuß durch das Air Zoom Kissen, minimal breiterer Vorfuß. Wer den Vorgänger als zu fest empfunden hat, wird mit dem 42er zufriedener sein.

Im Marktvergleich zeigt sich aber, wo der Schuh Grenzen hat. Asics Novablast 5 bringt für zehn Euro mehr deutlich mehr Dynamik mit. Adidas Supernova Rise 3 ist ähnlich hoch aufgebaut, mit reaktiverer Mittelsohle und rund 28 Gramm leichter. New Balance Ellipse V1 ist bei ähnlichem Preis mit 260 Gramm ebenfalls leichter und bringt viel Dämpfungsvolumen mit. Innerhalb des Nike Sortiments ist der Pegasus Plus die nächste Stufe, mit Zoom X Mittelsohle deutlich reaktiver und im Laufgefühl moderner.

Nike Pegasus 42 - KEYFACTS

Gewicht: 243 g – Damen | 300 g – Männer (Mustergröße)

Sprengung: 10 mm (37 – 27 mm)

Kategorie: Daily Trainer

Marke: Nike

Preis: 140 €

Für wen ist der Nike Pegasus 42 geeignet?

Nike Pegasus 42 ist ein solider, verlässlicher Daily Trainer, der seinen Charakter beibehält und durch das Air Zoom Kissen ein spürbares Update gegenüber dem Vorgänger bekommt. Für Grundlagenläufe, den täglichen Einsatz und Laufeinsteiger ist er sehr gut geeignet. Wer mehr Reaktivität, weniger Gewicht oder mehr Dynamik sucht, findet im aktuellen Markt mehrere Alternativen im gleichen Preisbereich. Für 140 Euro ist der Pegasus 42 aber weiterhin eine solide und zugängliche Option.

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Der Pegasus 42 wurde uns von Nike kostenfrei zur Verfügung gestellt, dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt des Artikels.

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