Nike Structure Plus im Test – Stabilität mit ZoomX und ReactX

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Mit dem Structure Plus erweitert Nike sein Trainingssortiment um eine stabilere und komfortorientiertere Variante. Das Ziel war ein Stabilitätsschuh, der nicht nur Führung bietet, sondern sich auch etwas lebendiger laufen lässt als klassische Support-Modelle. Dafür bringt Nike erstmals ZoomX in die Structure-Reihe und kombiniert es mit ReactX. Die entscheidende Frage ist am Ende weniger, ob der Schuh stabil ist, sondern wie gut dieser Mix aus Führung, Komfort und Dynamik im Training funktioniert.

Einordnung im Nike Running Line-up

Nike hat sein Running-Line-up in den letzten zwölf Monaten klarer aufgestellt. Pegasus steht für reaktives Laufgefühl, Vomero für Komfort und Structure für Stabilität im täglichen Einsatz. Dazu kommt die Einteilung in „Iconic”, „Plus” und „Premium”, je nachdem, wie viel Material, Dämpfung und Ausstattung der Schuh bietet. Der „normale“ Structure war für mich ein solider Stabilitätsschuh, aber das Laufgefühl war eher unauffällig. Mit der Plus-Variante möchte Nike genau dort ansetzen und mehr Komfort sowie mehr Rückfederung bieten. Der große Unterschied ist der Einsatz von ZoomX in Kombination mit ReactX als zweite Schicht. Zudem bleibt ein dynamisch arbeitendes Support-Element erhalten, das nicht wie ein klassischer Stabilitätskeil wirkt, sondern durch Geometrie und Materialaufbau führt. Die Bauhöhe liegt bei 42 Millimetern in der Ferse und bei 32 Millimetern im Vorfuß. Daraus ergibt sich eine Sprengung von 10 Millimetern. Das Gewicht beträgt rund 309 Gramm in der Mustergröße. Mit einem Preis von 170 Euro ordnet er sich als hochwertiger Stabilitäts-Daily-Trainer ein, ohne in die Premium-Klasse abzurutschen.

Stabiler Fersenhalt und Support-Struktur im Nike Structure Plus

Obermaterial und Passform – Stabilität ohne übermäßige Polsterung

Im Vergleich zum Structure 26 wurde das Upper deutlich verbessert. Nike verwendet ein dünnes, flexibles Mesh, das dennoch ausreichend Stabilität bietet, damit der Schuh als Modell für Stabilität funktioniert. Im Mittelfuß- und Schnürungsbereich sind gezielte Verstärkungen platziert, die dem Obermaterial Halt geben, ohne dass es plüschig oder überladen wirkt. Im Vergleich zum Structure 26 fühlt sich das Material am Fuß deutlich leichter an. Die Atmungsaktivität ist gut und der Sitz bleibt gleichzeitig stabil, was bei einem Schuh mit dieser Bauhöhe wichtig ist. Zunge und Ferse sind angenehm gepolstert. Gerade bei längeren Läufen entsteht dadurch ein hohes Komfortniveau, ohne dass der Schuh in Richtung maximaler Materialeinsatz kippt. Aus dem Test lässt sich zur Passform vor allem sagen, dass der Lockdown zuverlässig funktioniert und der Schuh insgesamt eher auf eine breite Zielgruppe ausgelegt ist. Das passt zur Rolle als Stabilitätsmodell für die täglichen Einheiten.

ZoomX und ReactX Dual Foam Mittelsohle im Nike Structure Plus

Mittelsohle – ZoomX trifft ReactX

Die Mittelsohle ist der Kern des Structure Plus. Nike kombiniert ZoomX als obere Schicht mit ReactX als untere Schicht. ZoomX sorgt für mehr Rückfederung im Vorfuß und eine lebendigere Dämpfung. ReactX bringt Stabilität und Haltbarkeit in den Aufbau. Hinzu kommt ein dynamisches Support-Element, das über erhöhte Materialbereiche im Innenbereich und entsprechende Führung im Außenbereich arbeitet. Zusammen mit der breiten Plattform entsteht so ein sehr stabiles Setup. Trotz seiner Bauhöhe wirkt der Schuh nicht instabil, allerdings merkt man natürlich, dass sich viel Material unter dem Fuß befindet. Die Führung ist spürbar, ohne aggressiv zu korrigieren. Wer Stabilität braucht, erhält mit diesem Schuh eine moderne Basis, die sich stabiler anfühlt als viele klassische Support-Schuhe.

Außensohle und Grip

Bei der Außensohle setzt Nike auf einen Aufbau, der an den Structure 26 erinnert. Im Vorfuß kommt das typische Waffeldesign zum Einsatz, während die Ferse eine offenere Struktur aufweist, die stärker auf Stabilität ausgelegt ist. Interessant ist die Kombination aus zwei Gummimischungen. Das Material ist hinten fester und vorn etwas weicher, was gut mit dem Dämpfungsverhalten der Mittelsohle harmoniert. Grip und Abriebfestigkeit haben im Test überzeugt. Für einen Nike-Trainingsschuh greift die Sohle sehr zuverlässig, auch auf nasser Straße, und macht über viele Kilometer einen robusten Eindruck.

Nike Structure Plus Außensohle mit Waffelprofil für Grip

Laufgefühl im Training

Im Vergleich zum normalen Structure ist der Structure Plus eine klare Weiterentwicklung. Der Vorgänger war für mich eher unaufgeregt und bot wenig Reaktiv. Mit ZoomX und ReactX ist das anders. Im Vorfußbereich spürt man mehr Rückfederung und ein leichteres Abrollen. Der Schuh läuft sich damit dynamischer, bleibt aber ein Trainingsmodell und kein Tempotrainer. Im Grundlagenbereich hat mir das gut gefallen. Ich bin Einheiten im Bereich 5:25 bis 5:15 gelaufen und konnte auch entspannt in Richtung 5:00 gehen, ohne dass sich der Schuh fehl am Platz anfühlte. Genau das hätte ich bei einem Structure nicht erwartet. Gleichzeitig werden die Grenzen deutlich. Tempoeinheiten oder wirklich schnelle Abschnitte sind nicht seine Aufgabe. Dafür fehlen Leichtigkeit und ein klarer Abdruck.

Bei längeren Läufen, ab etwa 20 Kilometern, wird das Laufgefühl fester. Der Schuh ist gedämpft, aber nicht so, dass er hinten raus immer weicher oder entlastender wird. Wer in dieser Situation maximale Entlastung sucht, ist mit einem klaren Komfortmodell wie dem Vomero Plus am Ende oft besser bedient. Für die Kategorie „Stabilitäts-Daily-Trainer” ist das Setup aber stimmig, da es Stabilität, Komfort und eine gewisse Dynamik vereint. Das Support-Element hat mich im Test nicht gestört. Ich persönlich brauche keinen Stabilitätsschuh, hatte aber auch keine negativen Reaktionen oder das Gefühl, dass der Schuh in den Bewegungsablauf hineinfunkt. Er führt eher, als dass er korrigiert.

Nike Structure Plus

Nike Structure Plus - KEYFACTS

Gewicht: 248 g – Damen | 309 g – Männer (Mustergröße)

Sprengung: 10 mm (42 – 32 mm)

Kategorie: Daily Trainer | Max Cushion

Marke: Nike

Preis: 170 €

Fazit – Moderner Stabilitäts-Daily-Trainer

Der Nike Structure Plus ist ein sinnvolles Update für alle, die einen stabilen Alltagslaufschuh suchen, aber im Vergleich zu klassischen Support-Schuhen etwas mehr Dämpfung und ein moderneres Laufgefühl wünschen. ZoomX und ReactX bringen spürbar mehr Dynamik als beim normalen Structure, ohne dass die Stabilität beeinträchtigt wird. Gleichzeitig bleibt er ein Trainingsschuh für den Alltag. Tempo- und sehr schnelle Einheiten sind nicht sein Schwerpunkt, dafür funktioniert er im Grundlagenbereich zuverlässig und bietet durch das Obermaterial und die Mittelsohle viel Komfort. Der Preis von 170 Euro ist für diese Kategorie angemessen, auch wenn das Gewicht zeigt, dass Nike hier eher Komfort und Stabilität als Leichtfüßigkeit priorisiert. Wer mit dem normalen Structure wenig anfangen konnte, für den ist diese Variante stimmiger. Wer einen reaktiveren Komforttrainer sucht, findet in Modellen wie dem Vomero Plus weiterhin das stärkere Plus im Vergleich zum jeweiligen Standardmodell.

Weitere Nike Laufschuhe

Nike ACG Ultrafly 2 seitliche Ansicht Trail-Racer 2026
Der Nike Vomero Premium ist das neue Komfortmodell für die Straße von Nike. Mit einer Bauhöhe von rund 55 Millimetern richtet sich der Schuh an Läuferinnen und Läufer, die für ihre Alltagseinheiten sehr viel Dämpfung suchen. Im Vergleich zu klassischen Daily-Trainern verfügt der Vomero Premium über mehr Volumen in der Mittelsohle und sorgt für einen spürbar weicheren Auftritt. Er ist vor allem für umfangreiche Trainingswochen, lange Dauerläufe und Einheiten, bei denen Entlastung im Vordergrund steht, gedacht. Nachdem Nike in diesem Jahr bereits den Vomero 18 und den Vomero Plus vorgestellt hat, ergänzt der Vomero Premium die Reihe nach oben in Richtung maximaler Dämpfung. Optisch sorgt vor allem die üppige Bauhöhe für Diskussionen, da der Schuh deutlich höher aufgebaut ist als die klassischen Vomero-Modelle. Der Vomero Premium lässt sich als Supertrainer mit Fokus auf Komfort einordnen, nicht als Tempomodell. In der Mittelsohle kommt eine durchgehende ZoomX-Mischung zum Einsatz, die um zwei Air-Zoom-Elemente unter Ferse und Vorfuß ergänzt wird. Diese Air-Zoom-Kissen stammen nicht aus den bekannten Straßenracern wie dem Alphafly, sondern orientieren sich eher an der Konstruktion des Spikes Nike Maxfly 2 mit flacherem Aufbau. Das Obermaterial setzt auf leichtes Mesh mit deutlich sichtbarer Polsterung im Fersen- und Zungenbereich. Das Gewicht liegt bei rund 350 Gramm in der Mustergröße, der offizielle Preis bei 230 Euro. Upper und Passform Die Basis des Uppers bildet ein Engineered Mesh, das in mehrere Lagen unterteilt ist. Ein dünner Innenschuh zieht sich über den Zehenbereich und geht in die Zunge über. Darüber liegt eine zweite, ebenfalls dünne Schicht mit punktuell eingesetzten Verstärkungen. So bleibt der Vorfußbereich flexibel, schmiegt sich gut an den Fuß an und wirkt trotz der zusätzlichen Lagen nicht steif. Zunge und Ferse sind deutlich gepolstert und sorgen für einen hohen Tragekomfort. Das Material in der Fersenpartie ist weich genug, um auch bei längeren Einheiten nicht zu reiben, und gleichzeitig stabil genug, um den Fuß in der hohen Mittelsohle zu führen. Die Schnürung funktioniert unauffällig gut und der Schuh lässt sich gleichmäßig an den Fuß anpassen. Ich würde die Passform als mittelbreit einstufen, vergleichbar mit dem Nike Vomero Plus. Im Vorfußbereich steht für die meisten Fußformen ausreichend Platz zur Verfügung, ohne dass der Schuh sehr weit ausfällt. Im Mittelfuß vermittelt das Obermaterial einen soliden Halt, was bei der Bauhöhe wichtig ist, um nicht im Schuh zu „kippen“. Insgesamt bietet der Vomero Premium eine komfortable, aber kontrollierte Passform für normal breite Füße. Mittelsohle und Außensohle Die Mittelsohle ist das zentrale Element des Vomero Premium. Nike setzt hier auf eine ZoomX-Mischung, die sich von den sehr leichten, reinen PEBA-Schaumvarianten der Performance-Modelle unterscheidet. Der Schaum wirkt auf den ersten Blick etwas dichter und alltagstauglicher, bietet aber weiterhin ein spürbar federndes Verhalten. Das Ziel ist eine Kombination aus weichem Auftritt und längerer Haltbarkeit. Unter der Ferse und im Vorfuß sitzt jeweils ein Air-Zoom-Kissen. Diese sind flacher aufgebaut als bei Modellen wie dem Alphafly, bieten aber messbar mehr Rückfederung. Sie unterstützen die Dämpfung und sorgen für ein definiertes Trampolin-Gefühl beim Abdruck, ohne den Schuh in Richtung reiner Racer zu verändern. Von unten sind zwei Bereiche der Mittelsohle offen gelegt. Das spart Gewicht und setzt einen optischen Akzent. Laut Nike sind die Air-Zoom-Kissen ausreichend robust, um auch den Kontakt mit spitzen Steinen auszuhalten. Mit einer Fersenhöhe von rund 55,5 Millimetern ist der Vomero Premium aktuell der höchste Straßenschuh im Nike-Sortiment, die Sprengung liegt mit etwa 10 Millimetern im typischen Bereich. Die Basis ist im Vorfuß und in der Ferse klar verbreitert, was die Stabilität unterstützt. Eine externe Fersenkappe am unteren Fersenrand hilft zusätzlich, den Fuß zentriert zu halten. Die Außensohle kommt im bekannten Waffeldesign von Nike. Der Grip ist im Alltag zuverlässig, die Gummimischung wirkt haltbar und ist somit ideal für den Einsatz als Trainingsschuh. Laufgefühl Bei Schuhen dieser Bauhöhe ist die Erwartung beim ersten Laufen oft ein sehr schwammiges, unpräzises Laufgefühl. Im Fall des Vomero Premium fällt jedoch die für einen derart hohen Schuh bemerkenswert gute Stabilität positiv auf. Die Kombination aus breiter Basis, Air-Zoom-Kissen und strukturierender Fersenkappe sorgt für eine überraschend ruhige Position des Fußes. Man sinkt spürbar, aber nicht unkontrolliert ein, und das Obermaterial trägt zu einem sicheren Sitz bei. Der Komfort ist deutlich ausgeprägt. Die Polsterung im Obermaterial, die ZoomX-Mischung und die Air-Zoom-Elemente sorgen zusammen für einen weichen, aber nicht völlig entkoppelten Auftritt. Durch den ausgeprägten Rocker in der Mittelsohle rollt der Schuh sehr geschmeidig ab. Egal, ob man eher auf der Ferse, im Mittelfuß oder etwas weiter vorne landet, der Übergang in den Abdruck bleibt gleichmäßig. Das Gewicht ist auf dem Papier hoch, fällt beim Laufen aber weniger stark auf als erwartet. Der Vomero Premium gehört zwar nicht zu den leichten Trainern, wirkt im Lauf aber nicht träge. Es gibt Modelle, die nominell leichter sind, sich aber weniger stimmig anfühlen. Sobald das Tempo jedoch deutlich über den moderaten Bereich hinausgeht, stößt der Schuh an seine Grenzen. Aufgrund seiner hohen Bauweise, seines Gewichts und seiner eher komfortorientierten Abstimmung ist er nicht für Tempoeinheiten geeignet. Er ist ideal für ruhige Dauerläufe, längere Einheiten in umfangreichen Trainingswochen und Läufe, bei denen es in erster Linie um Entlastung geht. In diesen Szenarien läuft es sich mit dem Vomero Premium sehr angenehm und der Bewegungsapparat wird spürbar entlastet. Fazit: Der Nike Vomero Premium ist ein Spezialschuh für Läuferinnen und Läufer, die im Alltagstraining viel Dämpfung und hohen Komfort suchen. Er eignet sich insbesondere für lange, ruhige Einheiten, Regenerationsläufe und Trainingsphasen mit hohem Wochenumfang, in denen der Fokus eher auf Schonung als auf Geschwindigkeit liegt. Seine Stärken liegen im weichen und gleichzeitig erstaunlich stabilen Laufgefühl, dem hohen Tragekomfort im Obermaterial und der spürbar federnden Kombination aus ZoomX und Air Zoom. Schwächen zeigt der Schuh bei höherem Tempo. Wer häufig Intervalle, Tempodauerläufe oder Wettkämpfe auf der Straße absolviert, für den sind andere Modelle wie der Megablast oder der Superblast von Asics besser geeignet. Die hohe Bauhöhe und das Gewicht sind zudem Faktoren, die nicht für jede Läuferin und jeden Läufer intuitiv funktionieren. Mit einem Preis von 230 Euro ist der Vomero Premium eher ein Zusatzschuh im Sortiment als die einzige Trainingsoption. Wer bereit ist, diesen Betrag für ein sehr komfortorientiertes Modell zu investieren und bewusst nach einem stark gedämpften Supertrainer sucht, erhält mit dem Vomero Premium einen interessanten Schuh für entspannte und lange Distanzen. Wer ein kleineres Budget hat oder eine etwas konventionellere Abstimmung bevorzugt, ist mit dem Vomero Plus in vielen Fällen gut bedient.
Nike Structure 26 von der Seite – ReactX-Mittelsohle und neues Mesh-Upper

Der Structure Plus wurde uns von Top4Running kostenfrei zur Verfügung gestellt, dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt des Artikels.

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