ASICS Sonicblast im Test: Tempotrainer mit starkem Kick

ASICS Sonicblast im Test: Tempotrainer mit starkem Kick

Top4Running Gutschein  

Mit dem Sonicblast erweitert ASICS die Blast-Serie um ein Modell, das klar auf Tempo ausgelegt ist. Er ist der einzige Schuh der Kollektion mit einer Platte in der Mittelsohle und positioniert sich damit zwischen klassischem Trainingsschuh und wettkampfnahen Modellen. Der Fokus liegt eindeutig auf Intervallen, Tempodauerläufen und flotten Long Runs.

ASICS Sonicblast – neues Speed-Modell aus der Blast-Serie

Mit der Blast-Serie deckt ASICS mittlerweile nahezu alle Trainingsbereiche ab. Der Novablast steht als dynamischer Daily Trainer für eine breite Zielgruppe. Darüber ordnet sich der Sonicblast ein und verspricht deutlich mehr Vortrieb. Der Superblast ist für lange Läufe mit viel Dämpfung und Tempo ausgelegt, während der Megablast noch konsequenter auf Dynamik und einen raceorientierten Aufbau setzt. Der Sonicblast hat eine Bauhöhe von 46 Millimetern, die Sprengung liegt bei acht Millimetern. In der Mittelsohle kombiniert ASICSFlyteFoamBlastMax mit FlyteFoam Blast Turbo 2, dazwischen sitzt eine Platte aus Pebax. Das Gewicht liegt bei rund 256 Gramm in der Mustergröße, der Preis bei 190 Euro. Damit ist der Sonicblast günstiger als der Superblast und der Megablast, bleibt aber klar im Performance-Bereich.

Detailaufnahme der Mittelsohle des ASICS Sonicblast mit FlyteFoam Blast Turbo

Upper und Passform – schlank, sportlich, präzise

Das Upper besteht aus einem dünnen, flexiblen Mesh und ist insgesamt eher zurückhaltend gestaltet. Polsterungen sind vorhanden, fallen im Fersenbereich aber bewusst moderat aus. Der Schuh wirkt klassisch und funktional, ohne auffällige Spielereien. Sehr gut gelöst ist die zweitoberste Öse, die über ein Band geführt wird. Dadurch lässt sich der Sitz im Mittelfußbereich präzise anpassen. Die Passform fällt schmaler aus als bei den anderen Blast-Modellen, besonders im Vorfußbereich. Das trägt zur Gewichtsreduktion bei, schränkt aber die Zielgruppe etwas ein. Läuferinnen und Läufer mit breiteren Füßen sollten den Schuh unbedingt anprobieren.

ASICS Sonicblast Obermaterial aus dünnem Mesh im Detail

Mittelsohle und Außensohle – FF Blast Max und FF Turbo 2

In der Mittelsohle kommt ein zweischichtiger Aufbau zum Einsatz. Die untere Schicht besteht aus FlyteFoam Blast Max, das bereits aus dem Novablast 5 bekannt ist. Dieses robuste Material bietet eine solide Grunddämpfung. Darüber sitzt FlyteFoam Blast Turbo 2, ein deutlich reaktiveres Superfoam, das aus den Metaspeed-Modellen bekannt ist. Zwischen den beiden Schichten liegt eine Pebax-Platte. Sie sorgt für zusätzliche Stabilität und unterstützt den Abdruck nach vorne. Interessant ist, dass sich die Platte nicht über die gesamte Länge des Schuhs zieht, sondern erst im Mittelfuß beginnt und bis in den Vorfuß reicht. Seitlich ist sie steifer als beim geradlinigen Abrollen, was das Abrollverhalten klar lenkt. Der Rocker im Vorfuß ist deutlich ausgeprägt und unterstreicht den Tempofokus. Die Außensohle besteht aus ASICSGrip und bietet zuverlässige Traktion, auch bei Nässe. Im Vorfußbereich sind mehr Gummipads platziert, was zur Kategorie passt. Die offenen Bereiche mit FlyteFoam Blast Max zeigen im Test nur minimale Abnutzung.

ASICS Sonicblast Außensohle mit ASICSGrip-Gummipads

Laufgefühl – Dynamik mit klarer Richtung

Bereits nach den ersten Metern wird deutlich, dass der Sonicblast zur Blast-Familie gehört. Dennoch unterscheidet sich das Laufgefühl spürbar von dem des Superblast und des Megablast. Das beginnt bereits beim Tragegefühl. Der Aufbau wirkt insgesamt schlanker, die Passform enger und die Mittelsohle etwas fester. Der aggressive Rocker und die Platte prägen das Abrollverhalten deutlich. Trotz der hohen Bauweise fühlt sich der Schuh beim Laufen flacher an, als es die Zahlen vermuten lassen. In moderatem Dauerlauftempo funktioniert der Sonicblast grundsätzlich, er wirkt dort aber eher straff. Für ausgeprägte Fersenläufer ist er weniger geeignet. Am besten läuft er sich über den Mittel- und Vorfuß. Seine Stärken zeigt der Schuh bei höheren Geschwindigkeiten. Wenn man ins Rollen kommt, entsteht ein sehr rundes, dynamisches Laufgefühl bei gleichzeitig gutem Dämpfungsniveau. Für Tempodauerläufe und flotte Long Runs ist das Setup sehr gut geeignet. Bei kurzen, sehr schnellen Intervallen empfand ich den Schuh aufgrund seiner Bauhöhe als etwas weniger agil; mir fehlte etwas direkter Bodenkontakt. Die grundsätzliche Dynamik ist jedoch jederzeit vorhanden.

Fersenbereich und Rocker-Geometrie des ASICS Sonicblast

Asics Sonicblast - KEYFACTS

Gewicht: 223 g – Damen | 256 g – Männer (Mustergröße)

Sprengung: 8 mm (46 – 38 mm)

Kategorie: Tempo Trainer

Marke: Asics

Preis: 190 €

Fazit – starker Tempotrainer mit Charakter

Der ASICS Sonicblast ist ein spannendes Modell, das ich in dieser Form nicht erwartet hätte. Das geringe Gewicht in Kombination mit der hohen Bauweise funktioniert erstaunlich gut. Passform, Grip und Stabilität sind gut umgesetzt und unterstreichen den Performance-Anspruch. Zu beachten sind die schmale Passform und der aggressive Mittelsohlenaufbau, die nicht für jeden Laufstil ideal sind. Wer einen dynamischen Laufschuh mit viel Dämpfung für flotte Long Runs und Tempodauerläufe sucht, für den ist der Sonicblast eine sehr interessante Option. Mit 190 Euro ist er zudem deutlich günstiger als Superblast und Megablast und bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis innerhalb der Blast-Serie.

Weitere Asics Laufschuhe

ASICS Metaspeed Sky Tokyo Seitenansicht – Carbon-Wettkampfschuh mit FF Leap Foam
ASICS Gel-Nimbus 28 auf Asphalt – maximal gedämpfter Daily Trainer
Asics GT-2000 14 – Seitenansicht mit FF Blast Max Mittelsohle

Der Sonicblast wurde uns von Asics kostenfrei zur Verfügung gestellt, dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt des Artikels.

*Affiliate Link


Bisher kein Kommentar

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*

*

Zurück
Teilen

ASICS Sonicblast im Test: Tempotrainer mit starkem Kick