Asics Magic Speed 5 ist der Tempotrainer aus dem Hause Asics und das Einstiegsmodell in die Performance-Kategorie der Marke. Wer das Line-up kennt, weiß wo er steht: unterhalb der Metaspeed-Modelle, die kompromisslos auf Wettkampfgeschwindigkeit ausgelegt sind, aber mit denselben DNA-Elementen ausgestattet. Erstmals kommt in der fünften Version FF Blast Turbo als obere Schicht zum Einsatz, ein Material, das man bisher nur aus den Metaspeed-Racern kannte. Dazu ist der Schuh gegenüber dem Vorgänger flacher geworden, was den Charakter nochmals direkter macht. Getestet habe ich ihn auf Stadtstraßen.
Asics Magic Speed 5: Einordnung im Asics Performance-Line-up
Eingeordnet zwischen den Blast-Modellen und den Metaspeed-Racern, richtet sich der Magic Speed an Läufer, die einen leichten, direkten Tempotrainer suchen, der sowohl für Intervalle als auch für Tempodauerläufe funktioniert. Kein maximaler Wettkampfracer, aber deutlich mehr als ein klassischer Daily Trainer. Mit der fünften Version ist der Schuh flacher geworden. Ferse 37mm, Vorfuß 30mm, Sprengung 7mm. Das Gewicht liegt bei rund 195 Gramm in der Mustergröße, was für einen Tempotrainer dieser Kategorie ein sehr guter Wert ist. Preislich liegt er bei 190 Euro, was für das gebotene Paket gut passt.
Verbaut ist eine Carbonplatte, die bewusst nicht zu steif ausgelegt ist. Anders als bei High-End-Racern besitzt sie Öffnungen und lässt im Vorfußbereich noch einen guten Flex zu. Das macht den Schuh zugänglicher und weniger fordernd als kompromisslosere Carbon-Racer.
Single-Layer-Mesh & Passform: Luftig, aber Zunge ohne Fixierung
Single-Layer-Mesh zieht sich über den gesamten Schuh, dünn, atmungsaktiv und mit wenig Overlays. Im Zehenbereich ist der Aufbau sehr luftig gehalten, an den Seiten gibt es etwas mehr Struktur, und zur Ferse hin mehr Material durch die Fersenkappe. Zunge ist ebenfalls dünn gehalten, am Abschluss leicht gepolstert, was Druckpunkte beim Schnüren verhindert. Leider ist sie nur im Ansatz befestigt und nicht über ein Mittelfußband fixiert. Bei mir ist sie nicht verrutscht, aber ein sichererer Halt wäre wünschenswert. Geriffelte Schnürsenkel helfen bei der individuellen Anpassung und sind von anderen Asics Speed-Modellen bekannt.
Passform ist medium breit und bietet für einen Tempotrainer ausreichend Platz. Bei mir mit schmalem Fuß war etwas mehr Volumen in der Zehenbox spürbar als gewünscht. Wer einen flachen Fuß hat, sollte beim Anprobieren prüfen, ob das Volumen im Vorfuß passt. Läufer mit höherem Spann werden sich dagegen sehr wohlfühlen. Die Fersenpartie ist strukturiert, nicht zu fest, nicht zu flexibel, und sitzt angenehm am Fuß.
FF-Leap trifft FF-Blast-Plus: Direkter als der Vorgänger
Zwei Materialschichten bilden die Mittelsohle. FF Leap als obere Schicht ist sehr weich und reaktiv, bekannt aus den Metaspeed-Racern. Darunter sitzt FF Blast Plus als festere Basis, die Stabilität liefert und die Haltbarkeit des Schuhs erhöht. Dazwischen steckt die Carbonplatte, die trotz ihrer Flexibilität in Verbindung mit der Rockergeometrie einen sehr dynamischen Vortrieb nach vorn erzeugt. Was auffällt: Trotz der Bauhöhe von 30mm im Vorfuß ist das Laufgefühl überraschend direkt, fast wie ein kleiner Spike für die Straße.
FF Blast Plus ist nicht das reaktivste Material auf dem Markt, was man beim Laufen spürt. Es fehlt etwas von dem Bounce, den eine vollständig aus FF Blast Turbo aufgebaute Mittelsohle bieten würde. Dafür bringt der Mix mehr Stabilität und eine höhere Langlebigkeit mit, was für einen Trainingsschuh Sinn ergibt. Außensohle aus Asicsgrip ist sehr großflächig aufgetragen, Vorfuß, Seiten und Ferse sind gut abgedeckt. Grip funktioniert zuverlässig auch bei Nässe, und die Abriebfestigkeit macht in Kombination mit dem FF Blast Plus einen langlebigen Eindruck.
Laufgefühl: Agil, leicht, verlangt nach Geschwindigkeit
Auf der Laufstrecke zeigt der Magic Speed 5 klar, für was er gebaut ist. Leicht, agil, direkt, mit einem Laufgefühl, das nach Geschwindigkeit verlangt. Bei moderaten Geschwindigkeiten fühlt sich der Schuh nicht in seinem Element, man merkt, dass er schnell getreten werden möchte. Sobald man das Tempo anzieht und über Mittel- und Vorfuß läuft, entfaltet er seinen Charakter richtig. Für Intervalle und Tempodauerläufe auf der Straße oder der Bahn ist er sehr gut geeignet.
Fersenläufer sind hier nicht gut aufgehoben. Wenig Material im hinteren Bereich, flache Geometrie und der direkte Charakter verlangen einen aktiven Laufstil. Wer Führung und Stabilität im Fersenbereich braucht, greift besser zu einem anderen Modell. Für alle, die aktiv über Mittel- und Vorfuß laufen und einen leichten, schnellen Trainingsschuh suchen, ist der Magic Speed 5 eine sehr überzeugende Option.
Asics Magic Speed 5 vs. Sonicblast, Deviate Nitro 4 & Saucony Endorphin Speed 5
Asics Magic Speed 5 - KEYFACTS
Gewicht: 195 g – Unisex (Mustergröße)
Sprengung: 7 mm (37 – 30 mm)
Kategorie: Tempo Trainer
Marke: Asics
Preis: 190 €
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Für wen ist der Asics Magic Speed 5 geeignet?
Asics Magic Speed 5 ist ein sehr überzeugender Tempotrainer, der Leichtigkeit, Direktheit und Langlebigkeit gut zusammenbringt. FF Blast Turbo als obere Schicht ist das entscheidende Update, das den Schuh reaktiver und lebendiger macht als seine Vorgänger. Für Intervalle, Tempodauerläufe und ambitionierte Stadtläufer, die aktiv über Mittel- und Vorfuß laufen, ist er eine sehr gute Wahl. Wer Führung, Komfort oder ein variables Einsatzspektrum sucht, schaut sich besser anderweitig um. Für 180 Euro bekommt man einen der leichtesten und agilsten Tempotrainer auf dem Markt.
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Der Magic Speed 5 wurde uns von Asics kostenfrei zur Verfügung gestellt, dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt des Artikels.
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