Nike Pegasus Premium im Test – Hightech trifft Laufkomfort

Nike Pegasus Premium im Test – Hightech trifft Laufkomfort

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Der Nike Pegasus Premium ist das neue Spitzenmodell der Pegasus-Serie und vereint sämtliche aktuellen Dämpfungstechnologien von Nike in einem Schuh. Mit den Technologien ReactX, ZoomX und einem durchgehenden Air Zoom Element in der Mittelsohle zielt der Schuh auf ein komfortables und gleichzeitig dynamisches Laufgefühl ab. Die zentrale Frage lautet: Handelt es sich um einen echten Supertrainer oder eher um einen komfortorientierten Daily Trainer?

Über den Nike Pegasus Premium

Nike hat sein Laufschuh-Line-up im Frühjahr neu strukturiert. Der Pegasus 41 steht als Einstiegsmodell für klassisches Training, darüber folgt der Pegasus Plus mit etwas mehr Dämpfung und Dynamik. An der Spitze befindet sich der Pegasus Premium, der das Maximum an Technologie und Features bietet. Mit einer Mittelsohlenhöhe von 45 Millimetern, einem Gewicht von rund 330 Gramm und einem Preis von 210 Euro fällt der Schuh klar in die Kategorie Hightech-Trainingsschuh. Laut Nike ist er für dynamisches Training auf allen Distanzen geeignet. Wer mehr Wert auf Komfort oder Stabilität legt, findet mit dem Vomero oder dem Structure passende Alternativen.

Mittelsohle des Nike Pegasus Premium mit ZoomX, ReactX und Air-Zoom-Element

Upper und Passform

Das hochwertig verarbeitete Obermaterial macht dem Namen Premium alle Ehre. Auf dem Spann und an den Seiten sorgt ein dünnes, atmungsaktives Mesh für eine gute Belüftung. Im Übergang zur Mittelsohle kommt ein strukturierteres Material zum Einsatz, das für zusätzliche Führung sorgt. Die leicht gepolsterte Zunge besitzt Belüftungslöcher. Die Ferse ist ebenfalls gut gepolstert, der Abschluss ist etwas höher gezogen und der Sitz ist insgesamt angenehm. Die Passform fällt jedoch schmal aus, was insbesondere im Vergleich zum Pegasus 41 oder Pegasus Plus auffällt. Für Läufer mit breiten Füßen könnte dies ein Kritikpunkt sein.

Leichtes Mesh-Obermaterial mit stabilisierenden Zonen – atmungsaktiv und führend

Dämpfung und Grip

In der Mittelsohle hat Nike drei verschiedene Dämpfungsmaterialien vereint. Die untere Schicht besteht aus ReactX, das für Dämpfung und Haltbarkeit sorgt. Darüber liegt ein durchgehendes Air-Zoom-Element, das besonders beim Abdruck für spürbare Energie sorgt. Die obere Schicht besteht aus ZoomX, das für seine Reaktivität und Leichtigkeit bekannt ist. Trotz der beachtlichen Bauhöhe bleibt die Sohlenbasis relativ schmal. Dennoch fühlt sich der Schuh stabil an, ohne in Richtung Stabilitätsschuh abzudriften. Das Abrollen funktioniert flüssig und das Air-Zoom-Element sorgt für ein aktives, leicht federndes Gefühl. Die Außensohle mit dem typischen Nike-Waffelprofil bietet sehr guten Grip und gehört zu den haltbarsten Sohlen im Nike-Trainingssegment.

Nike-Waffelprofil der Pegasus Premium Außensohle – langlebig & griffig auf Asphalt

Laufgefühl

Beim ersten Lauf sorgt der Pegasus Premium sofort für ein besonderes Gefühl. Vor allem das Air Zoom Element ist deutlich spürbar und erinnert an den Alphafly, allerdings ohne dessen Aggressivität. Das Laufgefühl ist weich, aber nicht schwammig. Die Dämpfung absorbiert den Aufprall zuverlässig, was vor allem auf hartem Asphalt angenehm auffällt. Der Rocker ist nicht übertrieben, wodurch das Laufverhalten insgesamt recht klassisch bleibt. Auch Läufer, die über die Ferse laufen, kommen gut zurecht. Bei höheren Geschwindigkeiten zeigt sich, dass der Schuh durchaus dynamisch sein kann. Je mehr Druck aufgebaut wird, desto stärker wirkt das Air-Zoom-Element zurück. Für Sprints fehlt ihm allerdings etwas an Leichtigkeit und direktem Antritt, was auch an seinem hohen Gewicht liegt. Damit kann er mit echten Supertrainern wie dem Superblast von Asics nicht mithalten.

Nike Pegasus Premium

Nike Pegasus Premium - KEYFACTS

Gewicht: 275 g – Damen | 330 g – Männer (Mustergröße)

Sprengung: 10 mm (45 – 35 mm)

Kategorie: Daily Trainer | Max Cushion

Marke: Nike

Preis: 210 €

Fazit zum Nike Pegasus Premium

Der Pegasus Premium ist ein gelungener Trainingsschuh mit viel Dämpfung und einem einzigartigen Laufgefühl. Die Kombination aus Air Zoom, ZoomX und ReactX macht ihn besonders interessant für alle, die etwas Neues suchen. Wer regelmäßig mittellange bis lange Einheiten im moderaten Tempo läuft, wird mit diesem Schuh viel Freude haben. Für schnelle Intervalle oder Tempoläufe ist er jedoch etwas zu schwer. Auch der Preis wirkt hoch, wenn man ihn mit direkter Konkurrenz vergleicht. Insgesamt ist es ein überzeugender Schuh, der Komfort und Technologie auf einem neuen Niveau vereint – auch wenn er kein echter Supertrainer ist.

Weitere Nike Laufschuhe

Der Nike Vomero Premium ist das neue Komfortmodell für die Straße von Nike. Mit einer Bauhöhe von rund 55 Millimetern richtet sich der Schuh an Läuferinnen und Läufer, die für ihre Alltagseinheiten sehr viel Dämpfung suchen. Im Vergleich zu klassischen Daily-Trainern verfügt der Vomero Premium über mehr Volumen in der Mittelsohle und sorgt für einen spürbar weicheren Auftritt. Er ist vor allem für umfangreiche Trainingswochen, lange Dauerläufe und Einheiten, bei denen Entlastung im Vordergrund steht, gedacht. Nachdem Nike in diesem Jahr bereits den Vomero 18 und den Vomero Plus vorgestellt hat, ergänzt der Vomero Premium die Reihe nach oben in Richtung maximaler Dämpfung. Optisch sorgt vor allem die üppige Bauhöhe für Diskussionen, da der Schuh deutlich höher aufgebaut ist als die klassischen Vomero-Modelle. Der Vomero Premium lässt sich als Supertrainer mit Fokus auf Komfort einordnen, nicht als Tempomodell. In der Mittelsohle kommt eine durchgehende ZoomX-Mischung zum Einsatz, die um zwei Air-Zoom-Elemente unter Ferse und Vorfuß ergänzt wird. Diese Air-Zoom-Kissen stammen nicht aus den bekannten Straßenracern wie dem Alphafly, sondern orientieren sich eher an der Konstruktion des Spikes Nike Maxfly 2 mit flacherem Aufbau. Das Obermaterial setzt auf leichtes Mesh mit deutlich sichtbarer Polsterung im Fersen- und Zungenbereich. Das Gewicht liegt bei rund 350 Gramm in der Mustergröße, der offizielle Preis bei 230 Euro. Upper und Passform Die Basis des Uppers bildet ein Engineered Mesh, das in mehrere Lagen unterteilt ist. Ein dünner Innenschuh zieht sich über den Zehenbereich und geht in die Zunge über. Darüber liegt eine zweite, ebenfalls dünne Schicht mit punktuell eingesetzten Verstärkungen. So bleibt der Vorfußbereich flexibel, schmiegt sich gut an den Fuß an und wirkt trotz der zusätzlichen Lagen nicht steif. Zunge und Ferse sind deutlich gepolstert und sorgen für einen hohen Tragekomfort. Das Material in der Fersenpartie ist weich genug, um auch bei längeren Einheiten nicht zu reiben, und gleichzeitig stabil genug, um den Fuß in der hohen Mittelsohle zu führen. Die Schnürung funktioniert unauffällig gut und der Schuh lässt sich gleichmäßig an den Fuß anpassen. Ich würde die Passform als mittelbreit einstufen, vergleichbar mit dem Nike Vomero Plus. Im Vorfußbereich steht für die meisten Fußformen ausreichend Platz zur Verfügung, ohne dass der Schuh sehr weit ausfällt. Im Mittelfuß vermittelt das Obermaterial einen soliden Halt, was bei der Bauhöhe wichtig ist, um nicht im Schuh zu „kippen“. Insgesamt bietet der Vomero Premium eine komfortable, aber kontrollierte Passform für normal breite Füße. Mittelsohle und Außensohle Die Mittelsohle ist das zentrale Element des Vomero Premium. Nike setzt hier auf eine ZoomX-Mischung, die sich von den sehr leichten, reinen PEBA-Schaumvarianten der Performance-Modelle unterscheidet. Der Schaum wirkt auf den ersten Blick etwas dichter und alltagstauglicher, bietet aber weiterhin ein spürbar federndes Verhalten. Das Ziel ist eine Kombination aus weichem Auftritt und längerer Haltbarkeit. Unter der Ferse und im Vorfuß sitzt jeweils ein Air-Zoom-Kissen. Diese sind flacher aufgebaut als bei Modellen wie dem Alphafly, bieten aber messbar mehr Rückfederung. Sie unterstützen die Dämpfung und sorgen für ein definiertes Trampolin-Gefühl beim Abdruck, ohne den Schuh in Richtung reiner Racer zu verändern. Von unten sind zwei Bereiche der Mittelsohle offen gelegt. Das spart Gewicht und setzt einen optischen Akzent. Laut Nike sind die Air-Zoom-Kissen ausreichend robust, um auch den Kontakt mit spitzen Steinen auszuhalten. Mit einer Fersenhöhe von rund 55,5 Millimetern ist der Vomero Premium aktuell der höchste Straßenschuh im Nike-Sortiment, die Sprengung liegt mit etwa 10 Millimetern im typischen Bereich. Die Basis ist im Vorfuß und in der Ferse klar verbreitert, was die Stabilität unterstützt. Eine externe Fersenkappe am unteren Fersenrand hilft zusätzlich, den Fuß zentriert zu halten. Die Außensohle kommt im bekannten Waffeldesign von Nike. Der Grip ist im Alltag zuverlässig, die Gummimischung wirkt haltbar und ist somit ideal für den Einsatz als Trainingsschuh. Laufgefühl Bei Schuhen dieser Bauhöhe ist die Erwartung beim ersten Laufen oft ein sehr schwammiges, unpräzises Laufgefühl. Im Fall des Vomero Premium fällt jedoch die für einen derart hohen Schuh bemerkenswert gute Stabilität positiv auf. Die Kombination aus breiter Basis, Air-Zoom-Kissen und strukturierender Fersenkappe sorgt für eine überraschend ruhige Position des Fußes. Man sinkt spürbar, aber nicht unkontrolliert ein, und das Obermaterial trägt zu einem sicheren Sitz bei. Der Komfort ist deutlich ausgeprägt. Die Polsterung im Obermaterial, die ZoomX-Mischung und die Air-Zoom-Elemente sorgen zusammen für einen weichen, aber nicht völlig entkoppelten Auftritt. Durch den ausgeprägten Rocker in der Mittelsohle rollt der Schuh sehr geschmeidig ab. Egal, ob man eher auf der Ferse, im Mittelfuß oder etwas weiter vorne landet, der Übergang in den Abdruck bleibt gleichmäßig. Das Gewicht ist auf dem Papier hoch, fällt beim Laufen aber weniger stark auf als erwartet. Der Vomero Premium gehört zwar nicht zu den leichten Trainern, wirkt im Lauf aber nicht träge. Es gibt Modelle, die nominell leichter sind, sich aber weniger stimmig anfühlen. Sobald das Tempo jedoch deutlich über den moderaten Bereich hinausgeht, stößt der Schuh an seine Grenzen. Aufgrund seiner hohen Bauweise, seines Gewichts und seiner eher komfortorientierten Abstimmung ist er nicht für Tempoeinheiten geeignet. Er ist ideal für ruhige Dauerläufe, längere Einheiten in umfangreichen Trainingswochen und Läufe, bei denen es in erster Linie um Entlastung geht. In diesen Szenarien läuft es sich mit dem Vomero Premium sehr angenehm und der Bewegungsapparat wird spürbar entlastet. Fazit: Der Nike Vomero Premium ist ein Spezialschuh für Läuferinnen und Läufer, die im Alltagstraining viel Dämpfung und hohen Komfort suchen. Er eignet sich insbesondere für lange, ruhige Einheiten, Regenerationsläufe und Trainingsphasen mit hohem Wochenumfang, in denen der Fokus eher auf Schonung als auf Geschwindigkeit liegt. Seine Stärken liegen im weichen und gleichzeitig erstaunlich stabilen Laufgefühl, dem hohen Tragekomfort im Obermaterial und der spürbar federnden Kombination aus ZoomX und Air Zoom. Schwächen zeigt der Schuh bei höherem Tempo. Wer häufig Intervalle, Tempodauerläufe oder Wettkämpfe auf der Straße absolviert, für den sind andere Modelle wie der Megablast oder der Superblast von Asics besser geeignet. Die hohe Bauhöhe und das Gewicht sind zudem Faktoren, die nicht für jede Läuferin und jeden Läufer intuitiv funktionieren. Mit einem Preis von 230 Euro ist der Vomero Premium eher ein Zusatzschuh im Sortiment als die einzige Trainingsoption. Wer bereit ist, diesen Betrag für ein sehr komfortorientiertes Modell zu investieren und bewusst nach einem stark gedämpften Supertrainer sucht, erhält mit dem Vomero Premium einen interessanten Schuh für entspannte und lange Distanzen. Wer ein kleineres Budget hat oder eine etwas konventionellere Abstimmung bevorzugt, ist mit dem Vomero Plus in vielen Fällen gut bedient.
Nike Structure 26 von der Seite – ReactX-Mittelsohle und neues Mesh-Upper
Nike Vomero Plus Seitenansicht – voluminöse ZoomX-Mittelsohle für maximale Dämpfung

Der Pegasus Premium wurde uns von Top4Running kostenfrei zur Verfügung gestellt, dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt des Artikels.

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