Nike Vomero Plus im Test – Der bessere Invincible Run?

Nike Vomero Plus im Test – Der bessere Invincible Run?

Top4Running Gutschein  

Mit dem Vomero Plus setzt Nike die Neuausrichtung des Straßenlauf-Line-ups fort. Optisch erinnert vieles an den Invincible Run. Die entscheidende Frage ist jedoch, ob das Laufgefühl mithalten kann. Ich habe den Schuh bei langen Einheiten und entspannten Dauerläufen getestet.

Über den Nike Vomero Plus

Er ist klar im Feld der komfortablen, hoch gedämpften Trainingsschuhe positioniert und rangiert eine Stufe oberhalb des Vomero 18: Während im Vomero 18 noch ZoomX mit ReactX kombiniert wird, arbeitet der Vomero Plus durchgehend mit ZoomX. Die Mittelsohle ist in der Ferse 45 Millimeter hoch, die Sprengung liegt bei 10 Millimetern. In der Mustergröße wiegt der Vomero Plus 292 Gramm und der Listenpreis liegt bei 170 Euro.

ZoomX Mischung des Nike Vomero Plus

Upper und Passform

Zum Einsatz kommt ein weiches, flexibles Engineered Mesh. Ferse und Zunge sind großzügig gepolstert. Über der Zehenbox befindet sich ein dezentes Overlay. Die Schnürsenkel laufen durch eingelassene Bändchen, was die Anpassung erleichtert. Insgesamt wirkt der Aufbau reduziert und funktional. Der Halt in der Ferse ist sicher. Rutschen, wie es manche beim Invincible Run 3 erlebt haben, trat bei meinen Läufen nicht auf. Die Passform fällt im Mittelfuß und Vorfuß mittelbreit aus und bietet normalen Breiten ausreichend Platz. Über die Schnürung lässt sich der Sitz auch für schmalere Füße anpassen. Meine gewohnte Nike-Größe passt. Zusätzlich gibt es eine Wide-Version.

Engineered Mesh des Nike Vomero Plus – weich, atmungsaktiv und stabil im Mittelfuß

Dämpfung und Grip

Die komplette Mittelsohle besteht aus ZoomX. Spannend ist die Information, dass es sich hierbei um eine TPE-basierte ZoomX-Mischung und nicht um eine klassische PEBA-Variante handeln soll. Das macht sich im Laufgefühl bemerkbar. Der Schaum wirkt gedämpft und zugleich geführt, nicht zu weich, mit einem klaren Rebound. Die breite Basis sorgt für Stabilität, gerade bei einer Bauhöhe von 45 Millimetern. Der ausgeprägte Rocker erinnert an den Invincible Run. Das erleichtert den Übergang von der Landung über den Mittelfuß in den Abdruck.Die Außensohle verfügt über ein durchgehendes Waffeldesign. Der Grip auf trockenem Asphalt und feuchtem Untergrund ist gut. Auf sehr nassen, glatten Platten kann es gelegentlich rutschig werden. Die Abdeckung der Sohle ist großzügig und der Abrieb ist in den ersten Wochen unauffällig.

Nike Vomero Plus Außensohle mit Waffelprofil – griffig und langlebig auf Asphalt

Laufgefühl

Die Eckdaten hatten mich neugierig gemacht, und dieser Eindruck hat sich auf der Strecke bestätigt. Trotz der höheren Bauweise läuft sich der Vomero Plus angenehm stabil. Das liegt an der ZoomX-Mischung, die nicht zu weich wirkt und eine gewisse Führung mitbringt. Der Schuh kippt nicht weg, wirkt dabei aber nicht wie ein klassischer Stabilitätsschuh. Der Rocker sorgt für einen flüssigen Schrittrhythmus. Man kommt leicht ins Abrollen und kann Kilometer sammeln, ohne viel über Technik oder Pace nachzudenken. Für Long Runs ist der Vomero Plus sehr gut geeignet. Die Mittelsohle liefert Dämpfung, ohne den Abdruck zu verschlucken. Es handelt sich zwar nicht um einen ausgewiesenen Tempo-Trainer, aber kleine Tempospitzen gelingen problemlos. Auf sehr nassem, glattem Untergrund muss man den Fuß allerdings etwas bewusster setzen. Ansonsten gibt es aus meiner Sicht wenig Anlass zur Kritik.

Vomero Plus oder Vomero 18?

Beide Modelle sind starke Trainingsschuhe. Der Vomero Plus ist leichter als der Vomero 18 und günstiger als der Invincible Run damals war. Gegenüber dem Vomero 18 bietet der Plus mehr Dämpfung bei einem gleichzeitig sehr leichten Abrollverhalten. Wer maximalen Komfort für lange Strecken sucht, für den ist der Plus die modernere, voluminösere Option. Wer es etwas klassischer mag, ist mit dem Vomero 18 gut bedient.

Nike Vomero Plus

Nike Vomero Plus - KEYFACTS

Gewicht: 242 g – Damen | 292 g – Männer (Mustergröße)

Sprengung: 10 mm (45 – 35 mm)

Kategorie: Daily Trainer | Max Cushion

Marke: Nike

Preis: 170 €

Fazit zum Nike Vomero Plus

Der Nike Vomero Plus ist ein komfortorientierter Daily-Trainer mit hoher Dämpfung, stabilem Auftritt und rundem Abrollverhalten. Das Obermaterial trägt sich angenehm und sicher. Die Mittelsohle bietet viel Material unter dem Fuß, ohne schwammig zu wirken. Für lange Einheiten auf Asphalt ist der Schuh eine sehr gute Wahl – vor allem, wenn man einen weichen, geführten Schritt mit leichtem Rocker bevorzugt. Er ist somit wie ein Invincible Run, aber auf dem nächsten Level.

Weitere Nike Laufschuhe

Der Nike Vomero Premium ist das neue Komfortmodell für die Straße von Nike. Mit einer Bauhöhe von rund 55 Millimetern richtet sich der Schuh an Läuferinnen und Läufer, die für ihre Alltagseinheiten sehr viel Dämpfung suchen. Im Vergleich zu klassischen Daily-Trainern verfügt der Vomero Premium über mehr Volumen in der Mittelsohle und sorgt für einen spürbar weicheren Auftritt. Er ist vor allem für umfangreiche Trainingswochen, lange Dauerläufe und Einheiten, bei denen Entlastung im Vordergrund steht, gedacht. Nachdem Nike in diesem Jahr bereits den Vomero 18 und den Vomero Plus vorgestellt hat, ergänzt der Vomero Premium die Reihe nach oben in Richtung maximaler Dämpfung. Optisch sorgt vor allem die üppige Bauhöhe für Diskussionen, da der Schuh deutlich höher aufgebaut ist als die klassischen Vomero-Modelle. Der Vomero Premium lässt sich als Supertrainer mit Fokus auf Komfort einordnen, nicht als Tempomodell. In der Mittelsohle kommt eine durchgehende ZoomX-Mischung zum Einsatz, die um zwei Air-Zoom-Elemente unter Ferse und Vorfuß ergänzt wird. Diese Air-Zoom-Kissen stammen nicht aus den bekannten Straßenracern wie dem Alphafly, sondern orientieren sich eher an der Konstruktion des Spikes Nike Maxfly 2 mit flacherem Aufbau. Das Obermaterial setzt auf leichtes Mesh mit deutlich sichtbarer Polsterung im Fersen- und Zungenbereich. Das Gewicht liegt bei rund 350 Gramm in der Mustergröße, der offizielle Preis bei 230 Euro. Upper und Passform Die Basis des Uppers bildet ein Engineered Mesh, das in mehrere Lagen unterteilt ist. Ein dünner Innenschuh zieht sich über den Zehenbereich und geht in die Zunge über. Darüber liegt eine zweite, ebenfalls dünne Schicht mit punktuell eingesetzten Verstärkungen. So bleibt der Vorfußbereich flexibel, schmiegt sich gut an den Fuß an und wirkt trotz der zusätzlichen Lagen nicht steif. Zunge und Ferse sind deutlich gepolstert und sorgen für einen hohen Tragekomfort. Das Material in der Fersenpartie ist weich genug, um auch bei längeren Einheiten nicht zu reiben, und gleichzeitig stabil genug, um den Fuß in der hohen Mittelsohle zu führen. Die Schnürung funktioniert unauffällig gut und der Schuh lässt sich gleichmäßig an den Fuß anpassen. Ich würde die Passform als mittelbreit einstufen, vergleichbar mit dem Nike Vomero Plus. Im Vorfußbereich steht für die meisten Fußformen ausreichend Platz zur Verfügung, ohne dass der Schuh sehr weit ausfällt. Im Mittelfuß vermittelt das Obermaterial einen soliden Halt, was bei der Bauhöhe wichtig ist, um nicht im Schuh zu „kippen“. Insgesamt bietet der Vomero Premium eine komfortable, aber kontrollierte Passform für normal breite Füße. Mittelsohle und Außensohle Die Mittelsohle ist das zentrale Element des Vomero Premium. Nike setzt hier auf eine ZoomX-Mischung, die sich von den sehr leichten, reinen PEBA-Schaumvarianten der Performance-Modelle unterscheidet. Der Schaum wirkt auf den ersten Blick etwas dichter und alltagstauglicher, bietet aber weiterhin ein spürbar federndes Verhalten. Das Ziel ist eine Kombination aus weichem Auftritt und längerer Haltbarkeit. Unter der Ferse und im Vorfuß sitzt jeweils ein Air-Zoom-Kissen. Diese sind flacher aufgebaut als bei Modellen wie dem Alphafly, bieten aber messbar mehr Rückfederung. Sie unterstützen die Dämpfung und sorgen für ein definiertes Trampolin-Gefühl beim Abdruck, ohne den Schuh in Richtung reiner Racer zu verändern. Von unten sind zwei Bereiche der Mittelsohle offen gelegt. Das spart Gewicht und setzt einen optischen Akzent. Laut Nike sind die Air-Zoom-Kissen ausreichend robust, um auch den Kontakt mit spitzen Steinen auszuhalten. Mit einer Fersenhöhe von rund 55,5 Millimetern ist der Vomero Premium aktuell der höchste Straßenschuh im Nike-Sortiment, die Sprengung liegt mit etwa 10 Millimetern im typischen Bereich. Die Basis ist im Vorfuß und in der Ferse klar verbreitert, was die Stabilität unterstützt. Eine externe Fersenkappe am unteren Fersenrand hilft zusätzlich, den Fuß zentriert zu halten. Die Außensohle kommt im bekannten Waffeldesign von Nike. Der Grip ist im Alltag zuverlässig, die Gummimischung wirkt haltbar und ist somit ideal für den Einsatz als Trainingsschuh. Laufgefühl Bei Schuhen dieser Bauhöhe ist die Erwartung beim ersten Laufen oft ein sehr schwammiges, unpräzises Laufgefühl. Im Fall des Vomero Premium fällt jedoch die für einen derart hohen Schuh bemerkenswert gute Stabilität positiv auf. Die Kombination aus breiter Basis, Air-Zoom-Kissen und strukturierender Fersenkappe sorgt für eine überraschend ruhige Position des Fußes. Man sinkt spürbar, aber nicht unkontrolliert ein, und das Obermaterial trägt zu einem sicheren Sitz bei. Der Komfort ist deutlich ausgeprägt. Die Polsterung im Obermaterial, die ZoomX-Mischung und die Air-Zoom-Elemente sorgen zusammen für einen weichen, aber nicht völlig entkoppelten Auftritt. Durch den ausgeprägten Rocker in der Mittelsohle rollt der Schuh sehr geschmeidig ab. Egal, ob man eher auf der Ferse, im Mittelfuß oder etwas weiter vorne landet, der Übergang in den Abdruck bleibt gleichmäßig. Das Gewicht ist auf dem Papier hoch, fällt beim Laufen aber weniger stark auf als erwartet. Der Vomero Premium gehört zwar nicht zu den leichten Trainern, wirkt im Lauf aber nicht träge. Es gibt Modelle, die nominell leichter sind, sich aber weniger stimmig anfühlen. Sobald das Tempo jedoch deutlich über den moderaten Bereich hinausgeht, stößt der Schuh an seine Grenzen. Aufgrund seiner hohen Bauweise, seines Gewichts und seiner eher komfortorientierten Abstimmung ist er nicht für Tempoeinheiten geeignet. Er ist ideal für ruhige Dauerläufe, längere Einheiten in umfangreichen Trainingswochen und Läufe, bei denen es in erster Linie um Entlastung geht. In diesen Szenarien läuft es sich mit dem Vomero Premium sehr angenehm und der Bewegungsapparat wird spürbar entlastet. Fazit: Der Nike Vomero Premium ist ein Spezialschuh für Läuferinnen und Läufer, die im Alltagstraining viel Dämpfung und hohen Komfort suchen. Er eignet sich insbesondere für lange, ruhige Einheiten, Regenerationsläufe und Trainingsphasen mit hohem Wochenumfang, in denen der Fokus eher auf Schonung als auf Geschwindigkeit liegt. Seine Stärken liegen im weichen und gleichzeitig erstaunlich stabilen Laufgefühl, dem hohen Tragekomfort im Obermaterial und der spürbar federnden Kombination aus ZoomX und Air Zoom. Schwächen zeigt der Schuh bei höherem Tempo. Wer häufig Intervalle, Tempodauerläufe oder Wettkämpfe auf der Straße absolviert, für den sind andere Modelle wie der Megablast oder der Superblast von Asics besser geeignet. Die hohe Bauhöhe und das Gewicht sind zudem Faktoren, die nicht für jede Läuferin und jeden Läufer intuitiv funktionieren. Mit einem Preis von 230 Euro ist der Vomero Premium eher ein Zusatzschuh im Sortiment als die einzige Trainingsoption. Wer bereit ist, diesen Betrag für ein sehr komfortorientiertes Modell zu investieren und bewusst nach einem stark gedämpften Supertrainer sucht, erhält mit dem Vomero Premium einen interessanten Schuh für entspannte und lange Distanzen. Wer ein kleineres Budget hat oder eine etwas konventionellere Abstimmung bevorzugt, ist mit dem Vomero Plus in vielen Fällen gut bedient.
Nike Structure 26 von der Seite – ReactX-Mittelsohle und neues Mesh-Upper
Nike Pegasus Premium in der Seitenansicht – Hightech-Trainer mit dreifacher Dämpfungstechnologie

Der Vomero Plus wurde uns von Nike kostenfrei zur Verfügung gestellt, dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt des Artikels.

*Affiliate Link


Bisher kein Kommentar

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*

*

Zurück
Teilen

Nike Vomero Plus im Test – Der bessere Invincible Run?