Diadora Corsa seitliche Ansicht Daily Trainer

Diadora Corsa im Test: Bester Diadora Laufschuh bisher

Mit dem Corsa bringt Diadora einen neuen, dynamischen Daily Trainer auf den Markt. Leichtes Gewicht trifft auf den klassischen Charakter der Marke. Positioniert ist der Schuh zwischen klassischem Daily Trainer und Tempotrainer beziehungsweise Wettkampfschuh, also ein Do-it-all-Modell, wie es aktuell auf dem Markt gefragt ist.

Daten und Preis: Was steckt im Corsa?

Diadora drückt weiterhin aufs Tempo und möchte sich wieder passend auf dem Laufschuhmarkt platzieren. Mit dem Corsa geht die Marke einen konsequenten Schritt, das zeigen schon die Eckdaten. Für 160 Euro bekommt man einen modernen Daily Trainer mit Anima-N2-Mittelsohle, 39 mm Fersenhöhe, 31 mm im Vorfuß, 8 mm Sprengung und einem Gewicht von 230 Gramm. Anima N2 besteht aus einer EVA-SCF-Mischung, also einem überkritisch aufgeschäumten Schaum, der laut Diadora 72 Prozent Reaktivität mitbringt. Auf dem Papier klingt das nach einem guten Paket.

Diadora Corsa Anima-N2-Mittelsohle EVA-SCF-Schaum Detail

Engineered-Mesh-Upper und Passform: Strukturiert und schmal

Typisch für Diadora-Laufschuhe ist eine gute Struktur im Upper, das zeigt sich auch beim Corsa. Über die komplette Länge zieht sich ein Engineered Mesh, das im Vorfuß eher dezent aufgebaut, dünn und flexibel ist. Im Bereich der Zehen sitzen dünne Elemente, die dort für Struktur sorgen. An der Ferse kommen eine relativ lang gezogene Fersenkappe und eine gute Polsterung zum Einsatz, was dem Schuh viel Führung verleiht. Leicht gepolstert und gut dehnbar ist die Zunge, was beim Hineinschlüpfen hilft. Die Schnürung funktioniert zuverlässig und unterstützt die kompakte Passform.

Insgesamt fällt die Passform eher schmal aus, weitet sich mit der Zeit aber etwas. Wer breite Füße hat, sollte trotzdem vorher ausgiebig anprobieren. Ansonsten fällt der Corsa true to size aus.

Diadora Corsa Engineered-Mesh-Upper lange Fersenkappe Detailansicht

Anima N2-Mittelsohle: Reaktiv ohne weich zu werden

Anima N2 bestimmt den Charakter des Laufschuhs. Auf den ersten Blick erwartet man durch die relativ breite Basis nicht viel Reaktivität. Der Schaum überzeugt aber mit guter Reaktivität bei einer nicht zu weichen Abstimmung. Damit passt der Corsa gut zum lockeren Kilometersammeln, und auch beim Long Run geht der reaktiven Mischung nicht die Puste aus. Im Vorfuß spürt man ein snappy Laufgefühl, das zu höheren Geschwindigkeiten einlädt. Aggressiv aufgebaut ist der Schuh dabei nicht, der Rocker ist moderat ausgeprägt und gibt stets Kontrolle beim Laufen.

D2500-Außensohle: Sicher auf Straße und leichtem Gravel

An der Außensohle setzt Diadora auf D2500, eine hauseigene Gummimischung. Im Vorfuß ist die Sohle komplett bedeckt, dazu kommen zwei Pads unter den Außenseiten der Ferse. Auf den gängigen Untergründen in der Stadt greift die Mischung sicher, auch leichte Gravel-Untergründe sind kein Problem. Beachten sollte man aber, dass Anima N2 in der Mitte frei liegt und dort anfälliger ist. Bei dauerhaftem Einsatz auf Gravel sollte man das im Hinterkopf behalten. Ansonsten liegt die Abnutzung auf einem guten Niveau, der Schuh sollte viele Kilometer mitmachen.

Diadora Corsa D2500-Außensohle freiliegender Schaum Mittelfuß

Laufgefühl: Vielseitig mit überraschend viel Support

Auf der Straße bringt der Corsa einen gut abgestimmten Mix aus Dämpfung, Stabilität und vor allem Reaktivität mit. Das macht ihn im Training sehr vielseitig. Er deckt eine Vielzahl von Einheiten ab, von der kurzen Hausrunde über Long Runs bis zu Läufen, in denen man das Tempo gelegentlich steigern möchte. All das macht der Schuh mit, was mich bei meinen Läufen überrascht hat, da der Aufbau das auf den ersten Blick nicht vermuten lässt.

Hervorheben möchte ich vor allem die gute Stabilität. Es handelt sich um einen neutralen Laufschuh, durch die Bauweise bekommt man aber einen guten Support. Das könnte für Läufer mit leichter Pronation ausreichen, oder für alle, die sich bei einem leichten Daily Trainer einfach mehr Halt wünschen.

Diadora Corsa

Diadora Corsa vs. Adizero Evo SL, Rebel v5 und Pegasus 42

Adidas Adizero Evo SL und Corsa sind beide reaktiv und vielseitig. Der Evo SL ist aber um einiges minimalistischer aufgebaut, was ihm Leichtigkeit bringt, aber auch weniger Führung. Hier punktet der Corsa mit mehr Führung. Durch sein Rocker-Design lädt der Evo SL allerdings noch stärker zu höherem Tempo ein.

Auch gegenüber dem New Balance Rebel v5 punktet der Corsa mit mehr Stabilität. Seine Mittelsohle ist zudem etwas straffer abgestimmt, was den Pop im Vorfuß zusätzlich unterstützt. Dafür ist der Rebel leichter und luftiger am Fuß.

Beim Nike Pegasus 42 bringen beide Schuhe eine gute Stabilität mit, der Corsa läuft sich aber lebendiger. Der Pegasus wirkt im Vergleich etwas direkter im Vorfuß und hat eine breitere Passform.

GEWICHT ♂ 230 g
GEWICHT ♀ 190 g
SPRENGUNG 8 mm
FERSENHÖHE 39 mm
PREIS UVP 160 €
Diadora Daily Trainer
Corsa

Diadora Corsa

4.5/5

Vorteile

  • Gut abgestimmter Mix aus Dämpfung, Stabilität und Reaktivität
  • Reaktive Anima-N2-Mittelsohle mit snappy Vorfuß
  • Viel Führung durch strukturiertes Upper und lange Fersenkappe
  • Vielseitig von lockeren Kilometern bis zu Tempoeinheiten
  • Guter Support, auch bei leichter Pronation
  • Haltbare D2500-Außensohle mit sicherem Grip
  • Fairer Preis von 160 Euro

Nachteile

  • Eher schmale Passform, bei breiten Füßen anprobieren
  • Weniger agil als minimalistische Modelle wie der Evo SL

Für wen ist der Diadora Corsa geeignet?

Mit dem Corsa ist Diadora ein Daily Trainer gelungen, der mich positiv überrascht hat. Die Abstimmung passt, der Mix aus Dynamik, Dämpfung und Stabilität sitzt. Sicher gibt es agilere Modelle auf dem Markt, etwa den Adizero Evo SL. Wer sich aber bei einem flexibel einsetzbaren Daily Trainer etwas mehr Support wünscht, macht hier nichts verkehrt. Auch der Preis von 160 Euro passt.

Über den Autor

Bild von Jan Lau

Jan Lau

Jan ist ein leidenschaftlicher Läufer aus Dresden und dabei spielt es keine Rolle, ob 5k durch die Stadt ballern oder auf Ultratrails im Gebirge. Er schreibt regelmäßig für Laufmagazine über Laufschuhe. Außerdem ist er Co-Founder der Dresdner Running Crew PACE KILLERS.

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