Saucony Ride 19 im Test – Solide, aber zu langweilig?

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Der Ride ist seit Jahren der klassische Daily Trainer im Saucony-Sortiment. Er richtet sich an Läuferinnen und Läufer, die einen unkomplizierten Trainingsschuh für viele Kilometer suchen, ohne direkt in die Kategorie der Schuhe mit maximaler Dämpfung zu rutschen. Mit Version 19 wurde die Bauhöhe leicht erhöht, der Charakter des Laufschuhs blieb jedoch unverändert: Er ist ein solider Allrounder für Straße und feste Wege, der vor allem im moderaten Training zuhause ist.

Einordnung – der klassische Daily Trainer bei Saucony

Im Line-up ordnet sich der Ride weiterhin als Einstieg in die Trainingswelt ein. Mehr Komfort und ein luxuriöseres Gefühl bietet der Triumph. Wer zusätzliche Unterstützung braucht, greift zum Guide. Spannend am Ride 19 ist vor allem das Update der Mittelsohle. Saucony setzt auf eine neue Mischung und bleibt dabei eher auf der strafferen, kontrollierten Seite, statt eine maximal weiche Dämpfung zu bieten. Die Eckdaten passen dazu. Der Preis liegt bei 160 Euro und damit zehn Euro über dem des Vorgängermodells. In der Ferse stehen nun 36 Millimeter, die Sprengung bleibt bei 8 Millimetern. Das Gewicht liegt bei rund 255 Gramm in der Mustergröße und ist damit einen Tick leichter geworden. Die höhere Bauhöhe ist grundsätzlich in Ordnung, allerdings rückt der Ride damit noch näher an den Triumph heran. Genau das macht die Einordnung schwieriger, weil die Unterschiede zwischen beiden Modellen kleiner werden – zumindest, wenn man nur auf die Zahlen schaut. Zwar bleibt der Ride der klassischere Trainer, doch der Abstand zum Premium-Modell wirkt weniger klar als früher.

Fersenkonstruktion des Saucony Ride 19 mit Polsterung

Upper & Passform – Minimalistisch, aber strukturiert

Beim Obermaterial setzt Saucony auf eine neue Mesh-Struktur, die minimalistischer wirkt als zuvor. Das Material ist dünner, flexibler und leicht elastisch, wodurch der Schuh insgesamt leichter am Fuß sitzt. Gleichzeitig bleibt der Aufbau klassisch. Zunge und Ferse sind angenehm gepolstert und die Ferse wirkt im Abschluss nicht zu steif, wodurch ein sicherer Sitz vermittelt wird. In der normalen Breite gibt es ausreichend Platz für die gängigsten Fußformen. Für breitere Füße bleibt eine Wide-Version verfügbar, was besonders im Bereich der Allrounder sinnvoll ist. Überraschungen gibt es hier nicht, aber genau das ist auch die Idee: ein unkompliziertes Obermaterial, das verlässlich funktioniert.

Mesh-Obermaterial des Saucony Ride 19 im Detail

Mittelsohle und Außensohle – straff abgestimmt statt weich

Die Mittelsohle nutzt eine neue Mischung des PWRRUN+, die spürbar straffer abgestimmt ist. Dadurch entsteht mehr Stabilität im Stand und im Abrollverhalten. Gleichzeitig fühlt sich der Schuh weniger bouncy an als viele aktuelle Daily-Trainer. Der Ride 19 dämpft zuverlässig, ohne ein weiches Einsinken zu ermöglichen. Wer festere Setups bevorzugt, erhält hier eine kontrollierte, eher klassische Abstimmung. Auffällig ist auch der Flex. Im Vorfußbereich liegt viel Außensohle, wodurch der Schuh dort relativ steif bleibt. Der Flex erfolgt eher über den Mittelfuß, da dort weniger Gummi unter dem Schuh liegt. Das passt zur stabileren Grundabstimmung, kostet aber etwas Agilität, wenn man gerne sehr aktiv über den Vorfuß läuft. Die Außensohle ist typisch für Saucony. Abriebfester Gummi deckt große Bereiche ab, der Grip ist gut und die Haltbarkeit wirkt solide. Teilweise kommt die Mittelsohle durch Aussparungen mit dem Boden in Kontakt, was im Test aber unkritisch blieb.

Gummierte Außensohle des Saucony Ride 19

Laufgefühl – zuverlässig, aber wenig dynamisch

Der Ride 19 macht im Laufgefühl genau das, wofür er gebaut ist. Ruhige Dauerläufe, das Sammeln von Kilometern und längere Einheiten funktionieren zuverlässig. Die straffere Mittelsohle vermittelt Sicherheit und fühlt sich stabil an – gerade für Läufer, die keine weichen Setups mögen. Gleichzeitig bleibt das Laufgefühl eher unaufgeregt. Es gibt keinen besonderen Kick oder eine auffällige Dynamik, die einen spürbar nach vorne schiebt. Zwar ist Tempo möglich, der Schuh rutscht aber nicht in die Kategorie eines Tempo-Trainers. Dafür fehlt im Abdruck der letzte Schwung und der Vorfußbereich ist eher steif. Insgesamt passt das zu einem klassischen Trainingsschuh. Nur wird es in dieser Preisklasse schwerer, da der Markt inzwischen viele dynamischere Alternativen bietet.

Saucony Ride 19

Vergleich mit Azura und Triumph

Im eigenen Saucony-Sortiment steht der Ride 19 damit recht klar zwischen zwei Modellen mit jeweils stärkerem Profil. Der Azura ist die dynamischere Option. Er wirkt flexibler im Einsatz, funktioniert entspannt im Dauerlauf, lässt sich aber auch leichter in Richtung Tempo bewegen. Das Obermaterial ist dabei dezenter und stärker in Richtung Racing ausgelegt, also weniger komfortorientiert als beim Ride, dafür insgesamt leichter und sportlicher. Der Triumph bleibt dagegen das komfortbetontere Modell. Mehr Material im Obermaterial sorgt für einen weicheren, luxuriöseren Sitz, gerade bei langen Einheiten. Auch die Dämpfung ist weicher, was sich vor allem gegen Ende angenehm anfühlen kann. Gleichzeitig wirkt der Triumph dadurch weniger direkt und nicht so „klassisch“ kontrolliert wie der Ride.

Saucony Ride 19 - KEYFACTS

Gewicht: 220 g – Damen | 255 g – Männer (Mustergröße)

Sprengung: 8 mm (36 – 28 mm)

Kategorie: Daily Trainer

Marke: Saucony

Preis: 160 €

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Fazit – solide Mitte ohne klare Highlights

Der Saucony Ride 19 ist und bleibt ein grundsolider Daily-Trainer, der viele Kilometer zuverlässig abdeckt. Die höhere Bauweise und das leichtere Obermaterial sind sinnvolle Updates. Die Mittelsohle bleibt aber bewusst straff und stabil statt weich und maximal dynamisch. Wer genau dieses kontrollierte Laufgefühl sucht, wird damit gut zurechtkommen. Kritisch sehe ich vor allem zwei Punkte. Die höhere Bauhöhe rückt den Ride noch näher an den Triumph heran, wodurch sich die Unterschiede innerhalb der eigenen Produktpalette verringern. Hinzu kommt der Preis von 160 Euro, der für einen solch klassischen, wenig aufregenden Daily Trainer inzwischen recht hoch erscheint. Wer mehr Dynamik möchte, findet mit dem Azura die spannendere Alternative. Wer maximalen Komfort sucht, ist mit dem Triumph besser beraten. Der Ride 19 bleibt die neutrale Mitte, er funktioniert zuverlässig, setzt aber weniger klare Akzente als früher.

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Der Ride 19 wurde uns von Saucony kostenfrei zur Verfügung gestellt, dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt des Artikels.

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