Mizuno Sky Prime seitliche Ansicht Max-Cushion-Daily-Trainer

Mizuno Sky Prime im Test: Viel Dämpfung mit überraschend reaktivem Laufgefühl

Mit dem Sky Prime bringt Mizuno eine neue Generation maximal gedämpfter Laufschuhe an den Start. Viel Dämpfung, hohe Stabilität und hoher Komfort treffen auf ein reaktionsfreudiges Laufgefühl, was ihn zum Begleiter für tägliche Trainingsläufe und vor allem für Longruns macht. Grundlage ist eine komplett neu entwickelte, zweilagige Mittelsohle aus Mizuno Enerzy NXT+ und Mizuno Enerzy NXT. Wie sich das auf das Laufgefühl auswirkt, zeigt dieser Test.

Daten und Preis: Was steckt im Sky Prime?

Beim Sky Prime handelt es sich um einen Max-Cushion-Laufschuh mit einer Sprengung von 6 mm bei einer Stapelhöhe von 47 mm in der Ferse und 41 mm im Vorfuß. Das Gewicht liegt bei etwa 300 Gramm in der Herrenmustergröße, der Preis bei 220 Euro UVP. Damit liegt er preislich hoch, für den Materialeinsatz und das Laufgefühl halte ich den Preis aber für gerechtfertigt.

Mizuno Sky Prime Dual-Foam-Mittelsohle Enerzy NXT Plus Detail

Upper und Passform: Druckfrei und stabil in der Ferse

Das Upper macht einen hochwertigen Eindruck. Das weiche, atmungsaktive technische Mesh umschließt den Fuß gleichmäßig und flexibel und sorgt auch bei längeren Läufen für eine druckfreie Passform. Im Mittelfuß bietet der Schuh auch breiteren Füßen ausreichend Platz, im Vorfuß läuft er etwas schmaler zu. Das trägt meiner Meinung nach zur Stabilität bei. Insgesamt ist die Passform für alle gängigen Fußformen geeignet.

Im Fersenbereich hat Mizuno aus meiner Sicht einen richtig guten Job gemacht. Eine strukturiertere Fersenkappe mit gezielten Polsterungen sorgt für sehr gute Stabilität und viel Kontrolle an der Ferse. Die dünne Zunge fügt sich gut ein und trägt sich unauffällig. Bei der Größenwahl gibt es nichts zu beachten, die Standardgröße sollte funktionieren.

Mizuno Sky Prime Fersenkappe Polsterung Stabilität Detailansicht

Dual-Foam-Mittelsohle: Enerzy NXT+ trifft Enerzy NXT

Die zweilagige Dual-Foam-Mittelsohle ist das Herzstück des Schuhs. Oben, nah am Fuß, sitzt das stickstoffangereicherte Mizuno Enerzy NXT+ auf PEBA-Basis. Es sorgt für ein leichtes, ploppiges und reaktionsfreudiges Laufgefühl mit spürbarer Energierückgabe. Darunter bildet das EVA-basierte Mizuno Enerzy NXT das stabile Fundament und ermöglicht ein kontrolliertes, weiches Abrollen.

Durch die gezielte Formung der Dämpfungsplatten gelingt ein harmonischer Übergang vom Fersenaufsatz zum Abdruck, auch ohne Carbon- oder Kunststoffplatte. Trotz der hohen Stapelhöhe bietet die breite Standfläche eine sichere und kontrollierte Basis.

Die strapazierfähige Gummi-Außensohle ist auf Traktion im Straßeneinsatz ausgelegt und macht einen hochwertigen, langlebigen Eindruck. Auf weicheren, sandigen Untergründen wie Waldwegen funktioniert der Schuh bei Weitem nicht so gut wie auf der Straße, das ist meine persönliche Einschätzung.

Mizuno Sky Prime Gummi-Außensohle Traktion Asphalt Detail

Laufgefühl: Komfortabel und trotzdem ploppig

Schon beim ersten Hineinschlüpfen überzeugt der Sky Prime durch ein weiches Tragegefühl. Das vergleichsweise hohe Gewicht spürt man während des Laufens kaum. Das Laufgefühl ist komfortorientiert mit stabiler Führung. Aufgrund der doppelten Mittelsohlenkonstruktion macht der Schuh ab den ersten Metern viel Spaß und läuft sich überraschend ploppig. Die Dämpfung ist weich, ohne schwammig zu werden. Die breite Bodenaufstandsfläche sorgt bei jedem Schritt für Stabilität.

Aus meiner Sicht ist der Sky Prime ein vielseitiger, komfortabler Daily Trainer, der seine Stärken vor allem auf längeren Distanzen ausspielt, etwa in der Marathonvorbereitung. Besonders dann, wenn die Muskulatur durch vorherige Einheiten ermüdet ist, zahlt sich die Kombination aus Dämpfung und Stabilität aus.

Mizuno Sky Prime

Sky Prime vs. Wave Rider 30 und Neo Vista 3

Im Mizuno Line-up gibt es aktuell drei interessante Modelle mit Fokus auf Dämpfung: Sky Prime, Wave Rider 30 und Neo Vista 3.

Beim Sky Prime stehen Komfort und Bauhöhe klar im Vordergrund. Er ist auf besonders komfortables Kilometersammeln ausgelegt. Der Wave Rider 30 ist ebenfalls komfortabel, aber flacher aufgebaut und besitzt eine Wave-Platte für Führung. Im Einsatz bringt er etwas mehr Dynamik mit und kann auch bis in den Tempobereich laufen. Insgesamt ist er dezenter aufgebaut, beim Upper liegt der Sky Prime allerdings auf einem höheren Niveau. Der Neo Vista 3 gehört in die Kategorie Super Trainer. Er ist deutlich leichter und minimalistischer aufgebaut, bringt eine dynamischere Geometrie mit und passt noch besser zu höheren Geschwindigkeiten.

GEWICHT ♂ 295 g
GEWICHT ♀ 255 g
SPRENGUNG 6 mm
FERSENHÖHE 47 mm
PREIS UVP 220 €
Sky Prime

Mizuno Sky Prime

4.5/5

Vorteile

  • Viel Dämpfung ohne schwammiges Gefühl
  • Ploppiges, reaktionsfreudiges Laufgefühl durch Enerzy NXT+
  • Hohe Stabilität durch breite Standfläche und strukturierte Fersenkappe
  • Komfortables, atmungsaktives Upper mit druckfreier Passform
  • Passt für alle gängigen Fußformen, Standardgröße funktioniert

Nachteile

  • Mit 220 Euro hoher Preis
  • Gewicht von etwa 300 Gramm
  • Weniger geeignet für weiche, sandige Untergründe wie Waldwege

Für wen ist der Mizuno Sky Prime geeignet?

Der Sky Prime verbindet viel Dämpfung mit hoher Stabilität und einem überraschend reaktiven Laufgefühl. Die zweilagige Mittelsohle funktioniert ohne Platte und bietet trotz der Stapelhöhe eine kontrollierte Basis. Als Daily Trainer ist er vielseitig einsetzbar, am meisten überzeugt er auf langen Läufen und in der Marathonvorbereitung. Einschränkungen gibt es beim Untergrund, denn auf weichen, sandigen Wegen läuft er nicht so gut wie auf der Straße. Beim Preis von 220 Euro rechtfertigen aus meiner Sicht Materialeinsatz und Laufgefühl die Ausgabe.

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