Hoka Mach X3 im Test – schneller Trainingsschuh mit besserem Komfort

Hoka Mach X3 im Test – schneller Trainingsschuh mit besserem Komfort

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Der Hoka Mach X3 richtet sich an Läuferinnen und Läufer, die einen schnellen Trainingsschuh für verschiedenste Distanzen suchen. Die dritte Version übernimmt den dynamischen Charakter des Vorgängers, ergänzt jedoch ein deutlich überarbeitetes Obermaterial – eine Schwachstelle der zweiten Generation. Das Ziel bleibt ein Trainingsschuh, der Tempo ermöglicht, aber im Alltagstraining nicht zu kompromisslos wirkt.

Über den Schuh – vertraute Basis, überarbeitetes Obermaterial

Hoka hat beim Mach X 3 den bewährten Mittelsohlenaufbau beibehalten: eine Kombination aus reaktiver PEBA-Schicht im Vorfuß und stabilisierender EVA-Basis. Das sorgt weiterhin für Dynamik, ohne sich auf schnelle Einheiten zu beschränken. Deutlich verändert wurde das Obermaterial, das zuvor im Fersenbereich wenig Halt bot und bei vielen zu Reibung führte. Die neue Version bietet mehr Struktur, moderat gepolsterte Zonen und ein sichereres Fersenpaket. Das Gewicht steigt auf etwa 288 Gramm in der Mustergröße, bleibt im Kontext eines stabilen Tempo-Trainers aber vertretbar. Höhe und Sprengung bleiben mit rund 44 Millimetern bzw. 5 Millimetern unverändert. Mit einem Preis von 190 Euro reiht sich der Mach X3 weiterhin in Hokas Performance-Bereich ein. Neben ihm stehen der Mach 6 ohne Platte, der Cielo Road sowie die Carbon-Racer Rocket X 3 und Cielo X1 2.0.

Fersenbereich des Hoka Mach X3 mit überarbeiteter Stabilitätszone

Upper und Passform – sicherer Halt, mehr Struktur

Das Obermaterial besteht aus einer Kettenwirkware, die dünn, flexibel und robust ist. Das Material gibt ausreichend nach, ohne an Formstabilität zu verlieren. Die leicht gepolsterte Zunge nimmt Druck aus der Schnürung. Der Fersenbereich wurde deutlich überarbeitet: Er bietet mehr Struktur, besseren Halt und einen Aufbau, der an den Rocket X3 erinnert. Das sorgt für mehr Sicherheit bei höheren Geschwindigkeiten. Die Passform fällt eher schmal aus, bietet im Vorfußbereich aber genügend Platz. Wer mehr Volumen im Fuß hat, findet hier entsprechend Platz. Läuferinnen und Läufer mit sehr flachem Spann könnten sich wünschen, dass der Vorfuß etwas flacher ausfällt. Insgesamt wirkt die Passform aber ausgewogen.

Obermaterial des Hoka Mach X3 aus Kettenwirkware im Detail

Mittelsohle und Außensohle – PEBA trifft EVA

Der Aufbau der Mittelsohle bleibt dem bekannten Konzept treu. Die untere EVA-Schicht sorgt für Führung, während die eingelassene PEBA-Mischung für den dynamischen Charakter, insbesondere im Vorfuß, verantwortlich ist. Der deutlich ausgeprägte Rocker erleichtert den Übergang. Zwischen den beiden Schaumschichten liegt eine flexible Kunststoffplatte. Sie versteift den Schuh leicht, bleibt dabei aber spürbar nachgiebiger als eine Carbonplatte. Der etwas breitere Aufbau vermittelt vor allem auf längeren Distanzen oder bei müde werdender Muskulatur Stabilität. Die Außensohle übernimmt das Profil des Vorgängermodells: griffige Gummipads mit guter Haltbarkeit und verlässlichem Grip auf Asphalt und festen Wegen.

Außensohle des Hoka Mach X3 mit griffigen Gummipads für Asphalt

Laufgefühl – dynamisch, stabil und vielseitig

In puncto Laufgefühl bleibt der Mach X3 seinem Vorgänger treu und bietet einen ausgewogenen Mix aus Komfort und Dynamik. Bei moderaten Geschwindigkeiten sorgt der Aufbau für eine angenehme Führung und eine gut gedämpfte Basis. Das Abrollen wirkt leicht und kontrolliert. Bei höherem Tempo zeigt der Schuh seine Stärken deutlicher. Der Übergang in schnellere Abschnitte gelingt problemlos und auch längere Tempoblöcke lassen sich konstant halten. Intervalle rund um den Schwellenbereich (bei mir ca. 3:55) sind gut machbar, ohne dass der Schuh instabil wirkt. Die überarbeitete Ferse verbessert den Tragekomfort spürbar. Reibung, die beim Vorgängermodell häufig auftrat, war im Test kein Thema. Auch das Obermaterial wirkt im Vorfußbereich etwas komfortabler, ohne an Präzision zu verlieren. Das gestiegene Gewicht von 28 Gramm beeinträchtigt das Laufgefühl nicht negativ.

Mittelsohle des Hoka Mach X3 – EVA-Basis und PEBA-Schicht sichtbar

Hoka Mach X 3 - KEYFACTS

Fazit – schneller Trainingsschuh mit Allround-Qualitäten

Der Hoka Mach X3 ist ein vielseitiger Tempo-Trainer, der im Vergleich zum Vorgängermodell vor allem beim Fersenhalt und Gesamtkomfort zulegt. Die Mittelsohle bleibt dynamisch genug für schnelle Einheiten, erlaubt aber ebenso ruhige Kilometer. Für Läuferinnen und Läufer, die einen schnellen Trainingsschuh suchen, der Stabilität und Dämpfung sinnvoll kombiniert, ist der Mach X3 eine stimmige Option. Für maximale Geschwindigkeit gibt es leichtere und aggressivere Modelle. Im Training deckt der Mach X3 jedoch einen breiten Bereich ab.

Weitere Hoka Laufschuhe

Hoka Arahi 8 – Seitenansicht mit H-Frame Stabilitätssystem
Hoka Mafate 5 – Seitenansicht mit Vibram-Megagrip-Außensohle
Doppellagige PEBA-Mittelsohle mit integrierter Carbonplatte für dynamischen Vortrieb

Der Mach X 3 wurde uns von Hoka kostenfrei zur Verfügung gestellt, dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt des Artikels.

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