Mit dem Agravic Speed Ultra 2 hat adidas TERREX eine Weiterentwicklung des bisherigen Agravic Speed Ultra. Dazu kommen drei weitere Modelle für unterschiedliche Einsatzbereiche: der Agravic TT, der Agravic Speed 2 und der Agravic 4. Ziel der Reihe ist es, verschiedene Anforderungen im Trailrunning abzudecken – von technischen Rennen bis zum Training auf den Trails.
adidas TERREX Agravic – Überblick über die aktuelle Kollektion
Der Agravic Speed Ultra 2 ist die Weiterentwicklung des bisherigen Agravic Speed Ultra. Laut Adidas wurde der Schuh für Ultradistanzen im Gelände konzipiert und in Zusammenarbeit mit internationalen Trailathletinnen und -athleten in der Praxis getestet. Das Modell debütierte im Sommer in Chamonix beim UTMB, einem der zentralen Orte im Trailrunning-Kalender. Mit dem Update soll der Schuh mehr Dämpfung, Komfort, Grip und Energierückgabe bieten als sein Vorgänger. Gleichzeitig bleibt der Fokus klar auf Tempo und Effizienz im Wettkampf. Ergänzt wird die Linie durch Modelle, die stärker auf technische Trails, kurze Wettkämpfe oder tägliche Trainingsläufe ausgerichtet sind.
Agravic Speed Ultra 2: Update für Ultradistanzen
Beim Agravic Speed Ultra 2 setzt adidas weiterhin auf eine ausgeprägte Rocker-Geometrie und integrierte Energy Rods in der Mittelsohle. Neu ist eine überarbeitete Lightstrike-Pro-Mischung, die weicher abgestimmt sein soll und somit für mehr Dämpfung und ein geschmeidigeres Abrollen sorgen soll als beim Vorgängermodell. Die Außensohle stammt von Continental und wurde mit längeren Stollen versehen. Die Stollentiefe liegt nun bei 3 und 4 Millimetern, um auf einem breiteren Spektrum an Untergründen zu greifen – von kompakten Trails bis hin zu etwas losem Terrain. Das Obermaterial wurde laut Adidas neu konstruiert, um Passform und Stabilität zu verbessern. Im Fokus stehen ein sicherer Fersenhalt und ein stützender Sitz im Mittelfuß, ohne den Schuh unnötig zu versteifen. Insgesamt zielt der Agravic Speed Ultra 2 damit klar auf lange Distanzen im Wettkampf ab, bei denen Effizienz und Reserven über viele Stunden hinweg wichtig sind.
Agravic TT: Für technische Trailrennen
Der Agravic TT ist ein neuer Baustein der Agravic-Linie. Er richtet sich an Läuferinnen und Läufer, die häufig auf technischen Trails unterwegs sind, also auf felsigen Passagen, bei steilen Abstiegen oder auf wechselnden Untergründen. Die Basis ist breiter ausgelegt, um mehr Stabilität zu liefern. In der Mittelsohle setzt Adidas auf ein Dual-Layer-Konzept aus Lightstrike Pro und Lightstrike Plus. Die obere Lage soll für Dämpfung und Dynamik sorgen, während die untere Lage den Schuh robuster und kontrollierter macht. Ergänzt wird das Paket durch eine Rockplate zum Schutz unter dem Fuß sowie ein mehrdirektionales Stollenprofil für Traktion in verschiedene Richtungen. Das Obermaterial wird als langlebig und stützend beschrieben und ist für den Einsatz in rauem Gelände ausgelegt. Damit positioniert sich der Agravic TT als Modell für Läufe, bei denen Stabilität und Schutz im Vordergrund stehen, aber trotzdem Tempo eine Rolle spielt.
Agravic Speed 2: Leichtes Modell für kurze Distanzen
Der Agravic Speed 2 ist ein leichtes Modell für kurze Distanzen. Er deckt den Bereich der kürzeren Wettkämpfe ab, bei denen Gewicht und Direktheit wichtiger sind als maximale Dämpfung. adidas beschreibt ihn als besonders leichtes Trailrunning-Modell im eigenen Portfolio, das auf das Wesentliche reduziert ist. Die Mittelsohle besteht aus einer flacher gehaltenen Lightstrike-Pro-Schicht, die von einem Lightstrike-Rand eingefasst wird. Dadurch soll der Schuh näher am Boden stehen, direkter reagieren und gleichzeitig eine gewisse Stabilität behalten. Das zielt auf schnelle, eher kürzere Trailrennen ab, bei denen ein agiles Laufgefühl gefragt ist. Auch das Obermaterial wurde überarbeitet, um bei geringerem Gewicht mehr Stabilität zu bieten. Der Fokus liegt auf einem sicheren Sitz, ohne den Fuß einzuengen, damit der Schuh bei hohem Tempo auf technischen Passagen kontrollierbar bleibt.
Agravic 4: Trainingsschuh mit breitem Einsatzbereich
Der Agravic 4 ist ein Trainingsschuh, der sich an ein breites Spektrum von Trailrunnern richtet. Ursprünglich diente er laut adidas als Trainingsmodell für Athletinnen und Athleten aus dem eigenen Team, er soll aber auch vielen Hobbyläuferinnen und -läufern gefallen, die eine Mischung aus Komfort, Haltbarkeit und Tempo suchen. Im Vergleich zum Vorgängermodell kommt eine weichere Lightstrike-Plus-Mischung zum Einsatz, um längere Traileinheiten angenehmer zu machen. Eine schützende Meshlage im Vorfußbereich soll vor Steinen und Schmutz schützen, ohne die Belüftung zu stark einzuschränken. Das Obermaterial wurde ebenfalls neu abgestimmt: Es besteht aus einem weicheren Material, verfügt aber an den entscheidenden Stellen über stabile Zonen. Das Ziel ist eine passgenaue, aber komfortable PAssform, die auch bei vielen Trainingskilometern ihren Sitz behält.
Fazit – Vier Modelle, vier Einsatzbereiche
Die vier Modelle decken unterschiedliche Schwerpunkte ab. Der Agravic Speed Ultra 2 ist klar auf Ultradistanzen und längere Rennen ausgerichtet. Der Agravic TT ist vor allem für technische Trails mit höherem Bedarf an Schutz und Stabilität geeignet. Der Agravic Speed 2 zielt auf kurze, schnelle Wettkämpfe mit direktem Laufgefühl ab. Der Agravic 4 ist als vielseitiger Trainingsschuh für den Trailalltag konzipiert. Konkrete Angaben zu Gewicht, Sprengung oder Preisen enthält die Pressemitteilung nicht. Diese Punkte lassen sich erst dann sauber einordnen, wenn die Produktdaten und erste Tests vorliegen. Fazit und Einordnung: Mit der überarbeiteten Agravic-Linie versucht adidas TERREX, das Spektrum im Trailrunning differenzierter abzudecken, anstatt ein einzelnes Modell für alle Einsätze anzubieten. Für die Praxis wird entscheidend sein, wie deutlich sich die Schuhe tatsächlich voneinander unterscheiden und wie sie sich in Bezug auf Dämpfung, Schutz, Passform und Laufgefühl einordnen lassen.
Bilder: Adidas










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