Puma Fast-RB Nitro Elite 2 seitliche Ansicht Carbon-Laufschuh

Puma Fast-RB Nitro Elite 2: Zwei Carbonplatten, nicht für Wettkämpfe zugelassen

Puma hat den Fast-RB Nitro Elite 2 vorgestellt, den Nachfolger des ersten Fast-RB Nitro Elite. Wie beim Vorgänger ist der Schuh nicht für Wettkämpfe zugelassen. Grund sind die zwei Carbonfaser-Elemente: Nach den Regeln von World Athletics darf ein Wettkampfschuh nur eine Platte enthalten. Verkaufsstart ist am 28. Oktober 2026 in limitierter Auflage.

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Technik: Zwei verbundene Carbonplatten

Herzstück sind zwei miteinander verbundene Carbonfaser-PWRPLATEs. Puma beschreibt sie als Sprungbrett-Konstruktion, die gezielt für dynamischen Vortrieb entwickelt wurde. In der Mittelsohle steckt NITROFOAM Elite, das laut Puma eine stärkere Energierückgabe liefert. Überarbeitet wurde auch die Geometrie, sie soll ein geschmeidigeres, reaktionsfreudigeres Laufgefühl erzeugen.

Als Obermaterial kommt ein überarbeitetes Ultraweave zum Einsatz, das Atmungsaktivität mit festem Sitz verbinden soll. Für Grip sorgt die PUMAGRIP-Außensohle. Entwickelt wurde der Schuh im NITRO Lab von Puma, die Entwicklung dauerte nach Unternehmensangaben zwei Jahre. Interne Studien belegen laut Puma eine deutlich gesteigerte Laufeffizienz.

Puma Fast-RB Nitro Elite 2 NITROFOAM Elite Mittelsohle Detail

Daten im Überblick

Eigenschaft Angabe laut Puma
Preis 350 Euro
Gewicht 250 g (EU 42), 206 g (EU 37,5)
Lebensdauer 320 km
Bauhöhe keine Angabe
Sprengung keine Angabe
Release 28. Oktober 2026, limitierte Auflage

Zu Bauhöhe und Sprengung liegen uns aktuell keine Angaben vor. Sobald Puma sie nachliefert, ergänzen wir sie.

Nicht zugelassen, nicht mit dem Fast-R 3 verwechseln

Puma weist in der Pressemitteilung selbst darauf hin, dass der Fast-RB Nitro Elite 2 nicht für Wettkämpfe zugelassen ist. Zugelassen ist dagegen der Fast-R Nitro Elite 3, den wir bereits im Test hatten. Auch zu diesem Modell gibt es eine Vorschau. Fast-R und Fast-RB klingen ähnlich, die Einsatzbereiche unterscheiden sich aber deutlich: Wer im Wettkampf starten will, braucht den Fast-R 3. Für Training und Läufe ohne Wertung bleibt der Fast-RB 2. Welche Modelle aus welchen Gründen nicht erlaubt sind, erklären wir im Artikel zu den illegalen Laufschuhen und den Regeln dahinter.

Puma Fast-R Nitro Elite 3
Puma Fast-R Nitro Elite 3
MarkePuma
Gewicht♂ 170g  ♀ 170g
Sprengung8 mm
Fersenhöhe40 mm
Preis UVP300 €

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Verfügbarkeit und Preis

Erhältlich ist der Fast-RB Nitro Elite 2 ab dem 28. Oktober 2026 in limitierter Auflage auf PUMA.com, in ausgewählten PUMA Stores und bei ausgewählten Fachhändlern. Genannt sind die USA, Großbritannien, Zentraleuropa, Skandinavien, Lateinamerika, Thailand, Japan, China und Australien. Eine Stückzahl nennt Puma nicht.

Einordnung: Statement statt Wettkampfschuh

Spannend ist es zu sehen, dass Puma die Entwicklung weiter vorantreibt. Zwei verbundene Carbonplatten in einer Sprungbrett-Konstruktion, ein neu abgestimmter Schaum und überarbeitete Geometrie zeigen, was technisch möglich ist, wenn die Regeln keine Grenze setzen. Puma selbst spricht davon, das Brechen von Regeln auf ein neues Level heben zu wollen.

Genau das ist aber auch die Einschränkung. Ohne Zulassung von World Athletics bleibt der Schuh für offizielle Wettkämpfe tabu. Einsetzen lässt er sich im Training und bei Läufen ohne Wertung, und dort ist der Nutzen schwerer zu begründen: Mit 350 Euro, limitierter Auflage und einer angegebenen Lebensdauer von 320 Kilometern ist der Fast-RB 2 ein Nischenprodukt. Für Läuferinnen und Läufer, die im Wettkampf starten wollen, bietet Puma mit dem zugelassenen Fast-R Nitro Elite 3 die passende Alternative.

Damit wirkt der Fast-RB 2 eher wie ein Statement der Marke als wie ein Schuh für den Renneinsatz. Die gesteigerte Laufeffizienz, die Puma anführt, stammt aus internen Studien und lässt sich derzeit nicht unabhängig prüfen. Offen bleiben außerdem Bauhöhe und Sprengung.

Über den Autor

Bild von Jan Lau

Jan Lau

Jan ist ein leidenschaftlicher Läufer aus Dresden und dabei spielt es keine Rolle, ob 5k durch die Stadt ballern oder auf Ultratrails im Gebirge. Er schreibt regelmäßig für Laufmagazine über Laufschuhe. Außerdem ist er Co-Founder der Dresdner Running Crew PACE KILLERS.