Das neue Modell aus der ATR-Serie von Lowa. Der Madrix soll als schneller Trainingsschuh und Wettkampfmodell frischen Schwung ins Line-up bringen. Wir haben ihn getestet.
Über den Lowa Madrix
Das Trailrunning-Sortiment von Lowa ist noch relativ jung und wurde dieses Jahr weiter ausgebaut. Mit dem Madrix ergänzt nun ein neues Modell die Serie, das im Vergleich zum Amplux 2 noch mehr Geschwindigkeit bieten soll. Möglich macht das eine neu entwickelte Mittelsohle mit DynaTPE-Mischung im Vorfußbereich. Die Sprengung liegt bei 6 mm, das Gewicht bei 328 g in der Herrenmustergröße. Preislich liegt der Schuh bei 180 Euro.
Upper und Passform
Zum Einsatz kommt ein dünnes, dennoch robustes Mesh-Material. Es fühlt sich angenehm am Fuß an, ohne zu weich oder instabil zu wirken. Schutz bieten eine klassische Zehenkappe sowie seitliche Overlays, die jedoch beide relativ dezent und dünn verarbeitet sind. Die Zunge ist über ein Band fixiert und leicht gepolstert, wodurch der Druck beim Schnüren reduziert wird. In der Ferse sorgt eine solide Polsterung für Komfort. Auffällig ist jedoch die Fersenkappe, die nicht optimal mit der inneren Polsterung verbunden ist. Dadurch entsteht eine Lücke, in die man mit dem Finger eindringen kann. Dies wirkt nicht sauber verarbeitet und könnte langfristig zur Schwachstelle werden. Die Passform ist im Fersenbereich angenehm kompakt, im Mittel- und Vorfußbereich jedoch sehr weit. Für schmale Füße ist der Schuh daher kaum geeignet, da ein sicheres Tragegefühl ausbleibt.
Dämpfung und Grip
Die Mittelsohle besteht aus zwei Schaumschichten. Unten liegt die dynamischere DynaTPE-Mischung, während sich oben unter dem Vorfuß eine festere DynaEVA-Schicht befindet. Dazwischen befindet sich eine Rebound-Platte, die den Antrieb und das Abrollen unterstützen soll. Während die Dämpfung unter der Ferse gut spürbar ist, wirkt das Material im Vorfuß eher hart. Für den nötigen Grip sorgt eine Außensohle aus Vibram Megagrip, die wie gewohnt auch bei Nässe zuverlässig zupackt. Auch die Haltbarkeit überzeugt bereits nach den ersten Läufen.
Laufgefühl
Im Test zeigte sich schnell: Der Madrix tut sich schwer, Begeisterung auszulösen. Weder mein Testpartner noch ich konnten uns mit dem Modell anfreunden. Der Laufspaß blieb aus verschiedenen Gründen aus. Die Passform ist sehr speziell und lässt sich im Mittel- und Vorfußbereich kaum individuell anpassen. Hinzu kommt die fehlende Dynamik in der Mittelsohle. Der erhoffte Vortrieb bleibt aus, was auch am hohen Gewicht liegen kann. Im Vergleich zu anderen Wettkampfschuhen wirkt dieser Schuh eher träge. Positiv fällt die robuste Verarbeitung auf, dank der der Schuh sicherlich viele Trainingskilometer übersteht. Auch im alpinen Gelände spielt er seine Stärken aus. Dort bietet er ausreichend Schutz und Grip für schwierige Bedingungen.
Lowa Madrix - KEYFACTS
Gewicht: 270 g – Damen | 328 g – Männer (Mustergröße)
Sprengung: 8 mm
Kategorie: Trailrunning
Marke: Lowa
Preis: 180 €
Shop Empfehlungen*
Fazit zum Lowa Madrix
Während andere Modelle aus der Lowa-Trailrunning-Serie, insbesondere der Amplux 2, durchdacht und überzeugend wirken, konnte der Madrix in unserem Test nicht mithalten. Der versprochene Speed blieb aus und das Laufgefühl war insgesamt zu wenig dynamisch. Der Schaft wirkt überladen und wenig anpassungsfähig. Wer einen langlebigen, geländetauglichen Schuh für schwieriges Terrain sucht, kann den Madrix dennoch in Betracht ziehen. Für schnelle Einheiten oder Wettkämpfe gibt es jedoch bessere Alternativen.
Der Schuh wurde uns von Lowa kostenfrei zur Verfügung gestellt, dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt des Artikels.
*Affiliate Link




Bisher kein Kommentar