Brooks Hyperion Max 4 seitliche Ansicht Supertrainer 2026

Brooks Hyperion Max 4 im Test: Maximale Dämpfung trifft Tempo

Mit dem Hyperion Max hat Brooks einen Supertrainer im Sortiment, der die Eigenschaften von Max Cushion und Tempo Trainern kombinieren soll. Während der Hyperion Elite klar auf maximale Performance im Wettkampf ausgelegt ist, kombiniert der Hyperion Max Komfort, Schutz und Dynamik für schnelle Trainingskilometer. Mit der vierten Generation nimmt Brooks keine Änderung an der Mittelsohle vor, überarbeitet dafür aber vollständig das Upper. Wie sich der Hyperion Max 4 im Trainingsalltag schlägt, erfahrt ihr hier.

Brooks Hyperion Max 4: Einordnung im Brooks-Line-up

Der Brooks Hyperion Max 4 ist ein neutraler Supertrainer für Longruns, Tempodauerläufe und schnelle Trainingseinheiten. Er positioniert sich klar oberhalb klassischer Daily Trainer wie dem Ghost oder Glycerin und unterhalb des Hyperion Elite als reinem Wettkampfschuh. Durch seine hohe Dämpfung ist er dabei deutlich stärker auf Komfort und Schutz ausgelegt als ein klassischer Tempo-Trainer.

Mit einer Stack Height von 45 mm an der Ferse und 39 mm im Vorfuß sowie einem Drop von 6 mm gehört der Hyperion Max 4 zu den höher aufgebauten Trainingsschuhen. In der Mittelsohle kombiniert Brooks DNA Gold mit DNA Flash v2 und integriert dazwischen die SpeedVault Nylon-Platte. Dazu kommt die für Brooks typische RapidRoll-Geometrie, die den Abrollvorgang beschleunigen soll. Das Gewicht liegt bei rund 286 g, womit der Schuh für einen Supertrainer eher auf der schwereren Seite liegt. Die UVP beträgt 190 , was im mittlerweile großen Supertrainer Segment durchaus üblich ist. Die grundlegende Plattform wurde gegenüber dem Hyperion Max 3 kaum verändert, das neue Upper soll aber für einen besseren Halt sorgen und dadurch auch das Laufgefühl verbessern.

Brooks Hyperion Max 4 DNA-Gold DNA-Flash-v2 SpeedVault-Platte Mittelsohle Detail

Triple-Jacquard-Mesh & Passform: Das eigentliche Update

Das größte Update findet beim Hyperion Max 4 am Obermaterial statt. Brooks verwendet nun ein weiches Triple Jacquard Mesh, das leichter und gleichzeitig atmungsaktiver als das Upper des Vorgängers ausfällt. Gut gefällt mir die dadurch bessere justierbarkeit des Halts. Ich muss dazu aber auch sagen, dass mir das Upper des Vorgängers bereits gut gefallen hat, weil es einen starken Mittelfußhalt gewährleistet hat, es war aber etwas dicker und unflexibler. Statt der stärker integrierten Zungenkonstruktion des Vorgängers kommt nun eine separate, elastische und leicht gepolsterte eingenähte Zunge zum Einsatz, was sich dadurch etwas angenehmer anfühlt. Der Fersenbereich ist weich gepolstert und hält den Fuß sehr zuverlässig. Die Passform empfinde ich insgesamt als relativ sportlich. Im Mittelfuß sitzt der Hyperion Max 4 eher eng und präzise, während der Vorfuß ausreichend, aber nicht übermäßig viel Platz bietet. Für schmalere bis normale Füße funktioniert das sehr gut, bei breiteren Füßen könnte es dagegen etwas knapp werden. Bei mir fällt er grundsätzlich true to size aus.

Brooks Hyperion Max 4 Triple-Jacquard-Mesh-Upper elastische Zunge Detailansicht

DNA-Gold & DNA-Flash-v2 mit SpeedVault-Platte: Weich aber kontrolliert

Die Kombination aus DNA Gold und DNA Flash v2 sorgt für ein interessantes Laufgefühl. Dabei kommt in der oberen Schicht der Mittelsohle der PEBA Schaumstoff DNA Gold zum Einsatz, welcher sehr weich ist und eine hohe Energierückgabe erzielt. Und als untere Schicht das superkritische EVA Material DNA Flash v2, welches deutlich fester ist und dadurch für Stabilität im Abrollvorgang sorgt. Die dazwischenliegende SpeedVault Nylon Platte unterstützt zusätzlich den Abdruck und sorgt gemeinsam mit der RapidRoll Geometrie für einen flüssigen Übergang nach vorne. Aber wie schon oben beschrieben, keine Änderung zum Vorgänger. Ebenso wird die Außensohle unverändert übernommen. Das Gummi ist großzügig verteilt und bietet auf Asphalt guten Grip, bei Nässe sollte man aber etwas vorsichtig sein, etwas schmierig ist mir der Schuh bei glatter und nasser Strecke vorgekommen.

Brooks Hyperion Max 4 Außensohle Gummiverteilung Asphalt Grip

Laufgefühl: Dynamisch bei Tempo, träge bei locker

Auf der Straße zeigt der Hyperion Max 4 seine Stärken vor allem bei längeren Läufen mit Tempoanteilen. Durch die oben beschriebenen Eigenschaften der Mittelsohle hat der Schuh selbst eine gute Dynamik und rollendes Laufgefühl. Aber je schneller das Intervall wird, desto mehr spüre ich das hohe Gewicht und das Volumen des Schuhs. Natürlich schmälert das nicht das Training, es fühlt sich einfach nicht mehr so flowig an. Der große Pluspunkt dieses Kompromisses ist dann natürlich die muskuläre Entlastung. Man kann lange zügige Läufe absolvieren und erholt sich durch die hohe Dämpfung des Schuhs einfach schneller. Lockere Dauerläufe haben sich mit meinem Laufstil nicht so gut angefühlt, da ich durch das relativ große Cut Out an der Mittelsohle das Gefühl hatte, leicht nach innen zu knicken. Bei höherem Tempo hatte ich dieses Gefühl aber nicht. Ein guter Vergleich ist der Saucony Endorphin Speed 5, welcher leichter und spritziger ist, aber am Ende dafür weniger Dämpfung bietet. Der Asics Superblast 3 bietet etwas weniger Dynamik, dafür mehr Dämpfung und ist leichter.

Brooks Hyperion Max 4

GEWICHT ♂ 286 g
GEWICHT ♀ 250 g
SPRENGUNG 6 mm
FERSENHÖHE 45 mm
PREIS UVP 190 €
Hyperion Max 4

Brooks Hyperion Max 4

Für wen ist der Brooks Hyperion Max 4 geeignet?

Der Brooks Hyperion Max 4 ist ein gutes Update eines ohnehin schon starken Super Trainers. Brooks verändert die Mittelsohle kaum, schafft es aber mit dem neuen Upper, den Sitz angenehmer zu gestalten. Der Laufschuh richtet sich vor allem an Läufer, die einen komfortablen und gut gedämpften Schuh für schnelle Longruns und Tempodauerläufe suchen. Durch die hohe Dämpfung eignet er sich hervorragend für viele Kilometer und schützt die Beine auch bei höherem Trainingsumfang. Für kurze, schnelle Intervalle oder reine Wettkämpfe gibt es leichtere und aggressivere Modelle. Für lockere Läufe würde ich auch eher die Daily Trainer Modelle empfehlen. Wer einen Supertrainer für lange Läufe sucht, der trotz seiner hohen Dämpfung viel Tempo mitmacht, bekommt mit dem Brooks Hyperion Max 4 einen sehr gelungenen Trainingsschuh. Besonders das neue Upper macht aus der ohnehin guten Plattform für mich ein deutlich runderes Gesamtpaket.

Über den Autor

Bild von David Wieland

David Wieland

David ist ein ambitionierter Freizeitläufer aus Regensburg. Sein Fokus liegt auf Distanzen von 5km bis Halbmarathon. Ein Abstecher auf die Trails ist aber auch immer drin. Die Schuhe werden aber nur geschnürt, wenn sich neben Job und seiner beiden Zwillinge die Gelegenheit bietet.

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