Mit dem X1 PROMAX bringt HOVERAir eine kompakte, selbstfliegende Drohne auf den Markt. Sie richtet sich an Sportler und Content Creator, die ohne großen Aufwand und ohne klassische Drohnenerfahrung hochwertige Luftaufnahmen machen wollen. Das 192 Gramm leichte Gerät lässt sich zusammenfalten und passt in jeden Trailrunning-Rucksack. Ich hatte die Kamera beim Laufen im Einsatz und war überrascht, wie unkompliziert das in der Praxis funktioniert.
HOVERAir X1 PROMAX: Einordnung und Zielgruppe
Der X1 PROMAX ist das Topmodell von HOVERAir und bietet im Vergleich zum X1 PRO unter anderem 8K-Videoaufnahmen, einen 1/1,3-Zoll-CMOS-Sensor, 10-Bit-HLG, das DNG-Rohdatenformat und einen zusätzlichen visuellen Sensor für mehr Sicherheit in technischem Gelände. Mit 192 Gramm ist er extrem leicht und lässt sich in Sekunden einsatzbereit machen. Die Kamera startet und landet aus der Handfläche, ohne Controller oder komplexe Einrichtung. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 42 km/h ist sie vor allem für Radfahrer interessant. Das ist beim Laufen sicher vollkommen ausreichend.
Der X1 PRO ist ab 499 Euro erhältlich, der X1 PROMAX ab 699 Euro.
Bedienung & Steuerung: App, Beacon oder direkt an der Kamera
Der Einstieg erfordert etwas Zeit, vor allem in Kombination mit der App. Wer sich jedoch einmal durch die verschiedenen Modi gearbeitet hat, kann anschließend sehr schnell und intuitiv arbeiten, da die Modusauswahl direkt an der Kamera möglich ist und diese dann innerhalb von Sekunden startklar ist. Im Follow-Modus reicht es, einmal zu starten und dann loszulaufen. Die Drohne fliegt zuverlässig hinterher, ohne dass ständige Korrekturen nötig sind.
Grundsätzlich gibt es drei Steuerungswege: direkt über die Kamera, über die HOVERAir-App auf dem Smartphone oder über den optionalen Beacon mit JoyStick-Aufsatz. Letzterer bietet eine Reichweite von bis zu einem Kilometer und ist mit einem 1,78 Zoll großen OLED-Display ausgestattet. Für den Laufeinsatz ist die App-Steuerung am sinnvollsten, sobald die Einstellungen einmal vorgenommen wurden.
Flugmodi für Läufer: Follow, Side Track & Vogelperspektive
Es stehen 15 Flugmodi zur Auswahl. Für Läufer sind besonders relevant: der Follow-Modus, bei dem die Kamera konstant hinterherfliegt, der Side Track für seitliche Aufnahmen und die Vogelperspektive, bei der die Drohne hochfliegt und die Umgebung von oben erfasst. Gerade im Gelände zwischen Bäumen funktioniert das gut. Die ShadowTrack-Technologie arbeitet zuverlässig und navigiert auch durch enge Räume ohne großes Zögern. Im Test kam es zu Kollisionen mit Ästen, wobei kein Schaden entstand. Das verwendete Luftfahrt-HEM-Material ist robuster als erwartet.
Bildqualität: 4K für den Alltag, 8K für die Produktion
Die Bildqualität ist sehr gut. Für die meisten Einsatzbereiche wie Instagram, YouTube oder die persönliche Galerie sind 4K bei 30 fps vollkommen ausreichend. Wer mehr Spielraum in der Nachbearbeitung möchte, kann auf 8K oder H-Log zurückgreifen. Das Bild bleibt auch in schnellen Bewegungssituationen stabil. Das SmoothCapture-2.0-System mit 2-Achsen-Gimbal leistet gute Arbeit. Farben lassen sich bereits in der App anpassen, wodurch sich der Aufwand in der Postproduktion reduziert.
Akku & Handhabung beim Sport: 16 Minuten reichen wirklich?
Die Akkulaufzeit beträgt pro Akku rund 16 Minuten. Das mag nach wenig klingen, reicht aber für eine typische Laufeinheit mit mehreren gezielten Aufnahmesequenzen aus. Wer längere Sessions plant, nimmt einfach einen Zweitakku mit, der genauso kompakt ist und problemlos in die Tasche passt. Optional gibt es das PowerCase, das 40 Minuten zusätzliche Flugzeit liefert und gleichzeitig als Powerbank mit 12.000 mAh funktioniert.
Fazit: Lohnt sich der HOVERAir X1 PROMAX für Running-Content?
Der HOVERAir X1 PROMAX ist eine Drohne, die sich nach einer kurzen Einarbeitungszeit wirklich unkompliziert bedienen lässt. Sie eignet sich für Läufer und Trail-Sportler, die ihre Einheiten aus der Luft festhalten wollen. Das Handling überzeugt, die Bildqualität ist hoch und die Robustheit liegt deutlich über dem, was man bei 192 Gramm erwarten würde. Der Preis von 699 Euro ist nicht ohne, lässt sich aber rechtfertigen, wenn man die Kamera regelmäßig für die Content-Produktion einsetzt. Wer auf 8K und die erweiterten Kamerafunktionen verzichten kann, ist mit dem X1 PRO ab 499 Euro gut bedient. Die kurze Akkulaufzeit von 16 Minuten ist der einzige spürbare Kompromiss, der sich aber mit einem Ersatzakku gut lösen lässt. Weitere Infos und kaufen kannst du die HOVERAir unter hoverair.com/de-de.
Die HOVERAir X1 PROMAX wurde uns kostenfrei zur Verfügung gestellt, dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt des Artikels.

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