Mit der neuen Hyperwarp-Serie ordnet Mizuno sein Performance-Portfolio im Wettkampfbereich neu. Die drei Modelle Hyperwarp Pure, Hyperwarp Elite und Hyperwarp Pro sind zwar alle auf Geschwindigkeit ausgelegt, unterscheiden sich jedoch deutlich in Aufbau, Zugänglichkeit und Einsatzbereich. Ziel ist es, leistungsorientierten Läuferinnen und Läufern je nach Laufstil, Distanz und Erfahrung das passende Werkzeug an die Hand zu geben. Alle drei Schuhe sind als Unisex-Modelle konzipiert und setzen auf moderne Schaumstoffe sowie plattenbasierte Konzepte. Trotz ähnlicher Optik richten sie sich an unterschiedliche Anforderungen im Training und Wettkampf.
Einordnung der Mizuno Hyperwarp-Serie – drei Modelle, drei Ansätze
Innerhalb des Mizuno-Line-ups übernimmt die Hyperwarp-Serie die Rolle der kompromisslosen Speed-Modelle. Während frühere Performance-Schuhe wie der Wave Rebellion Pro eher als Hybrid aus Wettkampf- und Trainingsschuhen gedacht waren, trennt Mizuno mit Hyperwarp klarer nach Einsatz und Zielgruppe. Die Modelle Hyperwarp Pure und Hyperwarp Elite arbeiten mit einer durchgehenden Carbonplatte über die gesamte Länge und setzen eine saubere Lauftechnik sowie entsprechende Erfahrung voraus. Der Hyperwarp Pro ist etwas moderater abgestimmt und nutzt eine mit Carbon verstärkte Wave-Platte. Das macht ihn zugänglicher für ambitionierte, aber nicht ausschließlich elitär orientierte Läuferinnen und Läufer.
Mizuno Hyperwarp Pure – kompromisslos leicht und direkt
Der Hyperwarp Pure ist das leichteste Modell der Serie und klar auf kurze bis mittlere Wettkampfdistanzen ausgerichtet. Mit einem Gewicht von rund 135 Gramm richtet er sich primär an sehr erfahrene Läuferinnen und Läufer, die ein direktes, reaktionsfreudiges Laufgefühl suchen. In der Mittelsohle kommt ENERZY XP in Kombination mit einer durchgehenden, dreidimensional geformten Carbonplatte zum Einsatz. Ergänzt wird dieses Setup durch die Smooth Speed Plate, die den Vorfußlauf unterstützt und das Abrollen klar nach vorne lenkt. Der Schuh hat ein flaches Laufgefühl, obwohl die Bauhöhe im erlaubten Wettkampfrahmen liegt. Der Hyperwarp Pure ist vor allem für schnelle Intervalle, kürzere Straßenrennen sowie 5- und 10-Kilometer-Distanzen gedacht. Komfort oder Stabilitätsreserven stehen hier nicht im Vordergrund.
Technische Daten: Gewicht: ca. 135 g, Sprengung: 31 mm/34,5 mm, Preis: 300 €
Mizuno Hyperwarp Elite
Der Hyperwarp Elite ist etwa 165 Gramm bleibt er sehr leicht, bietet aber etwas mehr Substanz und Stabilität als der Pure. Die Mittelsohle kombiniert zwei Varianten des ENERZY XP-Schaums und sorgt damit für eine ausgewogenere Mischung aus Dämpfung und Reaktivität. Auch hier kommt eine durchgehende Carbonplatte zum Einsatz, ergänzt durch die Smooth Speed Plate, die sich stärker an den individuellen Laufstil anpassen soll. Der Hyperwarp Elite eignet sich besonders für Halbmarathon- und Marathon-Distanzen, wenn das Ziel klar im leistungsorientierten Bereich liegt. Im Vergleich zum Pure wirkt er etwas weniger kompromisslos, bleibt aber ein klarer Wettkampfschuh.
Technische Daten: Gewicht: ca. 165 g, Sprengung: 34,5 mm/37,5 mm, Preis: 270 €.
Mizuno Hyperwarp Pro
Der Hyperwarp Pro ist das zugänglichste Modell der Serie. Er richtet sich an ambitionierte Läuferinnen und Läufer, die Wettkämpfe, längere Tempoeinheiten und schnelle Long Runs absolvieren möchten. Der Aufbau orientiert sich stark am Wave Rebellion Pro 3, ist aber etwas kontrollierter. In der Mittelsohle kommt ebenfalls ENERZY XP zum Einsatz, kombiniert mit der Smooth-Speed-Assist-Geometrie und einer Carbon-Infused-Wave-Platte. Diese Konstruktion ist weniger steif als eine Vollcarbonplatte und bietet dadurch mehr Stabilität und Alltagstauglichkeit. Mit rund 195 Gramm ist der Hyperwarp Pro leicht genug für Wettkämpfe, bietet aber mehr Reserven bei Ermüdung und auf längeren Distanzen. Er eignet sich somit auch für Läuferinnen und Läufer, die nicht ausschließlich auf maximale Aggressivität setzen möchten.
Technische Daten: Gewicht: ca. 195 g, Sprengung: 33,5 mm/39 mm, Preis: 250 €.
Keyfacts der Mizuno Hyperwarp Modelle
| Modell | Gewicht | Sprengung | Bauhöhe (F/V) | Platte | Preis (UVP) | Einsatzbereich |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Hyperwarp Pure | ca. 135 g | 3,5 mm | 31 / 34,5 mm | Vollcarbon | 300 € | 5–10 km, Intervalle |
| Hyperwarp Elite | ca. 165 g | 3 mm | 34,5 / 37,5 mm | Vollcarbon | 270 € | Halbmarathon–Marathon |
| Hyperwarp Pro | ca. 195 g | 5,5 mm | 33,5 / 39 mm | Carbon-infused Wave | 250 € | Tempo, Long Runs, Wettkampf |
Fazit – welches Modell passt zu welchem Läufertyp?
Mit der Hyperwarp-Serie bietet Mizuno drei klar differenzierte Wettkampfschuhe an, die unterschiedliche Leistungsniveaus und Einsatzbereiche abdecken. Der Hyperwarp Pure richtet sich an sehr erfahrene Athletinnen und Athleten für kurze, schnelle Rennen. Der Hyperwarp Elite ist die Carbon-Option für sehr ambitionierte Halbmarathon- und Marathonläufer:innen. Der Hyperwarp Pro schließlich bietet einen etwas moderateren Einstieg in den Performance-Bereich und eignet sich auch für längere Tempoeinheiten und vielseitigere Einsätze. Statt eines einzelnen Topmodells setzt Mizuno damit auf eine feinere Abstufung innerhalb des Race-Segments. Welche Variante am besten passt, hängt weniger vom Marketingversprechen als vielmehr vom Laufstil, der Zielzeit und der persönlichen Erfahrung mit Carbon-Schuhen ab.
Bilder: Mizuno




Bisher kein Kommentar