Coros Apex 4 im Langzeittest – starke GPS-Uhr für Outdoor und Trail

Top4Running Gutschein  

Mit der Apex 4 hat Coros ein neues Modell vorgestellt, das sich klar an Bergsportler sowie an alle richtet, die viel Wert auf GPS-Genauigkeit, Kartenmaterial und eine hohe Akkulaufzeit legen. Im Alltag zeigt sich schnell, dass Coros nicht auf möglichst viele Smartwatch-Funktionen setzt, sondern auf ein robustes Setup fürs Training und für lange Tage draußen. Ich nutze die Apex 4 in der 42-mm-Version seit rund zwei Monaten, vor allem fürs Trailrunning, Laufen und für Indoor-Radeinheiten am Smarttrainer.

Einordnung und Zielgruppe der Coros Apex 4

Die Apex 4 ist der Nachfolger der Apex 2; Coros überspringt dabei die dritte Version. Dies ist vor allem der Einordnung im Line-up geschuldet, da inzwischen auch die Pace in einer vierten Generation erhältlich ist. Innerhalb des Coros-Portfolios positioniert sich die Apex 4 klar oberhalb der Pace 4 und der Pace Pro. Sie richtet sich stärker an Outdoor- und Bergsport, bietet mehr Robustheit und vor allem deutlich mehr Reserven bei der Akkulaufzeit.

Die Apex 4 gibt es in zwei Größen: 42 mm und 46 mm. Der größte Unterschied liegt in der Laufzeit. Offiziell sind es bis zu 41 Stunden GPS bei der 42-mm-Version und bis zu 65 Stunden bei der 46-mm-Version. Preislich liegt die 42-mm-Variante bei 449 Euro und die 46-mm-Version bei 499 Euro. Für mich war die 42-mm-Variante die passendere Wahl, da sie am Handgelenk unauffälliger ist und sich auch beim Schlafen angenehmer trägt.

Memory-in-Pixel-Display der Coros Apex 4 mit guter Ablesbarkeit bei Tageslicht

Ausstattung und technische Highlights

Bei der Apex 4 setzt Coros auf einen Memory-in-Pixel-Touchscreen der dritten Generation. Das Display ist dauerhaft gut ablesbar, auf Effizienz ausgelegt und verbraucht im Alltag weniger Energie als ein AMOLED-Display. Hinzu kommen Saphirglas und ein Rahmen aus Titanlegierung, die die Uhr robust machen und für einen hochwertigen Eindruck sorgen. Die Wasserbeständigkeit von 5 ATM reicht für das Training im Regen und den Alltag vollkommen aus. Spannend ist der Fokus auf Navigation. Die Uhr unterstützt Kartenansichten mit Straßen- und Trailnamen sowie topografische Karten. Zusätzlich sind Mikrofonfunktionen für Sprachnotizen integriert. Bei den Satellitensystemen nutzt die Apex 4 GPS, GLONASS, Galileo, Beidou und QZSS, kombiniert mit Dual-Frequenz und dem Alle-Satelliten-Modus.

Neben dem Versionssprung auf Nummer 4 ist vor allem die Entscheidung für das Display interessant. Coros bleibt beim Memory-in-Pixel-Ansatz statt auf AMOLED zu setzen. Das wirkt im direkten Vergleich weniger farbenfroh, ist in der Praxis aber sinnvoll. Die Ablesbarkeit ist sehr gut und das Display bleibt auch bei langen Einheiten konstant klar. Gerade beim Blick auf Karten und Datenfelder ist das im Gelände von Vorteil.

Zur Bedienung kombiniert Coros zwei Tasten mit einer Krone. Das funktioniert im Training zuverlässig und wirkt insgesamt sehr durchdacht. Die Software ist typisch Coros eher simpel gehalten, was den Einstieg leicht macht. Auch für neue Nutzer ist die Handhabung schnell verständlich. Der Touchscreen reagiert zuverlässig, ich persönlich nutze ihn im Training aber kaum. Bei Regenjacke, Schweiß oder Handschuhen wechselt man sonst schnell mal unbeabsichtigt die Ansicht. Ich schalte den Touchscreen deshalb meist aus und bediene die Uhr über Krone und Tasten. Praktisch finde ich auch die Flexibilität bei den Armbändern. Man ist nicht auf ein spezielles System angewiesen und kann sie unkompliziert wechseln. Das Standard-Silikonband ist in Ordnung, mir ist es aber oft zu fummelig bei der passenden Öse. Deshalb nutze ich direkt ein Textilband, das ich schon von der Pace Pro kenne.

Coros Apex 4 - Sensoren

Training, GPS-Genauigkeit und Sensoren

Wer bereits eine Coros-Uhr genutzt hat, kommt mit der Apex 4 sofort zurecht. Einstellungen lassen sich übernehmen und der Umstieg ist sehr unkompliziert. Auch das Onboarding über die App ist schnell erledigt. Nach wenigen Klicks ist man startklar für das Training. Ich nutze grundsätzlich immer die Dual-Frequenz. Das GPS wird schnell gefunden und die Aufzeichnung ist zuverlässig. Das gilt auch für schwierige Bedingungen. Selbst in Häuserschluchten war die Uhr sehr stabil und auch bei Reisen nach Japan, unter anderem in Tokio und Osaka, gab es keine Ausfälle oder auffälligen Abweichungen. Im Gelände funktioniert die Aufzeichnung ebenfalls einwandfrei. Hier spielen die aktualisierten Sensoren und das insgesamt robuste Setup ihre Stärken aus.

Für das Indoor-Radfahren in Kombination mit einem Smarttrainer ist die Apex 4 ebenfalls gut geeignet. Sensorwechsel und die Kopplung mehrerer Geräte funktionieren problemlos. Ich nutze zusätzlich oft einen Pod-Sensor, um die Daten noch sauberer zu erhalten. Auch das läuft stabil, ohne dass eine ständige Nachjustierung erforderlich ist. Die Herzfrequenzmessung am Handgelenk ist in Ordnung, zeigt aber die typischen Grenzen optischer Sensoren. Bei Spitzenwerten oder schnellen Wechseln kommt es zu kleineren Abweichungen. Totalausfälle hatte ich keine. Wer maximale Genauigkeit möchte, ist mit einem Brustgurt oder dem Coros Oberarmsensor weiterhin besser bedient.

Navigation und Karten in der Praxis

Das Kartenmaterial lässt sich ganz einfach über die App auswählen und herunterladen. Im Alltag ist das für mich einer der größten Vorteile gegenüber einfachen Linien-Navigationen. Wer einmal Karten auf der Uhr genutzt hat, möchte nicht mehr darauf verzichten. Die Navigation selbst ist typisch Coros: schlicht, aber genau dadurch sehr angenehm umgesetzt. Man wird nicht mit Informationen überfrachtet, sondern erhält genau die Daten, die man draußen wirklich braucht.

Sprachnotizen, Musik und smarte Funktionen

Die Sprachnotiz-Funktion habe ich ausprobiert und sie funktioniert zuverlässig. Für meinen Alltag ist es kein zentrales Feature, für Bergsport, Touren oder schnelle Notizen unterwegs kann es aber sinnvoll sein. Die Musikfunktion ist für mich weniger spannend. Ohne direkte Anbindung an große Streaming-Anbieter ist das Konzept im Alltag einfach unpraktisch. Wer seine Inhalte ohnehin als MP3-Dateien verwaltet, kann damit arbeiten; ich nutze diese Funktion jedoch nicht. Benachrichtigungen nutze ich nur minimal. Letztendlich ist es Geschmackssache, wie viele Informationen man am Handgelenk haben möchte. Antworten auf Nachrichten, etwa auf WhatsApp, sind nicht möglich, was die Apex 4 aber auch nicht sein will. Sie bleibt eine klare Trainingsuhr und keine Apple-Watch-Alternative.

App, Auswertung und Trainingssteuerung

Ich nutze die Coros-App seit Jahren und sie ist nach wie vor einer der Stärken des Systems. Die Oberfläche ist aufgeräumt, bei Bedarf kann man aber sehr tief in die Daten gehen. Auswertungen funktionieren einwandfrei, eine Trainingsplanung ist unkompliziert möglich und auch vorgefertigte Trainingspläne stehen zur Verfügung. Eigene Einheiten lassen sich schnell erstellen. Verbindungen zu anderen Tools sind ebenfalls gegeben, was den Alltag erleichtert. Beim 24/7-Tragen erhält man außerdem HRV- und Schlafdaten, die einen guten Überblick bieten, ohne zu sehr ins Detail zu gehen.

Fazit – für wen lohnt sich die Coros Apex 4?

Die Coros Apex 4 ist eine sehr stimmige Uhr für Outdoor- und Bergsportler, aber auch für Straßenläufer und Trailrunner eine starke Option. Das Display ist weniger spektakulär als ein AMOLED-Display, funktioniert in der Praxis aber hervorragend, gerade bei Karten und in wechselnden Lichtverhältnissen. Das GPS war bei mir selbst in Häuserschluchten und bei Einsätzen in großen Städten wie Tokio oder Osaka sehr stabil. Die Akkulaufzeit ist im Alltag sehr gut und auch im Stand-by-Modus bleibt der Akku lange auf hohem Niveau.

Der Aufpreis zur Pace Pro ist aus meiner Sicht vor allem durch die Robustheit und die Akkureserven gerechtfertigt. Wer ohnehin in Richtung Garmin Fenix schaut, erhält mit der Coros Apex 4 eine Alternative, die bei den Kernpunkten Navigation, Laufzeit und Bedienung sehr gut abschneidet. Wer dagegen primär ein farbiges AMOLED-Display oder viele Smartwatch-Funktionen sucht, ist mit anderen Modellen besser beraten


Die Coros Apex wurde uns von Coros für den Artikel zur Verfügung gestellt.


Bisher kein Kommentar

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*

*

Zurück
Teilen

Coros Apex 4 im Langzeittest – starke GPS-Uhr für Outdoor und Trail