Laufschuhe für Einsteiger: Der richtige Start ins Lauftraining

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Der erste richtige Laufschuh entscheidet oft darüber, ob die ersten Wochen im Lauftraining Spaß machen oder von Blasen, Schienbeinschmerzen und Frust geprägt sind. Anders als viele Einsteiger befürchten, braucht es dafür aber keine komplizierte Analyse und kein Spitzenmodell. In diesem Ratgeber zeigen wir, worauf es wirklich ankommt und welche Modelle sich aktuell als Einstieg bewährt haben.

Neutral ist für die meisten Einsteiger der richtige Startpunkt

Lange galt die Empfehlung, vor dem ersten Schuhkauf unbedingt den eigenen Pronationstyp zu bestimmen und danach gezielt zwischen Neutral- und Stabilschuh zu wählen. Neuere Einschätzungen relativieren das: Die meisten Einsteiger kommen mit einem neutralen Laufschuh gut zurecht, der Körper passt sich mit der Zeit an die Belastung an, unabhängig davon, ob ein leichtes Einknicken beim Abrollen vorliegt. Ein Stabilschuh lohnt sich vor allem bei einer bekannten, ausgeprägten Überpronation oder einer entsprechenden Verletzungshistorie. Wer wissen möchte, wie man den eigenen Pronationstyp einfach selbst einschätzt, findet eine ausführliche Anleitung in unserem Artikel zu Pronation beim Laufen.

Für den Einstieg zählt vor allem eines: ausreichend Dämpfung und Komfort, damit sich Gelenke, Sehnen und Muskulatur schrittweise an die neue Belastung gewöhnen können, ohne überfordert zu werden.

Worauf es beim ersten Laufschuh wirklich ankommt

Preis: Ein höherer Preis bedeutet nicht automatisch ein besseres Lauferlebnis. Gute Einsteigermodelle gibt es bereits ab etwa 130 Euro, ein technisch hochwertiger, vielseitiger Schuh muss nicht das teuerste Modell im Regal sein. Spitzenmodelle mit Carbonplatte oder extremen Spezialisierungen sind für den Einstieg unnötig und häufig sogar ungeeignet, da sie eine bereits eingespielte Lauftechnik voraussetzen.

Dämpfung statt Extremmerkmale: Als Einsteiger weißt du naturgemäß noch nicht, ob dir ein weiches, wolkiges Laufgefühl oder ein direkter, fester Schuh mehr liegt. Ein ausgewogener Dämpfungsschuh mit mittlerer bis höherer Sprengung zwischen 8 und 12 Millimetern gilt als komfortable, einsteigerfreundliche Basis, da er die Achillessehne entlastet und Fehler in der noch ungewohnten Lauftechnik verzeiht.

Passform vor Marke: Ein Testlauf auf dem Laufband im Geschäft vermittelt selten das vollständige Bild, das zeigt sich oft erst nach mehreren Wochen auf der Straße. Wichtiger als die Wahl eines bestimmten Herstellers ist deshalb, dass Fersenhalt, Zehenfreiheit und Mittelfußpassform stimmen. Alles zur richtigen Größe und Passform findest du in unserem separaten Artikel zu Laufschuh-Größe und Passform.

Vergleich: Bewährte Einsteigermodelle

Der ausgewogene Allrounder

Der Brooks Ghost 17 gilt seit Jahren als verlässlicher Daily Trainer mit ausgewogener Dämpfung dank DNA LOFT v3-Zwischensohle und wird regelmäßig als besonders anfängerfreundlich empfohlen, dank breitem Einsatzgebiet von entspannten Läufen bis zu temporeicheren Einheiten.

Brooks Ghost 17

Maximale Dämpfung für sanften Einstieg

Der Hoka Clifton 11 ist leichter, weicher und stabiler als sein Vorgänger und dank seiner höheren Sprengung von 8 Millimetern für unterschiedliche Läufertypen geeignet. Auch der Nike Vomero 18 wird häufig als unkomplizierter Allrounder genannt, dessen ZoomX und ReactX-Dämpfung sich sowohl bei langsamem Tempo weich anfühlt als auch bei schnellerem Lauf noch reaktionsfreudig bleibt.

Nike Vomero 18

Der Klassiker mit Langzeit-Bewährung

Der Asics Gel-Nimbus 28 kombiniert hohen Dämpfungskomfort mit ausreichend Stabilität und eignet sich damit gleichermaßen für Einsteiger wie für fortgeschrittene Läufer. Der Saucony Ride 19 punktet mit einem etwas direkteren PWRRun+-Schaum bei weiterhin komfortabler, vielseitiger Basis für unterschiedliche Distanzen.

Fersenbereich des ASICS Gel-Nimbus 28 mit PureGel-Dämpfung

Fazit

Der perfekte erste Laufschuh existiert nicht, aber ein guter Startpunkt lässt sich klar eingrenzen: ein neutraler, komfortabel gedämpfter Allrounder im mittleren Preissegment, dessen Passform stimmt. Wichtiger als das Modell ist ohnehin, wie das Training selbst aufgebaut wird, ausreichend Erholung und ein langsamer Einstieg entscheiden über den Erfolg mindestens genauso stark wie der Schuh am Fuß.


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