
Asics hat vor kurzem den Novablast in der sechsten Version vorgestellt, Grund genug, sich die komplette Blast-Familie einmal genauer anzuschauen. Vier Modelle, eine gemeinsame DNA, aber deutlich unterschiedliche Einsatzbereiche.
Alle vier Blast-Modelle sind hochgebaut, besitzen einen ausgeprägt geschwungenen Aufbau und bringen ein gutes Maß an Dämpfung sowie Reaktivität mit. Unterschiede zeigen sich vor allem bei den verbauten Materialien, der Bauhöhe und natürlich beim Preis.
| Modell | Preis | Gewicht | Fersenhöhe | Vorfuß | Sprengung | Platte |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Novablast 6 | 160 € | 250 g | 41,5 mm | 33,5 mm | 8 mm | Nein |
| Sonicblast | 190 € | 255 g | 45 mm | 37 mm | 8 mm | Astro Blade |
| Superblast 3 | 220 € | 231 g | 46,5 mm | 38,5 mm | 8 mm | Nein |
| Megablast | 240 € | 218 g | 45 mm | 37 mm | 8 mm | Nein |
Der Novablast bringt viel Tragekomfort mit, die Passform ist nicht zu schmal, weshalb der Schuh sowohl für breite als auch für schmalere Füße gut funktioniert, die Schnürung sitzt zuverlässig. Das Mesh-Material ist angenehm am Fuß, gut atmungsaktiv, die Polsterungen sind passend gesetzt.
FF Blast Max in der Mittelsohle dämpft angenehm weich und liefert gute Stabilität. Bei ausgeprägten Fersenläufern mit leichter Pronation kann die sechste Version aber etwas zu weich wirken. Im Vorfußbereich sorgt das reaktive FF Turbo Square Pad für spürbare Dynamik, sobald man aktiver und flotter läuft.
Damit ist der Novablast ein sehr passender Daily Trainer für entspannte Dauerläufe, ideal im Bereich von 5:30 bis 5:00 min/km. Gelegentliche flottere Einheiten sind möglich, für regelmäßiges Tempotraining greife ich aber lieber zu einem anderen Modell aus der Familie.
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Der Sonicblast grenzt sich in mehreren Punkten von den anderen drei Modellen ab. Das beginnt bei der Passform, die spürbar schmaler ausfällt, wer einen breiteren Fuß hat, sollte hier vorsichtig sein. Das Obermaterial ist dünn und gut atmungsaktiv, die Fersenpartie etwas weniger gepolstert als beim Novablast, insgesamt bleibt der Schuh aber komfortabel.
In der Mittelsohle sitzt oben ein höherer Anteil FF Turbo Square für mehr Dynamik, unten eine Schicht FF Blast Max als solide, nicht schwammige Basis. Dazwischen ist die Astro Blade eingelassen, die vor allem für Stabilität sorgt, weniger für reinen Vortrieb. Der Schuh lässt sich trotzdem noch flexen, wirkt also nicht zu steif.
Ideal ist der Sonicblast im Tempobereich für Intervalle und Tempodauerläufe, bei mir im Spektrum zwischen 5:00 und 4:00 bis 4:20 min/km. Auch für moderate Einheiten geeignet, wenn einem Superblast oder Novablast zu weich und schwammig sind, dann liefert die Platte hier zusätzliche Stabilität.
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Der Superblast ist das Modell mit dem meisten Mittelsohlenmaterial, sowohl in der Höhe als auch in der Breite. Spannend ist die obere Schicht aus FF Blast Turbo, einem sehr weichen, reaktiven Material, das man primär aus dem Performance-Bereich der Metaspeed-Modelle kennt. In Kombination mit der etwas dichter geschäumten unteren Schicht entsteht eine hochwertige, sichere Dämpfung mit spürbarer Dynamik. Eine leichte Erhöhung im Mittelfußbereich sorgt für kompakten Sitz und gute Führung auf langen Distanzen.
Das Upper ist ebenfalls minimalistisch, bringt ein leichtes Tragegefühl mit, die Fersenpartie ist dabei gut gepolstert und liefert zusätzliche Stabilität.
Ich setze den Superblast von 5:30 min/km bis in den Schwellenbereich um 3:50 min/km ein, dort fühle ich mich am wohlsten. Genau das macht ihn zum variabelsten Modell der Familie, er ist bei moderaten Einheiten nicht zu aggressiv, liefert aber durch Geometrie und FF Blast Turbo genug Antrieb, um auch bei hohem Tempo mitzuhalten.
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Der Megablast ist konsequent auf Geschwindigkeit und Leichtigkeit getrimmt. Das Obermaterial ist sehr dünn, Polsterungen in der Fersenpartie sind vorhanden, aber dezent gehalten, geriffelte Schnürsenkel wie man sie von flotten Laufschuhen kennt, sorgen für eine gute Anpassung am Fuß.
Die Mittelsohle besteht komplett aus FF Turbo Square, ein sehr reaktives Material, das in Kombination mit dem Rocker viel Geschwindigkeit verspricht. Der Schuh macht am meisten Spaß, wenn es schnell wird, entsprechend liegt sein idealer Einsatzbereich bei Tempodauerläufen, Intervallen und im Wettkampf. Wichtig zu wissen: Mit seiner Bauhöhe liegt er über den für Wettkämpfe erlaubten 40mm.
Bei entspannten Einheiten ist er weniger komfortabel als der Superblast, der deutlich mehr verzeiht, die Stabilität ist spürbar geringer. Ich setze den Megablast bei allem unter 5:10 min/km ein, auch für sehr schnelle Einheiten funktioniert er gut, ich bin damit Intervalle im Bereich 3:20 bis 3:30 min/km gelaufen. Dabei merkt man aber, dass er aufgrund von Bauhöhe und Mittelsohlenbreite nicht das agilste Modell der Familie ist.
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Wer einen weich gedämpften Daily Trainer mit angenehmer Dynamik und moderatem Gewicht sucht, ist beim Novablast richtig. Wer mehr Führung durch eine Platte möchte und die Stärken eher im Tempo- und Intervallbereich sieht, greift zum Sonicblast. Für das variabelste Modell, das Dämpfung, Komfort und Geschwindigkeit gleichermaßen abdeckt, ist der Superblast die richtige Wahl. Und wer für sehr intensive Tempodauerläufe bei hohem Tempo einen Schuh mit trotzdem viel Dämpfung sucht, findet im Megablast die passende Option. Asics hat mit der Blast-Familie in den letzten Jahren ein wirklich durchdachtes Line-up aufgebaut, das nahezu alle Trainingsbereiche sinnvoll abdeckt.