
Max-Cushion-Laufschuhe gehören inzwischen in vielen Schuhrotationen fest dazu. Gemeinsam haben die Modelle eine hohe Bauhöhe, meist zwischen 43 und 55 mm an der Ferse, eine breite Plattform und eine weiche Mittelsohle, häufig auf Basis von PEBA oder ATPU. Ein ausgeprägter Rocker unterstützt das Abrollen und hält die zusätzliche Höhe kontrollierbar.
Ihre Stärken spielen die Schuhe dort aus, wo viele Kilometer zusammenkommen: bei langen Läufen, in umfangreichen Trainingswochen, in der Marathonvorbereitung und bei Regenerationsläufen, wenn die Muskulatur ermüdet ist. Max Cushion bedeutet aber nicht automatisch, dass ein Schuh nur für ruhiges Tempo taugt. Aktuelle Schäume bringen so viel Dynamik mit, dass einige Modelle auch Tempowechsel und zügige Einheiten mitgehen. Diese Gruppe nennen wir Supertrainer. Wir haben fünf Modelle zusammengestellt, die zeigen, wie breit die Kategorie inzwischen ist, von klassisch komfortabel bis dynamisch. Weitere Modelle findest du in unserer Übersicht der Max-Cushion-Laufschuhe.
| Modell | Gewicht (Herren) | Fersenhöhe | Vorfußhöhe | Sprengung | Preis |
|---|---|---|---|---|---|
| Saucony Triumph 24 | 250 g | 43 mm | 33 mm | 10 mm | 190 € |
| Nike Vomero Premium | 351 g | 55 mm | 45 mm | 10 mm | 230 € |
| Mizuno Sky Prime | 295 g | 47 mm | 41 mm | 6 mm | 220 € |
| Asics Superblast 3 | 239 g | 46,5 mm | 38,5 mm | 8 mm | 220 € |
| Adidas Hyperboost Edge | 255 g | 45 mm | 39 mm | 6 mm | 200 € |
Der Triumph 24 ist der klassischste Vertreter in dieser Auswahl. Mit 43 mm Fersenhöhe, 33 mm im Vorfuß und 10 mm Sprengung wiegt er 250 Gramm (Herren) beziehungsweise 216 Gramm (Damen) und kostet 190 Euro. Neu ist die IncrediLUX-Mittelsohle auf ATPU-Basis, die den PWRRUN PB des Vorgängers ersetzt. Sie bringt eine Mischung aus Dämpfung, Leichtigkeit und mehr Pop, ergänzt durch einen moderaten Rocker im Vorfuß. Die Dämpfung bleibt über lange Distanzen konstant, und der Schuh bietet mehr Geschwindigkeitspotenzial als erwartet, ohne ein Tempotrainer zu sein. Atmungsaktiv ist das Upper, im Mittelfuß bietet es ausreichend Platz, und die XT-900-Carbon-Rubber-Außensohle haftet auch bei Nässe gut. Der Triumph 24 passt zu Läufern, die viel Komfort wollen, auch bei leichter Pronation, sowie zu Fersenläufern und breiteren Füßen. Für schnelle Intervalle ist er nicht gemacht, und wer einen niedrigeren Drop bevorzugt, findet in der Sprengung von 10 mm eine Einschränkung.
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Als Spezialist tritt der Vomero Premium auf. Mit rund 55 mm Fersenhöhe, 10 mm Sprengung und 351 Gramm (Herren) beziehungsweise 279 Gramm (Damen) ist er der höchste und schwerste Schuh in diesem Überblick, der Preis liegt bei 230 Euro. Die Mittelsohle besteht aus einer durchgehenden ZoomX-Mischung, die etwas dichter ist als reine PEBA-Schäume der Performance-Modelle. Dazu kommen zwei Air-Zoom-Kissen unter Ferse und Vorfuß, die flacher ausfallen als beim Alphafly und für spürbare Rückfederung sorgen. Eine breite Basis, eine externe Fersenkappe und ein ausgeprägter Rocker halten den Schuh für seine Bauhöhe überraschend stabil und ruhig. Im Lauf fällt das Gewicht weniger auf als erwartet, ein leichter Schuh wird daraus aber nicht. Sein Platz sind ruhige Dauerläufe, Regenerationsläufe und lange Einheiten in umfangreichen Trainingswochen. Bei höherem Tempo stößt er an seine Grenzen, weshalb wir ihn eher als Zusatzschuh sehen und nicht als einzige Trainingsoption. Eine etwas leichtere und günstigere Alternative im Nike-Sortiment ist der Vomero Plus.
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Komfort und Stabilität bei hoher Bauhöhe bietet der Sky Prime: 47 mm an der Ferse, 41 mm im Vorfuß, 6 mm Sprengung. Er wiegt 295 Gramm (Herren) beziehungsweise 255 Gramm (Damen) und kostet 220 Euro. Die zweilagige Mittelsohle kombiniert oben Enerzy NXT+ auf PEBA-Basis für ein reaktionsfreudiges, ploppiges Laufgefühl mit Enerzy NXT auf EVA-Basis als stabilem Fundament darunter. Eine Platte gibt es nicht, die geformten Dämpfungsbereiche sorgen trotzdem für einen harmonischen Übergang vom Fersenaufsatz zum Abdruck. Weich, ohne schwammig zu werden, fühlt sich die Dämpfung an, und die breite Standfläche bietet eine kontrollierte Basis. Weich und druckfrei ist auch das Upper, die strukturierte Fersenkappe gibt viel Kontrolle. Seine Stärken zeigt der Sky Prime auf langen Läufen und in der Marathonvorbereitung, vor allem bei ermüdeter Muskulatur. Auf weichen, sandigen Waldwegen funktioniert er weniger gut als auf der Straße.
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Beim Superblast 3 geht die Kategorie in Richtung Supertrainer. Er wiegt 239 Gramm, hat 46,5 mm Fersenhöhe, 38,5 mm im Vorfuß und 8 mm Sprengung, der Preis liegt bei 220 Euro. Oben sitzt neu der FF Leap, laut Asics mit 15 Prozent mehr Energierückgabe als beim Vorgänger, darunter bildet FF Blast Plus eine stabile, langlebige Basis. Bei lockeren Läufen ist der Schuh weich und führend, ohne schwammig zu wirken, und die Rockergeometrie gibt trotz der Bauhöhe Sicherheit. Mit steigendem Tempo wird der FF Leap lebendiger. Damit deckt der Superblast 3 alle Distanzen ab, von langen Läufen bis zu zügigen Einheiten. Gegenüber dem Superblast 2 ist er weicher, reaktiver und leichter. Zu beachten ist der etwas breitere Vorfuß, für schmalere Füße sollte man anprobieren.
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Am deutlichsten zeigt der Hyperboost Edge, dass Max Cushion nicht nur easy laufen heißt. Er wiegt 255 Gramm (Herren) beziehungsweise 221 Gramm (Damen), hat 45 mm Fersenhöhe, 39 mm im Vorfuß und 6 mm Sprengung und kostet 200 Euro. Die Mittelsohle besteht aus Hyperboost Pro, einem PEBA-Partikelschaum mit hoher Energierückgabe. Platte gibt es keine, eine gewisse Grundsteifigkeit und die Rockergeometrie sorgen für Vortrieb. Bei ruhigem Tempo um 5:30 min/km läuft sich der Schuh fest und braucht Einlaufzeit. Ab moderatem bis zügigem Tempo wird er snappy und kontrolliert, aber nie schwammig. Gut passt er zu Tempoläufen, Dauerläufen mit Tempowechseln und Long Runs mit schnelleren Passagen. Das Primeweave-Upper ist eher schmal, geschlossen und kann im Sommer warm werden, die Fersenkappe ist relativ steif.
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