Adidas Agravic Speed Ultra Evo

Adidas Agravic Speed Ultra Evo: Straßen-Technologie trifft den Trail – limitiert für 500 Euro

Mit dem Agravic Speed Ultra Evo bringt adidas TERREX einen neuen Trailrunningschuh, der sich deutlich von der bisherigen Agravic-Linie abhebt. Ab dem 25. August ist er in sehr kleiner Stückzahl und ausschließlich rund um den UTMB Mont-Blanc erhältlich, zu einem Preis von 500 Euro. Damit ist er der teuerste Trailrunningschuh im TERREX-Sortiment und auf dem Markt.

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Vom Straßenlauf auf den Trail

Als Ausgangspunkt für die Entwicklung nennt adidas den Adizero Adios Pro Evo 3, den Straßen-Wettkampfschuh, mit dem Sebastian Sawe erstmals einen Marathon unter zwei Stunden gelaufen ist. Einzelne Technologien aus diesem Modell sollen nun erstmals für den Trail adaptiert worden sein. Beteiligt an der mehrjährigen Entwicklung waren von adidas 13 Athletinnen und Athleten, deren Feedback über Labor- und Renntests in die finale Version eingeflossen sein soll.

Technische Neuerungen

Kernstück ist die Dual-ENERGYRIM-Technologie, eine Weiterentwicklung der ENERGYRIM-Konstruktion aus dem Adios Pro Evo 3. Die einzelnen Rims bewegen sich dabei unabhängig voneinander, wodurch sich der Schuh laut adidas besser an unebenes Terrain anpassen und mehr Stabilität bieten soll. Im Vergleich zum Agravic Speed Ultra 2 soll dies eine um zehn Prozent höhere Energierückgabe ermöglichen.

Die Zwischensohle besteht aus einer geformten LIGHTSTRIKE-PRO-Konstruktion, die gegenüber bisherigen Versionen eine 15 Prozent höhere Verformung erlauben soll, ohne an Stabilität zu verlieren. In Kombination mit einer angepassten Rocker-Geometrie soll das für einen flüssigeren Bewegungsablauf sorgen. Beim Obermaterial setzt adidas auf ein neu entwickeltes, einseitig dehnbares Gewebe mit sockenartiger Konstruktion und reduzierter Nahtanzahl, das vor Schmutz und Geröll schützen soll.

Gewicht, Energierückgabe und Laufeffizienz

Mit einem angegebenen Durchschnittsgewicht von 250 Gramm ist der Speed Ultra Evo rund fünf Prozent leichter als der Speed Ultra 2. In Kombination mit der überarbeiteten Mittelsohle soll das laut adidas eine verbesserte Laufeffizienz ermöglichen, insbesondere auf langen, anspruchsvollen Strecken. Unabhängige Messwerte zu Stack und Sprengung liegen bislang nicht vor.

Verfügbarkeit: Extrem limitiert und nur in Chamonix

Anders als bei den bisherigen Agravic-Modellen ist der Speed Ultra Evo zunächst nicht im regulären Handel erhältlich. Ab dem 25. August wird er in limitierter Stückzahl ausschließlich bei drei Händlern rund um den UTMB Mont-Blanc verkauft: Snell Sports, Ravanel und im UTMB Village, jeweils in Chamonix. Weitere Exemplare sollen im Laufe des Jahres bei ausgewählten Veranstaltungen folgen, einen breiteren Verkaufsstart nennt adidas bislang nicht.

Fazit

Mit dem Agravic Speed Ultra Evo positioniert adidas TERREX ein Nischenmodell, das technisch direkt von den eigenen Straßen-Wettkampfschuhen abgeleitet ist. Der Preis von 500 Euro und die stark eingeschränkte Verfügbarkeit rund um den UTMB machen deutlich, dass es sich weniger um ein Modell für den breiten Markt handelt als um eine Technologiedemonstration mit Eventcharakter.

Über den Autor

Bild von Jan Lau

Jan Lau

Jan ist ein leidenschaftlicher Läufer aus Dresden und dabei spielt es keine Rolle, ob 5k durch die Stadt ballern oder auf Ultratrails im Gebirge. Er schreibt regelmäßig für Laufmagazine über Laufschuhe. Außerdem ist er Co-Founder der Dresdner Running Crew PACE KILLERS.