Hoka Arahi 8 im Test – stabiler Daily Trainer mit neuem H-Frame

Hoka Arahi 8 im Test – stabiler Daily Trainer mit neuem H-Frame

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Hoka hat einem seiner stabilsten Daily Trainer für die Straße ein turnusmäßiges Update verpasst und das Modell Arahi in der nunmehr 8. Auflage an den Start gebracht. Die Grundeigenschaften des Schuhs bleiben auf dem Papier unverändert zu den Vorgängerversionen des Arahi. Wir haben daher natürlich ausgiebig getestet, wie der Schuh im Praxiseinsatz tatsächlich funktioniert und berichten in diesem Review über unsere Erkenntnisse.

Hoka Arahi 8 – bewährtes Konzept mit neuen Details

Im Straßenlaufschuh-Lineup von Hoka ist Modellreihe Arahi seit vielen Jahren, so auch jetzt in der 8. Version, die logische Option für alle Läufer die sich von ihrem Daily Trainer ein hohes Maß an Stabilität erhoffen. Zum Beispiel also, wenn im natürlichen Abrollvorgang eine leichte oder auch stärker ausgeprägte Überpronation am Sprunggelenk vorliegt. Genau dafür integriert Hoka beim Arahi die sogenannte H-Frame Technologie. Dies soll eine moderate Stütze gegen die Überpronation bieten, dabei jedoch nicht zu sehr in die Läufer-ureigene Laufform eingreifen. Das Modell Arahi 8 wiegt in der Männer-Mustergröße circa 275 Gramm, das ist im Vergleich zu den meisten anderen Stabil-Schuhen eher leicht. Die Sprengung beträgt 8 mm (39 mm Ferse, 31 mm Vorfuß). Beim direkten Vorgänger Arahi 7 lag die Sprengung übrigens noch bei 5 mm. Die UVP des Herstellers liegt bei 160,-€.

Mittelsohle des Hoka Arahi 8 mit CMEVA-Schaum und H-Frame-Struktur

Upper & Passform – angenehmer Halt und sicherer Sitz

Beim Obermaterial des Arahi 8 setzt Hoka auf ein doppelt gewebtes Jaquard-Mesh Material, welches laut Herstellerangaben zu über 95% aus recycelten Materialen besteht. Der Stoff ist sehr weich und für die Füße angenehm komfortabel gestaltet. Die nötige Atmungsaktivität ist ebenfalls gegeben. Im Gesamten können wir für diesen Upper einen sehr positives Gesamteindruck attestieren. Ein weiteres gelungenes Bauteil am Schuh ist, meinen Eindrücken nach, die Fersenkappe. Diese ragt, fast schon Hoka-typisch, etwas weiter nach oben als bei vielen anderen Herstellern. Die leichte Erhöhung umschließt die Ferse angenehm und sorgt für einen optimalen Halt im Fersenbereich sowie ein sicheres Tragegefühl.

In Sachen Passform ist der Arahi 8 sehr vergleichbar mit den allermeisten anderen Hoka-Modellen, also eher schmal, aber noch im neutralen Bereich. Im Vergleich zu vielen anderen Herstellern (z.B. Brooks, Mizuno oder New Balance) fällt der Schuh zwar eher etwas schmaler aus, ein eher breiter Fuß mit hohem Spann findet dennoch ausreichend Platz und Volumen im Vorfußbereich. Läufern mit schmaleren und / oder flacheren Füßen hingegen dürfte die Passform sogar sehr entgegenkommen, denn es wird euch beim Arahi 8 relativ leicht fallen, eine feste und passgenaue Schnürung zu finden.

Fersenbereich des Hoka Arahi 8 mit hoher Hoka-Fersenkappe

Dämpfung & Grip – H-Frame für mehr Stabilität

In der Zwischensohle des Arahi 8 ist Hoka’s hauseigener CMEVA-Schaum verbaut. Eine komprimierte EVA-Mischung, die vor allem Leichtigkeit und Reaktivität vermitteln soll. Das Dämpfungslevel habe ich bei den Testeinheiten als solide und angenehm empfunden. Allerdings muss man einordnend anbringen, dass Hoka’s Supercritical-Schaum, der z.B. auch in der Sohle des Daily Trainers Bondi 9 verbaut ist, ein deutlich dynamischeres, weicheres und agileres Feedback vermittelt.

Beim Arahi soll es grundlegend aber ohnehin mehr um Stabilität und Solidität gehen, als um Tempopotenzial. Aus diesem Grund ist in der Sohle des Arahi 8 erstmals das hauseigene H-Frame Element verbaut. Die Arahi-Vorgängermodelle arbeiteten jeweils noch mit dem J-Frame, einem relativ klassischen und starken Stützblock an der Innenseite der Sohle, der das Überpronieren korrigieren soll. Die neue H-Frame Technologie verteilt die stützende Stabilität, optisch angelehnt an den Großbuchstaben H, über die gesamte Fläche der Außensohle und soll dem Stabilschuh damit mehr Dynamik verleihen. Bei nassen oder schmierigen Straßenverhältnissen kann man naturgemäß, wie bei den meisten anderen reinen Straßenlaufschuhen, mal ins Rutschen kommen. Der Grip auf der Außensohle war alles in allem auf Asphalt und Beton jedoch total in Ordnung.

Außensohle des Hoka Arahi 8 für Straßenlauf mit stabilem Profil

Laufgefühl – ruhig, stabil und kontrolliert

Bleiben wir direkt beim Punkt Stabilität und Stützelement. Als relativ neutral über dem Mittelfuß abrollender Läufer hat mir das Modell Arahi 8 vergleichsweise viel Laufspaß bereitet. Anders als bei dem ein oder anderen Konkurrenz-Modell aus der Kategorie Stabilschuh greift die Stützkonstruktion nicht vordergründig in den Abrollvorgang ein und beeinflusst somit den natürlichen Fußaufsatz sowie die weitere Abrollbewegung nicht zu stark. Trotz dessen spürt man die vorhandene Stabilität, was sich vor allem bei längeren Einheiten in Richtung 20 km oder auch leicht darüber hinaus, sehr positiv bemerkbar gemacht hat. Fast schon logischerweise damit einhergehend kann man dem Arahi 8 leichte Abzüge kann man dem Arahi 8 in den Kategorien Dynamik und Bounce geben. Oder anders ausgedrückt: In höheren Tempobereichen, z.B. bei der ein oder anderen Steigerung während des Dauerlaufs, kommt man noch flüssig voran, aber bei Tempodauerläufen oder gar Intervallen fehlen der Sohle mitunter die nötigen PS an Agilität.

Obermaterial des Hoka Arahi 8 aus recyceltem Jacquard-Mesh im Detail

Hoka Arahi 8 - KEYFACTS

Gewicht: 219 g – Damen | 276 g – Männer (Mustergröße)

Sprengung: 8 mm (39 – 31 mm)

Kategorie: Daily Trainer

Marke: Hoka

Preis: 160 €

Fazit – stabiler Daily Trainer mit Komfort

Mit dem Arahi 8 hat Hoka einen grundsoliden Daily Trainer an den Start gebracht. Ich würde das Modell unter dem Strich in der Kategorie der stabilen Neutralschuhe einordnen, da der Schuh meinen Testerkenntnissen nach sowohl für Neutralläufer als auch Läufer mit Überpronation gut funktionieren dürfte. Da auch längere Einheiten im Grundlagenbereich bis mindestens 25 Kilometer komfortabel absolviert werden können, ohne dass der Sohle zum Ende hin komplett die Luft ausgeht, und die einzige wirkliche Schwachstelle im fehlenden Tempopotenzial für Intervalle besteht, würde ich dem Arahi 8 ein recht positives Gesamtfazit attestieren. Für 160,-€ bekommt man ein gutes Gesamtpaket zum Sammeln der Grundlagenkilometer an den Fuß.

Weitere Hoka Laufschuhe

Hoka Mach X3 – Seitenansicht des Tempo-Trainers mit PEBA-Mittelsohle
Hoka Mafate 5 – Seitenansicht mit Vibram-Megagrip-Außensohle
Doppellagige PEBA-Mittelsohle mit integrierter Carbonplatte für dynamischen Vortrieb

Der Arahi 8 wurde uns von Hoka kostenfrei zur Verfügung gestellt, dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt des Artikels.

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