Suunto 7 im Test

Suunto 7 im Test

Die Suunto 7 ist das neuste Modell des finnischen Herstellers und findet sich als Kombination von Sportuhr und Smartwatch im Sortiment wieder. Was in der Laufuhr steckt und für wen sie sich eignet, das habe ich in den letzten Wochen getestet.

Ausstattung der Suunto 7

In Sachen Ausstattung ist die Suunto 7 total zeitgemäß: sie unterstützt aktuelle Satellitensysteme wie GPS und Glonass, besitzt einen Barometer zur Höhenmessung und eine optische Herzfrequenzmessung. Die Akkulaufzeit beträgt 12 Stunden bei der GPS Aufzeichnung und im Alltag als Smartwatch hat sie für zwei Tage Power. Im Gehäuse der Suunto 7 sitzt ein AMOLEDDisplay, welches eine sehr gute Darstellung besitzt. Bedienen lässt sich die Uhr über die Knöpfe an den Seiten oder über das sehr gut funktionierende TouchDisplay. Bei der Software der Suunto 7 setzt Suunto das Wear OS von Google. Gekoppelt werden kann die Laufuhr ohne Probleme mit Android Smartphones oder mit einem iPhone, über welche die grundlegenden Einstellungen vom Wear OS vorgenommen werden. Darunter fallen die Ansichten von täglichen Aktivitäten mit Trainingszeiten, Google Fit Ziele oder eine dauerhafte Messung der Herzfrequenz. Auch Anpassungen von Benachrichtigen, Kalender und der Sprachassistent kann mit Hilfe der App angepasst werden, also ganz typisch Smartwatch. Über die Uhr direkt kann man weitere Apps installieren aus dem Google Play Store, wie Spotify, Maps oder Strava.

Suunto 7

Suunto 7 im Alltag mit Wear OS

Die Einrichtung mit dem Smartphone ist relativ schnell erledigt und schon ist die Uhr bereit für den Alltag. Beim ersten Blick auf die Suunto 7 schießt vor allem alten Suunto Nutzern direkt ein Lächeln ins Gesicht, denn der Hintergrund zeigt einem die Heatmap des aktuellen Standorts an – genial. Auch sonst funktioniert die Uhr im Alltag sehr zuverlässig. Man erhält alle Benachrichtigungen auf die Uhr und kann seine täglichen Vitalwerte im Blick behalten. Vor allem macht es viel Spaß mit dem sehr gut funktionierenden Touch Display zu navigieren. Man kann die Wiedergabe der Musik steuern, Nachrichten lesen oder sich viele weitere Apps installieren. Das Tragefühl ist sehr angenehm und nach Wunsch kann das Armband einfach gewechselt werden. Allgemein erfüllt die Suunto 7 ihren Job im Alltag richtig gut.

Suunto 7 beim Laufen mit der Suunto App

Zum tracken von Trainingseinheiten bietet die Suunto 7 eine separate Suunto App im Wear OS. Diese ist vorinstalliert und kann direkt durch einen Knopf an der Seite gestartet werden. Von Suunto Laufuhren wie der Suunto 9 ist man es gewöhnt, dass man viele Anpassungen wie Datenfelder, Intervalle erstellen oder Anpassung der Aufzeichnung vornehmen kann. Das fällt bei der Suunto 7 komplett weg, denn es werden zwar mehr als 70 Sportmodi zur Verfügung gestellt, aber ohne Anpassungsmöglichkeiten. Somit kann der Läufer nur das Tracking starten und aufzeichnen. Als Special Feature kann Kartenmaterial offline heruntergeladen werden und die Uhr zeigt einem diese beim Laufen an. Das funktionierte bei meinen Testläufen richtig gut, jedoch beansprucht das viel Akkuleistung. Somit waren nach einer 1,5 Stunden Einheit bereits 50% des Akkus verbraucht. Auch das Koppeln eines separaten Herzfrequenzgurtes war bisher nicht möglich und man muss auf den optischen Sensor vertrauen. Dieser lieferte durchschnittliche Daten und reiht sich mit den üblichen Problemen von optischen Sensoren bei Laufuhren ein. Das GPS lieferte gute Werte und auch das Barometer. Allgemein ist das Tracking für simple Läufe gut, aber durch die Einschränkungen nicht für ambitionierte Läufer geeignet.

Suunto 7

Das Problem mit den Daten

Mein Ziel ist es immer, dass alle Daten von Läufen und auch Vitaldaten in einer App zusammenkommen. So trage ich im Alltag primär meine Apple Watch und für komplexere Einheiten die Suunto 9, danach fließen alle Daten in die Apple Health App. So hatte ich das auch für meinen Testzeitraum mit der Suunto 7 vor. Jedoch beginnt es schon mit dem Problem, dass sich aktuell nur eine Suunto Uhr mit der Suunto App auf dem Smartphone koppeln lässt. Somit funkioniert die Idee mit der Suunto 7 im Alltag und die Suunto 9 für komplexere Läufe nicht, außer man koppelt die Uhren immer wieder neu nach Einheiten: wenig smart. Dadurch das die Suunto 7 auf Wear OS basiert, fließen alle Vitalwerte in die Google Fit APP (Das Gegenstück von Android zur Apple Health App), was für Android Nutzer natürlich kein Problem darstellt. Jedoch besitzt auch die Suunto App eine eigene Darstellung über Schritte usw. und auch hier kommen die Daten leider nicht an, da sie nur mit dem Wear OS erfasst werden. Daher kommen vor allem Nutzer mit Android und Google Fit in den Genuss der kompletten Übersicht an Daten.

Suunto 7 – Kurz Check

Pro

  • Einfache Konnektivität mit Google Android
  • Hochwertig verarbeitet und angenhemes Tragegefühl
  • Solide Aufzeichnung
  • Sehr gutes Display und Bedienbarkeit

Kontra

  • Akkulaufzeit, besonders mit Kartenanzeige
  • Begrenzte Konnektivität
  • Keine Kopplung von zusätzlichen Sensoren

Fazit

Wie so oft kommt es bei Smartwatches auf den Nutzer an, so ist es auch bei der Suunto 7. Falls du deine Vitalwerte im Blick haben möchtest und einfache Einheiten aufzeichnen willst, dann ist die Laufuhr eine gute Option. In Verbindung mit einem Android Smartphone noch um einiges besser. Du bist ein ambitionierter Läufer? Dann kommt die Suunto 7 schnell an ihre Grenzen, durch geringe Laufzeit und keine Möglichkeit Sensoren zu koppeln.

Bilder: Carsten Beier


Die Suunto 7 wurde uns leihweise zur Verfügung gestellt, dies hatte keinen Einfluss auf den Artikel.

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