Kiprun Kipride Max im Test: Komfortabler Daily Trainer von Decathlon

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Der Kipride Max von Kiprun wurde laut des Herstellers mit dem Ziel entwickelt, das “ultimative sanfte Laufgefühl zu erreichen”. Die voluminöse Zwischensohle legt zumindest der Optik nach zu urteilen nahe, dass dieses Ziel umgesetzt werden konnte. Viel wichtiger ist aber, ob der Kipride Max auch genau dieses Gefühl vermitteln kann. Ob der Schuh aus der Kiprun Familie das Versprechen hält, erfahrt ihr in diesem Testbericht.

Was steckt im Kipride Max?

Die Kipride-Serie von Decathlons Laufschuh-Hausmarke Kiprun komplettiert mit den Serien Kipstorm und Kipsummit die Laufschuhphilosophie von Decathlon. Während bei Kipstorm die Wettkampfschuhe für unterschiedliche Distanzen zu finden sind und bei Kipsummit die Trailvarianten sicheren Halt im Gelände bieten, sollen die Kipride-Modelle in den Trainings und Recovery-Sessions zum Einsatz kommen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, arbeitet Kiprun mit der SOFTTECH+ Ultra-Soft-Zwischensohle. Auf diese Weise soll sich ein komfortables und gedämpftes Laufgefühl einstellen, was durch das SCF M-TPU Strobel- und Einlegesohlen-System ergänzt wird. Dieses System dient einem bequemen Gefühl bei gleichzeitig geringem Gewicht. Mit rund 42 mm Stackhöhe in der Ferse bewegt sich der Schuh klar im Max-Cushioning-Segment und richtet sich vor allem an Läufer*innen, die viele Kilometer komfortabel absolvieren möchten.

Kiprun Kipride Max Ferse 360-Grad-Kragen Polsterung Detail

Obermaterial & Passform: Knit-Konstruktion mit 360°-Kragen

Das Obermaterial besteht zu 98 % aus recyceltem PET und setzt auf eine Knit-Konstruktion. In der Praxis überzeugt das Upper vor allem durch seinen hohen Tragekomfort: Es schmiegt sich weich an den Fuß an und bietet gleichzeitig ausreichend Struktur für einen sicheren Halt. Eine 3D-Strickzunge sowie ein rundum gepolsterter 360°-Kragen sorgen für ein druckfreies Tragegefühl – besonders auf längeren Distanzen ein klarer Pluspunkt. Stretch-Zonen im Vorfußbereich geben dem Fuß zudem genügend Raum, wenn er bei längeren Läufen leicht anschwillt. Die Passform fällt insgesamt angenehm und komfortorientiert aus. Der Mittelfuß wird sicher umschlossen, während der Vorfuß genügend Platz bietet – wobei Läufer*innen mit breiteren Füßen je nach Präferenz eventuell eine halbe Größe größer wählen könnten. Insgesamt ergibt sich ein gut ausbalancierter Fit, der sowohl bei lockeren Läufen als auch bei längeren Einheiten überzeugt.

Kiprun Kipride Max Ferse 360-Grad-Kragen Polsterung Detail

SOFTTECH+-Mittelsohle: Weich, stabil und reaktiver als erwartet

Das Herzstück des Kipride Max ist ohne Zweifel die SOFTTECH+-Zwischensohle. Sie liefert eine sehr weiche Dämpfung, ohne dabei an Führung für den Fuß zu verlieren. Durch den EVA/PEBA/OBC-Anteil entsteht zusätzlich eine gewisse Energierückgabe, die den Schuh lebendiger macht als klassische Komfortmodelle. Trotz der hohen Bauweise bleibt der Schuh stabil. Eine breite Plattform sorgt dafür, dass der Fuß sicher geführt wird – ein wichtiger Faktor im Max-Cushioning-Bereich.

Außensohle & Grip: Asphalt-optimiert

Die Außensohle ist für den Asphalt bestimmt. Strategisch platzierte Gummielemente sorgen für soliden Grip sowohl bei trockenen als auch bei nassen Bedingungen. Um auf Trails sicher laufen zu können, sollte jedoch auf die Kipsummit-Serie zurückgegriffen werden.

Kiprun Kipride Max Außensohle Gummielemente Asphalt-Grip

Laufgefühl: Komfort mit überraschendem Vortrieb

Der Kipride Max vermittelt insgesamt ein sehr komfortables, ruhiges Laufgefühl. Ich kam beim ersten Testlauf erstaunlich gut “ins Rollen”, was ich bei der Bauweise des Schuhs in dieser Leichtigkeit nicht vermutet hätte. Kiprun gelingt mit dem Kipride Max eine gelungene Komposition aus komfortabler Dämpfung für viele Kilometer gepaart mit einer gewissen Leichtigkeit, die kurzzeitig vergessen lässt, dass man einen Daily Trainer am Fuß hat und keinen schnelleren Wettkampfschuh. Was einen allerdings wieder an einen komfortablen Allrounder erinnert, ist der geringfügige Abstrich in puncto Direktheit, was bei einem derartig konzipierten Schuh aber auch kaum ausbleibt. Bleibt man im hausinternen Vergleich bei anderen Kiprun Modellen, so ist der Kipride Max die Wahl für entspannte, lockere Läufe. Für Tempotrainings oder auch Wettkämpfe ist der Griff zur Kipstorm-Reihe zu empfehlen.

Kiprun Kipride Max

Kipride Max vs. Saucony Triumph & Puma Magnify Nitro 3

Im Vergleich zu Modellen anderer Marken kam der Kiprun dem Saucony Triumph in der Hinsicht nahe, dass beide den Anspruch eines gut gedämpften Daily Trainer haben. Der Triumph hingegen hatte noch eine Spur mehr Direktheit, während ich beim Kipride Max das Abrollverhalten positiver bewerten würde. Als vergleichbares Modell einer anderen Marke habe ich Ähnlichkeiten zum Puma Magnify 3 erkannt, der ein vergleichbares Level an Komfort ermöglicht. Doch auch hier sehe ich die Stärke des Kipride Max im kontrollierten Abrollverhalten, wodurch sich der Kipride aus meiner Sicht zu einer ernstzunehmenden Option für komfortable Recovery-Sessions und längere Läufe herauskristallisiert.

 

Kiprun Kipride Max - KEYFACTS

Gewicht: 226 g – Damen | 271 g – Männer (Mustergröße)

Sprengung: 6 mm (42 – 26 mm)

Kategorie: Daily Trainer | Max Cushion

Marke: Kiprun

Preis: 150 €

Fazit – Für wen lohnt sich der Kiprun Kipride Max?

Der Kipride Max ist ein gelungener Laufschuh von Kiprun im Max-Cushioning-Segment. Der Schuh überzeugt mit einer weichen, komfortablen Dämpfung, ausreichender Stabilität und einem angenehmen, sicheren Sitz. Seine größten Stärken liegen in lockeren Dauerläufen, langen Einheiten und Regenerationsläufen. Für schnelle Intervalle oder Wettkämpfe ist er hingegen weniger geeignet.
Im Vergleich zu bisher anderen von mir getesteten gut gedämpften Allroundern punktet der Kipride Max mit einer ausgewogenen Mischung aus Komfort, Dämpfung und antreibendem Abrollverhalten.
Unterm Strich bietet der Kipride Max ein rundes Gesamtpaket für alle, die einen komfortorientierten Trainingsschuh suchen – und das zu einem im Vergleich zur Konkurrenz sehr attraktiven Preis.


Der Mach 7 wurde uns von Hoka kostenfrei zur Verfügung gestellt, dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt des Artikels.

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