Adidas Hyperboost Edge: Boost ist zurück – reaktiver, leichter, besser

Top4Running Gutschein  

Boost ist zurück. Nach Jahren, in denen sich Adidas mit dem Ultra Boost zunehmend in Richtung Lifestyle bewegte, meldet sich die Marke mit einem neuen Ansatz zurück. Der Hyperboost Edge ist Adidas erster echter Supertrainer, der Dynamik, Komfort und Stabilität in einem Paket zusammenbringt. Im Zentrum steht die neue Hyperboost Pro Mittelsohle, ein PEBA-Partikelschaum, der leichter und energiereicher als klassisches TPU ist.

Adidas Hyperboost Edge: Einordnung im Adidas-Sortiment

Mit dem Hyperboost Edge füllt Adidas eine Lücke im eigenen Sortiment, die viele Marken schon länger besetzt haben. Supertrainer wie der Asics Superblast oder der On Cloudmonster Hyper haben gezeigt, was in dieser Kategorie möglich ist. Adidas antwortet mit einem Schuh, der bewusst nicht auf maximale Weichheit setzt, sondern auf einen ausgewogenen Mix aus Reaktivität, Führung und Langstreckenkomfort. Im Adidas Sortiment positioniert sich klar als Kilometerfressen für ambitionierte Läufer, die viel Material unter dem Fuß wollen, ohne auf Dynamik zu verzichten. Preislich liegt der Schuh bei 200 Euro. Der Vorfußstack beträgt 39mm, die Ferse 45mm, woraus eine Sprengung von 6mm resultiert. Das Gewicht liegt bei 255 Gramm in der Mustergröße, was für einen Supertrainer dieser Bauhöhe ein sehr guter Wert ist.

Adidas Hyperboost Edge Hyperboost-Pro-Mittelsohle

Prime-Knit-Upper & Passform: Kompakt, aber warm

Das Primeweave Upper ist von einer Vielzahl an Overlays durchzogen, die dem Material Struktur geben, es aber gleichzeitig weniger atmungsaktiv machen. Wer das Obermaterial anfasst, merkt sofort, dass hier viel Material verarbeitet wurde. Das Grundmaterial ist angenehm weich und geschmeidig, durch die Overlays entsteht aber ein kompaktes, relativ geschlossenes Upper. Im Sommer kann das zu warm werden, gerade auf längeren Läufen sollte man das im Hinterkopf behalten. Die Schnürung ist innenliegend über einzelne angenähte Bändchen gelöst und sorgt für einen sehr guten Lockdown. Der Schuh schnürt sich wirklich kompakt an den Fuß, das ist ein klarer Pluspunkt. Beim Anziehen muss der Schuh aber komplett aufgeschnürt werden, da er extrem flach gebaut ist. Wer zusätzlich die Marathonschnürung mit innenliegender letzter Öse nutzt, muss beim Ausziehen wirklich aufpassen. Die einzelnen Bändchen sind nur mit wenigen Nähten befestigt, und durch das enge Schnüren und die Kraft beim Ausziehen könnten diese auf Dauer nachgeben.  Die Fersenkappe ist relativ steif. Im Test gab es keine Probleme damit, wer aber empfindliche Fersen hat, sollte den Schuh unbedingt vor dem Kauf anprobieren. Die Passform ist eher schmal, gerade im Vorfußbereich ist der Schuh nicht breit geschnitten. Für Läufer mit breitem Fuß kann das zum Problem werden.

Adidas Hyperboost Edge Upper mit Overlays Detailansicht

Hyperboost-Pro-Mittelsohle: Boost is back

Hyperboost Pro ist das Herzstück des Schuhs und das, was ihn wirklich interessant macht. Der PEBA-Partikelschaum bringt laut Adidas eine Energierückgabe von rund 74 Prozent mit und verbindet dabei gute Dämpfungseigenschaften mit einem relativ geringen Gewicht. Anders als bei Ultra Boost Modellen vergangener Jahre wurde die Dichte diesmal sehr sorgfältig abgestimmt. Zu niedrig wäre der Schuh nicht haltbar gewesen, zu hoch wäre er schwer und klobig geworden, was der klassische Kritikpunkt der alten Ultra Boost Modelle war. Adidas hat hier offensichtlich lange gearbeitet, um den richtigen Punkt zu finden. Was dabei entsteht, ist eine Mittelsohle, die das klassische Boost-Gefühl in einer moderneren, reaktiveren Form wiedergibt. Es ist nicht zu weich, eher ein bisschen fester, aber mit einem sehr guten Rebound. Das Material braucht ein paar Kilometer zum Einlaufen, dann aber zeigt es seinen Charakter deutlich. Adidas setzt dabei auf eine einzige Materialschicht ohne Platte, was den Charakter des Schuhs klar von Carbon-Racern unterscheidet. Hyperboost Pro hat eine gewisse Grundsteifigkeit, die man beim Biegen des Schuhs spürt, beim Laufen fällt das durch die gut angepasste Rockergeometrie aber kaum auf. Lighttraxion Außensohlegummi ist dünn aufgetragen, bietet aber sehr guten Grip und wirkt abriebfest. Je weniger Außensohle aufgetragen ist, desto direkter kommt das Boost-Feeling beim Laufen durch, was hier klar spürbar ist und zum Gesamtcharakter des Schuhs passt.

Adidas Hyperboost Edge Lighttraxion-Außensohle Grip auf Asphalt

Laufgefühl: Snappy ab moderatem Tempo, kontrolliert beim Dauerlauf

Bei ruhigen Geschwindigkeiten um 5:30 min/km ist der Hyperboost Edge etwas fest und braucht aktiven Einsatz. Man merkt, dass das Material noch nicht vollständig seine optimale Temperatur erreicht hat und etwas Einlaufzeit benötigt. Sobald man aber in moderatere bis zügige Geschwindigkeiten übergeht, entfaltet er seinen Charakter richtig. Das Laufgefühl ist snappy, kontrolliert und nie schwammig. Wer das klassische Boost-Feeling kennt, wird es hier in einer moderneren, reaktiveren Form wiederfinden, ohne den klobigen Charakter der alten Ultra Boost Modelle. Besonders gut funktioniert der Schuh bei Einheiten mit Tempowechseln. Long Runs mit eingebetteten schnelleren Passagen sind sein Revier. Für sehr entspannte, langsame Einheiten gibt es komfortablere Optionen, die weicher und weniger fordernd sind. Für intensive, kurze Workouts ist der Adidas Adizero  EVO SL die schlankere, agilere Wahl aus demselben Sortiment. Auf gemischten Untergründen in der Stadt hat er im Test überzeugt, auch auf Schotterpisten funktioniert die Breite und die Außensohle gut genug, um gelegentlich vom Asphalt abzuweichen.

Adidas Hyperboost Edge vs. Superblast 3, Cloudmonster Hyper 3 & Adizero SL

Gegenüber dem Asics Superblast 3 ist der Hyperboost Edge etwas kompakter und fester, snappier im Abdruck aber weniger weich. Wer maximale Weichheit und mehr Volumen unter dem Fuß sucht, ist beim Superblast besser aufgehoben. Der On Cloudmonster 3 Hyper wirkt luftiger im Upper und etwas breiter in der Ferse, bringt aber ein ähnlich kontrolliertes Laufgefühl mit. Gegenüber dem Adidas Adizero EVO SL ist der Hyperboost deutlich gedämpfter und stabiler, dafür weniger agil und schwerer.

Adidas Hyperboost Edge

Adidas Hyperboost Edge - KEYFACTS

Gewicht: 221 g – Männer | 255 g – Männer (Mustergröße)

Sprengung: 6 mm (45 – 39 mm)

Kategorie: Daily Trainer | Max Cushion

Marke: Adidas

Preis: 200 €

Shop Empfehlungen*

Herrenmodell bei Adidas Damenmodell bei Adidas

Herrenmodell bei Top4Running Damenmodell bei Top4Running

Spare mit dem Code Runningculture

Für wen ist der Adidas Hyperboost Edge geeignet?

Mit dem Hyperboost Edge bringt Adidas einen überzeugenden Supertrainer auf den Markt, der den Boost-Charakter in eine moderne Form überführt. Reaktiv, kontrolliert und vielseitig im Pacebereich, das ist das Kernversprechen und es wird eingelöst. Die Schnürkonstruktion und die steife Fersenkappe sind Kritikpunkte, die beim Preisschild von 200 Euro nicht sein müssten. Wer breite Füße hat oder eine sehr weiche Dämpfung sucht, ist woanders besser aufgehoben. Für alle anderen ist der Hyperboost Edge ein sehr willkommener Neuzugang im Supertrainer-Segment.

Weitere Adidas Laufschuhe

Adidas Terrex Agravic TT seitliche Ansicht Trailschuh 2026
adidas TERREX Agravic Speed Ultra 2 Seitenprofil mit Lightstrike Pro Mittelsohle
Adidas Supernova Rise 3 Seitenansicht – Daily Trainer mit Dreamstrike+ Sohle

Der Hyperboost Edge wurde uns von Adidas kostenfrei zur Verfügung gestellt, dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt des Artikels.

*Affiliate Link


Bisher kein Kommentar

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*

*

Zurück
Teilen

Adidas Hyperboost Edge: Boost ist zurück – reaktiver, leichter, besser