Puma Speed Ignite Netfit 2 im Test

Puma Speed Ignite Netfit 2 im Test

Der erste Blick zeigt: der ist kein Leisetreter. Die Botschaft ist: ich bin innovativ, schnell und cool. Ich fand den Look mit der grobmaschigen Netzstruktur zusammen mit dem hohen EvoKNIT-Schaft auf den ersten Blick eher etwas Hipster-verdächtig.

Die Sinnhaftigkeit des Netzgewebes jedenfalls ist für die Vielzahl der Schnürvarianten funktional erklärbar. Hier gibt es angeblich für fast jeden etwas, ob schmal, breit oder Pronierer. Ich bin Otto Normalfuß und fange erst einmal mit einer Standard-Schnürung an. Das zeigt sich nach den ersten 60 Kilometern als eine gute Option mit genügend Stabilität.

Beim ersten Hineinschlüpfen stellte sich spontan ein tolles Tragegefühl ein. Er fühlt sich leicht an. Der Vorfuß ist angenehm umschlossen, nicht zu eng und nicht zu wackelig. Dies ist schon erstaunlich, da die flache Zwischensohle extrem flexibel ist. Dies zusammen mit dem sehr dehnbaren Obermaterial um den Vorfuß ließ mich zunächst anderes vermuten. Der hohe Schaft drückt auch nach einem Zwei-Stunden-Lauf nicht. Auch hinten um die Achillessehne gibt er ein gutes Gefühl. Meine Problemzone bei engen Zehenboxen, der große Onkel rechts, macht jedenfalls (noch) keine Durchstoßversuche. Bei fast alle Schuhen der letzten Jahre mit „gewichtsoptimierten“ dünnen Stoffen grüßt vorne rechts am großen Zeh nach 3 bis 5 Monaten ein Loch. Es wird also spannend zu erfahren, wie sich das Obermaterial nach einer längeren Tragezeit verhält.

Meine ersten Läufe führten den Schuh und mich über flache Asphaltstrecken. Die habe ich in moderatem Tempo zurückgelegt. Es ist schließlich Grundlagen-Winter und da ist Geschwindigkeit nicht mein Ziel. Obwohl, ein Schuh zum Schleichen ist das überhaupt nicht – und das nicht nur wegen der Optik: tolles Abrollverhalten, sehr gute Dämpfung aber auch ordentlich Dynamik. Der will auch schnell. Die Außensohle zeigt guten Grip auf festem Untergrund, auch bei Nässe – aber auch hier bin ich nach unterschiedlichen Erfahrungen auf die Haltbarkeit gespannt. Über Kopfsteinpflaster und bei längeren Einheiten merkt man schon, dass mein Fuß richtig arbeiten muss. Ich bin zugegebener Maßen auch kein Leichtgewicht. Das ist aber für mich trotzdem in Ordnung. Nicht nur der Schuh, sondern auch entsprechende Stabilitäts- und Kräftigungsübungen sollten Läufern den nötigen Halt vermitteln. Ich glaube, dass Laufneulinge und nicht so Geübte auch Spaß haben werden an diesem Schuh, die Arbeit aber nach einer Stunde merken werden. Sie sollten darüber nachdenken, ob ein Schuh mit mehr Halt und der nicht ganz so flach ist, nicht die bessere Wahl für sie ist.

Fazit

Ich bin mittlerweile sicher, dass dieser Schuh und ich sehr gute Freunde werden können, da er wirklich für viele verschiedene Laufeinheiten geeignet ist – von Tempo bis lange Ausdauereinheit. Auch bei einem Halbmarathon werde ich ihn als Wettkampfschuh einsetzen. Fürs Gelände halte ich das Modell nur für bedingt tauglich, da speziell dort doch die Stabilität wichtiger ist. Ein fester Waldweg stellt aber kein Problem dar. Kaufen kannst du den Puma Speed Ignite Netfit 2 bei www.amazon.de und www.21run.com (Affilate Links)


Der Puma Speed Ignite Netfit 2 wurde uns kostenfrei zur Verfügung gestellt, dies hatte keinen Einfluss auf unseren Test.

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